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E-Mobilität ID.6 – VWs riesiger Elektro-SUV startet in China durch

VW ID.6 X / Crozz
Die beiden Varianten ID.6 X / Crozz unterscheiden sich nur im Heck- und Frontdesign.
© press-inform - das Pressebuero
Erst kommt China, dann der Rest der Welt. Der ID.6 ist so groß wie ein Touareg und wird in China hergestellt. Ein Export nach Europa ist wahrscheinlich, nur wird der ID.6 hierzulande nicht zum günstigen China-Preis angeboten.

Der Kampf um die Marktführerschaft bei E-Autos ist voll entbrannt. Und er wird im wichtigsten Automarkt der Welt entschieden: in China. Denn nur dort treffen derzeit die Mitbewerber aufeinander, da die genuin chinesischen Hersteller keine Anstrengung unternehmen, ihre Modelle nach Europa zu bringen. In China wird die ID-Familie von VW nach oben abgerundet. Der ID.3 zielte auf den europäischen Markt, der größere ID.4 soll ein Weltmodell werden, der noch größere ID.6 wurde speziell für den chinesischen Markt und den amerikanischen Geschmack entwickelt.

Als Besonderheit wird er von zwei Volkswagen-Kooperationspartnern - FAW und SAIC – hergestellt. Eine Version hört dabei auf die Bezeichnung ID.6 Crozz und wird in Anting gefertigt, während im Süden des Landes in Foshang der ID.6 X vom Band rollt. Optisch unterscheiden sich beide Varianten geringfügig. Gemeinsam ist die Größe von 4,88 Metern Länge, das entspricht den Dimensionen des Touaregs. Drei Sitzreihen bieten Platz für sieben Personen oder reichlich Gepäck. Mit dem Radstand von 2,97 Metern ist der ID. 6 etwa 30 Zentimeter länger als der ID.4.

"Mit dem neuen ID.6 bereiten wir die Basis dafür, dass bis 2030 mindestens 50 Prozent unseres Absatzes in China elektrisch fahren werden", sagt Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen, "wir halten das Tempo hoch und erweitern sukzessive unser Angebot an MEB-Fahrzeugen: Bis 2023 wird Volkswagen insgesamt acht ID-Modelle und damit auch den MEB flächendeckend nach China bringen. Mit den erreichten Skaleneffekten können wir modernste Technologie erschwinglich anbieten - und so unsere Elektrooffensive weiter in die Breite tragen."

Gestreckter ID.4

Den China-ID.6 gibt es wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb und mit 180 PS, 204 PS oder 306 PS. Auf dem chinesischen Markt werden alle Versionen bei 160 km/h abregelt. 2,3 Tonnen wiegt der VW ID.6 und kommt mit Batteriepaketen von 62 beziehungsweise 82 kWh angeboten. Nach dem chinesischen Verbrauchszyklus China-NEDC liegt die Reichweiten 436 und 588 Kilometern.

Innen ist der VW ID.6 dem ID.4 sehr ähnlich. So gibt es animierte Instrumente mit einem betont kleinen Display nebst Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion hinter dem Lenkrad, ein zwölf Zoll großes Zentraldisplay in der Mitte der Armaturentafel und anders als auf dem europäischen Markt auch elektrische Ledersitze. Die zweite Sitzreihe, auf Wunsch auch beheizbar, lässt sich in der Länge verschieben und auf Wunsch ist auch das serienmäßige Panoramadach mit einer Öffnungsfunktion zu bekommen. Der VW ID.6 rollt auf 19 bis 21 Zoll großen Alurädern.

Die Masse macht es 

Volkswagen will, dass bis zum Jahre 2030 mindestens die Hälfte alle neu verkauften Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden. In China gehen dafür bis zum Jahre 2023 acht Modelle ID-Familie an den Start. Auch der VW ID.6 wird wohl 2022 nach Europa und in die USA kommen. Denn vor allem für den US-Markt ist der ID.4 zu klein. Auch in Europa könnten sich Familien, die das Platzangebot eines Family-Vans gewöhnt sind, eher mit dem längeren ID.6 anfreunden.

Generell ist die Zeit vorbei, nur ein paar ausgesuchte E-Modelle anzubieten. Um die Vorgaben von VW zu erreichen, muss die gesamte Palette elektrifiziert werden. Lange Zeit konnte Tesla die Spitzenstellung bei den E-Autos halten. Um die Kalifornier von dort zu vertreiben, setzten die etablierten Hersteller neben technischen Innovationen auf die Kraft der Masse. Die relativ kleine Modellpalette von Tesla soll von einer Armada von verschiedenen Autovarianten erdrückt werden.

Weniger schön für die europäischen Kunden: Im China-Markt wird mit dem spitzen Bleistift gerechnet. Dort wird der ID.5 für unter 35.000 Euro angeboten, hierzulande muss an für einen ID.4 schon mehr ausgeben.

Kra mit Pressinform

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