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Mazda3 Sport 2.0 l MZR-D: Mehr Kraft, mehr Saft

Nicht nur verlässlich, auch sportlich soll ein Mazda sein. Als Rennspitze der Flotte wurden die MPS-Modelle gelauncht. Nun bekommt man mit dem Zwei-Liter-Diesel großen Fahrspaß bei moderatem Verbrauch.

"Mazda, wer?" Den Mazda3 erklärt man am leichtesten mit den Worten: "Das ist der Golf von Mazda." Ein bitteres Verdikt für einen Wagen, der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Die Erklärung für die Ignoranz ist ganz einfach. Obwohl sich Mazda im schrumpfenden Markt sehr gut schlägt, kommt die ganze Mazda-Flotte auf 2,6 Prozent Anteil. Davon fährt der Kompakte zwar den größten Teil ein, Ruhm und Aufsehen muss er aber den Hinguckern Rx-8 und Mx-5 überlassen.

Dabei kann jeder sich ein Bild von den fahrerischen Qualitäten auch der anderen Baureihen machen. Fürs sportliche Mazda-Image sorgen die MPS-Geschosse - genau das sind die "GTI"s von Mazda. Für den sportlichen Geizhals wird nun der Dieselmotor mit zwei Litern Hubraum in den Mazda3 implementiert.

143 PS und ein Drehmoment von 360 Newtonmeter reichen für flotte Gangart bei 6 Litern Diesel auf 100 km. Etwas über 200 km/h Spitze und 9,9 Sekunden für den Sprint auf Hundert, also kann man mit Recht das Prädikat Sport verleihen. Wirklich flüsterleise verrichten die vier Zylinder ihren Dienst nicht - es rumpelt schon etwas. Gemeinsam mit dem Sechs-Gang-Handschalter überzeugt die Beschleunigung in jeder Alltagslage. Auf der Autobahn zieht der Wagen bis über 180 km/h flott durch, auf den letzten Kilometern erlischt die Dynamik. Angeschärft wurde dieser Mazda3 mit Zutaten aus dem MPS. Einfach grandios für einen Fronttriebler ist das kristallklare Einlenkverhalten und das sehr direkte Feedback durch die Fahrbahn. Ohnehin gehört das Fahrverhalten zu den Stärken der Baureihe.

Am Innenraum scheiden sich die Geister. Mazda verbaut garstig harte Kunststoffe, die jedoch nie billig wirken. Moderne Sportlichkeit ohne peinliche Ausrutscher, so lässt sich das Innere charakterisieren. Vier Personen finden gut Platz. Bei umgeklappter Rücksitzbank lassen sich 1300 Liter Ladung verstauen. Beim Preis beginnt der große Diesel bei 23.300 Euro, für die Variante "Sport Top" fallen 24.800 Euro. Dafür gibt es eine umfangreiche Ausstattung. Schon beim Sport sind Elektronisches Stabilitätsprogramm, Klimaautomatik, ein Audio-System mit CD-Spieler, Bordcomputer, Fensterheber, Nebelscheinwerfer, Metalic-Lackierung und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen mit dabei.

Gernot Kramper

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