HOME

Mercedes C 220 CDI: Sternstunde für Einsteiger

Sie ist der eigentliche Einstieg in die Mercedes-Welt: die C-Klasse mit dem Stern. Als robust und alltagstauglich gilt sie nach wie vor, zeitlos elegant - und mit Diesel ist sie sogar richtig sparsam.

Wer einen Mercedes kauft, der kauft nicht einfach nur ein Auto. Der Stern auf der Motorhaube steht nach wie vor für das Versprechen eines Rundum-Sorglos-Paketes mit zusätzlichem Image-Faktor. Daran haben auch die Negativschlagzeilen der vergangenen Jahre nicht wirklich was geändert: Einen "Daimler" kauft, wer genau weiß, was er will - und was er erwarten kann: Qualität, Perfektion und Image. Und Mercedes beginnt in den Köpfen der meisten immer noch nicht mit der A- oder der B-Klasse: Das Mercedes-Alphabet beginnt mit "C". Als die Sindelfinger 1983 den ersten "kleinen" Mercedes in den Markt schickten, geschah das eher widerwillig: Um die neuen amerikanischen Umweltgesetze zu erfüllen und den Flottenverbrauch zu senken brauchte man einfach ein kleines, relativ zu S- und E-Klasse sparsames Auto. Ohne C kein S, kein SL und kein E in USA. So einfach war das.

Immerhin, so hofften die Strategen in der Konzernzentrale, könnte ein günstiges Einstiegsmodell (den ersten C gab's für umgerechnet ca. 22.000 Euro) auch noch als kleine Dreingabe den Altersdurchschnitt der Mercedes-Käufer senken. Der lag damals auf Porsche-Niveau, gut jenseits der 50. Doch erst die aktuelle Auflage des kleinen Benz schaffte die angepeilte Verjüngung. Keine Frage: Der facegeliftete Mercedes brachte endlich einen frischen und dynamischen Schwung mit. Kein unbewusstes Suchen mehr nach der eingehäkelten Klopapierrolle auf der Heckablage - das war ein Mercedes, der den Geschmack neuer Zielgruppen traf. Und einer, der - anders als die gebeutelte E-Klasse - bislang weitgehend frei geblieben ist von geschäftsschädigenden Qualitätsproblemen. Hohen Anteil an der ungebrochenen Beliebtheit der kleinen Limousine mit dem Stern hat sicher auch die schier unbegrenzte Vielfalt an Motoren, Ausstattungen und Modellvarianten. Eine besondere Rolle spielen beim C seit der Markteinführung die Diesel. Und der beliebteste darunter ist im aktuellen Angebot der C 220 CDI mit 150-PS-Aggregat, Stufenheck und 6-Gang-Handschaltung. Unterm Strich gibt es keinen vernünftigeren C-Mercedes.

Kick the gas

Preiswertere, ja. Der C 180 Benziner ist als Einstiegsmodell in die C-Welt günstiger - so richtig Spaß macht der eher träge Motor allerdings nicht. Aufregendere auch: Wer richtig Speed und Fahrspaß will, muss für die Sechszylinder mit dem C schon richtig das Konto plündern. Oder sich gleich mit den drei Buchstaben AMG anfreunden. Da ist der C 220 CDI ein guter Kompromiss. Unter seiner Haube nagelt zwar das bau- und hubraumgleiche Aggregat wie im kleineren Bruder C 200 CDI - allerdings sind die 28 PS mehr, die die Ingenieure aus dem 220 CDI herauskitzeln, sehr deutlich im Alltag spürbar. Mehr C-Klasse braucht eigentlich niemand. Das deutlich agilere Temperament des 220 CDI macht sich allenthalben angenehm bemerkbar: Man kommt beim Überholen stressfreier und zügiger vorbei, das Einfädeln auf die Autobahn ist nicht mehr fremdbestimmt durch irgendwelche Hutträger, die nie auf die Idee kämen, geschwind mal auf die linke Spur zu wechseln. Kick the Gas - und keine Lücke ist zu weit weg, als dass man sie nicht noch erreichen sollte.

Von 0 auf 100 km/h spurt der Diesel in gut zehn Sekunden. Das reicht in der Regel, um nicht nur im Verkehrsstrom mit zu schwimmen sondern auch um selbst zu bestimmen, wo. Die Durchzugskraft, die das Drehmoment von 340 Nm ab 2000 U/min. bietet, langt für diese Form der Selbstbestimmung - und sorgt für eine lässig schaltfaule Gangart, wenn man es mal mehr relaxed will. Die Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h reicht ebenfalls völlig. Wer über die Nordschleife fliegen will, sitzt im C 220 CDI ohnehin falsch. Man kann mit dem Motor machen, was man will: Richtig laut wird er eigentlich nie. Und er ist durch das ganze Drehzahlband so, wie man ihn sich erwartet: kultiviert. Selbst das Diesel-Nageln ist nach ein paar Minuten Aufwärmen kaum noch aus dem moderaten Motorgrummeln herauszuhören. Angenehmer Nebeneffekt des Vorzeige-Motors: Ein günstiger Verbrauch von knapp unter acht Litern Diesel. Und ein Partikelfilter gibt es mittlerweile auch. Innen ist der kleine Mercedes ein richtiger Mercedes.

In der C-Klasse ist noch Luft

Gute Verarbeitung und hochwertige Materialien, wohin man blickt. Bei kaum einer anderen Automarke lässt sich zum Beispiel der Fahrersitz so vielfältig, genau und selbst für Basketballspieler ausreichend weit verstellen. Rauf, runter, nach hinten, nach vorne gekippt oder lieber steiler - die C-Klasse Sitzmöbel lassen sich perfekt anpassen. Und das Lenkrad in Höhe und Tiefe dazu passend verstellen. Wer in anderen Autos längst schon hinten an der Sitzschiene angelangt ist - in der C-Klasse ist noch Luft. Das allerdings bringt im Extremfall Probleme in der hinteren Reihe: Da kann es mit der Beinfreiheit ganz schön eng werden. Aber auch das ist relativ. Beim 3er-BMW geht es hinten ebenfalls nicht gerade freizügiger zu. Nicht nur die äußere Form ist jünger und dynamischer geworden - auch das sehr komfortabel und souverän abgefederte Fahrwerk reagiert sportlicher und direkter. Der C-Klasse Benz zirkelt brav und richtungsstabil um jede Kurve, reagiert prompt und ohne große Seitenneigung auf jede Lenkbewegung und antwortet allenfalls mit einem jederzeit leicht beherrschbaren Untersteuern. Wenn es eng wird, hilft das gut eingestellte ESP weiter. Das sorgt im übrigen auch dafür, das ein altes Mercedes-Thema kein Thema mehr ist: Schnee. Waren die heckgetriebenen Mercedes früher nur mit Sandsäcken im Kofferraum heil über den Winter zu bekommen, sorgen nun ESP und Traktionskontrolle dafür, dass man selbst aus zugeschneiten Parkbuchten problemlos wieder herauskommt.

Was es an Kritikpunkten gibt? Das, was sich bei Mercedes offenbar von Generation zu Generation weiter vererbt (und mit Sicherheit künftig auch weiter vererben wird): Die Lenkung vermittelt einen guten Kontakt zur Fahrbahn, könnte aber etwas direkter sein. Wenn Gepäck im ohnehin nur durchschnittlich großen Kofferraum liegt, kommt man weder an Werkzeug noch an Notrad ran. Die Scheibenwischer schmieren viel zu oft. Und auch, wenn die ordentlich gut abgestufte Handschaltung wieder einen Tick besser geworden ist - es hakelt gelegentlich immer noch. Der C 220 CDI ist ein Mercedes, so wie wir ihn nach wie vor erwarten: Solide, sicher, elegant, gut verarbeitet, ausgewachsen und wertbeständig. Aber auch mit Mercedes-Preis und –Aufpreisliste.

Jürgen Wolff/Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.