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Mercedes C 63 AMG Black Series: Terminator mit Stern

Mercedes setzt sich mit dem C 63 AMG Black Series die Rennsportkrone auf. Sportlicher ist eine Mercedes C-Klasse nie gewesen.

Abgesehen vom Supersportler Mercedes SLS ist der C 63 AMG Black Series der sportlichste Serien-Daimler, den es je gab. Ein Mercedes für diejenigen, denen ein C 63 AMG – egal ob als Limousine, Kombi oder Coupé – bei aller Leistung von bis zu 487 PS viel zu gewöhnlich ist. Die Black-Series-Version ist mit 517 PS gewaltiger als sie es je war. Der mächtige Sauger stellt dem Piloten ein maximales Drehmoment von 620 Nm zur Verfügung. Die Nordschleife des Nürburgrings umkurvt die Schwaben-Granate in kaum mehr als 7.40 Minuten.

Das zeigt er eindrucksvoll. Mit donnerndem V8-Sound geht es in dem 1,7 Tonnen schweren Bolide auf der Rennstrecke im kalifornischen Laguna Seca bergauf die schnelle Linkskombination Richtung Unterführung und später weiter zur legendären Corkscrew- Corner, die vielen Fahrern im Rennen schon zum Verhängnis geworden ist. Das Fahrverhalten des AMG-Coupés präsentiert sich dabei als betont neutral und schlicht grandios. Neben dem perfekten Einlenkverhalten gefällt die bissige Hochleistungsbremsanlage sowie die Art und Weise, wie der Schwabe Dank Rennreifen und der um 40 bzw. 79 Millimeter verbreiterten Spur seine gewaltige Leistung auf die Piste zaubert. Einzig die Rennsportautomatik zeigt bei schnellen Gangwechseln hinauf oder herunter bisweilen ihren Missmut und ändert die Schaltstufe erst mit leichter Verzögerung. 0 auf Tempo 100 schafft das neueste AMG-Modell in 4,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 300 km/h elektronisch abgeriegelt. Für einen derartigen Rennwagen hält sich mit 12,2 Litern sogar der Normverbrauch in einem vertretbaren Rahmen.

Mercedes C 63 AMG Black Series: Der böse Benz
Die Black-Series-Version ist mit 517 PS gewaltig. Der mächtige Sauger stellt dem Piloten ein maximales Drehmoment von 620 Nm zur Verfügung

Die Black-Series-Version ist mit 517 PS gewaltig. Der mächtige Sauger stellt dem Piloten ein maximales Drehmoment von 620 Nm zur Verfügung

Der 6,3 Liter große Sauger schlägt zu

Während die AMG-Versionen von ML, CLS und S-Klasse mittlerweile von einem 5,5 Liter großen Doppelturbo mit bis zu 571 PS nach vorne gepeitscht werden, sorgt im Vorderwagen des C 63 AMG Black Series nach wie vor ein 6,3 Liter großer Sauger für emotionale Wutausbrüche. Dabei macht sich das Plus an Motorleistung gegenüber dem normalen Modell weit weniger bemerkbar als die zahlreichen Veränderungen am Fahrwerk. So sind die Kotflügel des brüllenden Affalterbachers an der Vorderachse um jeweils 28 Millimeter und an der Hinterachse um 42 Millimeter breiter als das normale Modell. Ein Grund dafür, weshalb sich das aktuell sportlichste Mercedes-Coupé auf der Rennstrecke derart beeindruckend in das Gehirn des Piloten brennt. Hält sich der normale C 63 AMG optisch betont zurück, so präsentiert sich die Black-Series-Version auf dem Tanzparkett von Laguna Seca in einem völlig anderen Licht. Neben den wuchtigen Kotflügelverbreitungen gibt es gewaltige Kühlöffnungen und auf Wunsch ein polarisierendes Spoilerpaket aus Karbon. Dabei fallen die kleinen Flaps an den Außenseiten des Frontspoilers weit weniger unangenehm ins Auge wie der gigantische Heckflügel, die das C-Klasse Coupé zu einem imaginären Hauptdarsteller im nächsten Fast-and-Furious-Streifen werden lässt.

Rennspoilersatz für die Rundenzeiten

Der Innenraum zeigt sich sportlich, aber nicht puristisch. Die engen Sportschalensitze sind allemal komfortabel und das Wildledersteuer liegt perfekt in der Hand. Dass die beiden Rücksitze aus dem Fond gestrichen wurden ist ebenso sinnvoll wie die Übernahme zahlreicher Komfortmodule wie Klimaautomatik, Navigationssystem oder High-End-Soundsystem. Das Laderaumvolumen liegt bei 450 Litern. So schleicht sich der Mercedes C 63 AMG Black Series für mindestens 115.430 Euro wenn gewünscht auch ins wohl betuchte Alltagsleben. Für knapp 6.000 Euro gibt es empfehlenswerte Track-Paket und für knapp 8.000 Euro den erweiterten Rennspoilersatz, der das Auge wenig verzückt, jedoch für verbesserte Rundenzeiten sorgt.

Stefan Grundhoff, Press-Inform
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.