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Neuvorstellung: Mazda 6 2.2 CD: Es geht auch größer

Jahrelang waren Diesel für Mazda unbekanntes Terrain. Doch im Rahmen von Zoom-Zoom zeigen die Japaner seit längerem, dass sie auch Selbstzünder bauen können. Der neue Diesel kommt zunächst im Mazda 6.

Während die Konkurrenz in Sachen Diesel verstärkt auf kleinere Hubräume und Doppelaufladung setzt, gehen die Japaner einen anderen Weg - zumindest zunächst. Der neue 2,2 Liter große Commonrail-Diesel wird das erfolgreiche Zweiliter-Aggregat ablösen. Der leistete rund 140 PS und befeuerte die Modelle Mazda 5 und Mazda 6.

Doch für den neuen Sechser und insbesondere den sportlichen SUV CX-7 brauchte man mehr Power. Die Konkurrenz fuhr den Japanern in Sachen Leistung zuletzt davon und bot bereits zwischen 170 und 210 PS. Und der CX-7 ist seit Marktstart vor eineinhalb Jahren allein mit einem 2,3 Liter großen Turbo-Direkteinspritzer zu bekommen. Händlerschaft und Kunden erwarten sehnlichst einen sparsamen Diesel.

Der neue Volumendiesel basiert technisch auf seinem Vorgängertriebwerk, hat jedoch 0,2 Liter mehr Hubraum. Der obere Teil des insgesamt rund 180 Kilogramm schweren Triebwerks ist aus Grauguss, der untere Teil aus Aluminium. Der 15-Ventiler verfügt über zwei oben liegende Nockenwellen, die von einem neuen Kettenantrieb angetrieben werden.

Durch einen veränderten Turbolader, reibungsarme Rollenschlepphebel und variable Schaufeln leistet der neue Diesel in der größten Ausführung 136 kW/185 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Trotz dem Leistungsplus von 45 PS und 70 Nm Drehmoment hat sich der Normverbrauch im Vergleich zum alten Antrieb mit 5,6 Litern Diesel auf 100 Kilometern nicht verändert. Die Höchstgeschwindigkeit sollte bei knapp 220 km/h liegen.

Bei den ersten Testfahrten zeigt sich der Vierzylinder-Selbstzünder erwartet kraftvoll und betont laufruhig. Für die Beschleunigung 50 bis 100 km/h benötigt der Mazda 6 1,7 Sekunden weniger als bisher. Doch 400 Nm Drehmoment und 185 PS scheinen die Grenze dessen zu sein, was der Frontantrieb bei schlechter Straße oder widrigen Wetterbedingungen auf selbige bringen kann.

Annehmlichkeiten

Eine sinnvolle Allradversion bleibt ebenso wie ein wünschenswertes Automatikgetriebe zunächst einmal außen vor. Beides sollte es beizeiten jedoch geben, weil die Konkurrenz derartige Annehmlichkeiten längst im Angebot oder in kurzfristiger Vorbereitung hat.

Die aktuelle neue Dieselmotorengeneration des Mazda 6 wird ab Anfang 2009 in drei Leistungsstufen mit rund 130, 165 und 185 PS angeboten. Die Verbräuche werden unabhängig von der Leistung auf gleichem Niveau liegen.

Eine Start-Start-Automatik bekommt der Mazda 6 kurzfristig jedoch nicht. Diese ist ab dem Modelljahr 2011 zu erwarten, wenn eine komplett neue Dieselfamilie auf den Markt kommt. Hier arbeiten die Zoom-Zoom-Japaner an kleineren Hubräumen und doppelter Turboaufladung.

Im Gegensatz zum Mazda 6 kann sich der zum Jahreswechsel auf den Markt kommende Mazda 3 auf eben diese Start-Stopp-Automatik freuen. Sie bleibt jedoch zunächst dem in Europa wenig begehrten Zweiliter-Benziner (Mazda 3 2.0 DISI) vorbehalten. Dieser wird Dank Direkteinspritzung 151 PS leisten. Turbolader sind für die neuen Benziner ebenfalls erst ab 2011 in Planung. Der neue Mazda 3 wird jedoch ebenfalls den neuen 2,2-Liter-Selbstzünder bekommen.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM
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