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Rivian R1S und RT1: Elektro-Doppel

Tesla kann schon einmal die Gurte strammziehen. Der kalifornische Elektromobilitätskonkurrent Rivian will mit seinem schlagkräftigen Doppel bestehend aus einem SUV und einem Pick Up für Furore sorgen.

Das SUV Rivian R1S ist 5,04 Meter lang

Das SUV Rivian R1S ist 5,04 Meter lang

Rivian, das klingt zunächst, wie eine Variante eines französischen Mineralwassers. Doch das in Irvine Kalifornien beheimatete Start-up will in den USA den Automobilmarkt aufmischen. Die Erfolgsformel ist einfach: Man nehme eine Plattform für Elektroautos, die viel Leistung und eine große Reichweite verspricht, setze entweder einen SUV oder einen Pick-up darauf und schon hat man im Heimatmarkt Erfolg.

Elektro-Doppel
Das SUV Rivian R1S ist 5,04 Meter lang

Das SUV Rivian R1S ist 5,04 Meter lang

Basis der zwei Modelle ist die Skateboard-Plattform, die ihren Namen aufgrund ihres Aussehens hat und in der die Akkus, die Antriebseinheiten, das Thermosystem, die Bremsen sowie das Fahrwerk untergebracht sind. Letzteres besteht aus einer Doppelquerlenker-Vorderachse und einer Multi-Link Hinterachse, also eine Abstimmung, die eine vernünftige Agilität verspricht. Das ist auch nötig, denn die beiden Karosserieversionen wiegen jeweils knapp 2,7 Tonnen. Die Luftfederung garantiert den Komfort trotz dieses Gewichts.

Vier Motoren mit jeweils 147 kW / 200 PS sorgen für Vortrieb. Je nach Batteriegröße beträgt die Gesamtleistung 300 kW / 408 PS, 522 kW / 710 PS oder 562 kW / 764 PS. Dementsprechend haben die Akkus eine Kapazität von 105 Kilowattstunden, 135 kWh oder 180 kWh bei der Topversion. Das Drehmoment beträgt 560 Newtonmeter bei der Basisvariante und 1.120 Nm bei den beiden stärkeren Modellen. Die stärkste Version schafft den Standardsprint von null auf 100 km/h in rund drei Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 201 km/h begrenzt. Geladen wird entweder mit einem elf kW Typ2 Bord-Ladegerät oder einer 160 kW Schnellladestation, mit der innerhalb von 30 Minuten rund 320 Kilometer Reichweite möglich sind.

Mit einer Länge von 5,48 Metern dürfte sich der Pick-up (R1T) harmonisch in das amerikanische Straßenbild eingliedern. Dagegen ist das SUV (R1S), in dem bis zu sieben Personen Platz finden, mit 5,04 Metern fast schon zierlich. Bei einem Fahrzeug aus Kalifornien spielt die Konnektivität eine große Rolle. Jedes Rivian-Modell ist in eine Cloud eingebunden und kann so Daten austauschen. Als Bedienungszentrale dient ein großer 15,6 Zoll Touchscreen, die digitalen Instrumente werden auf einen 12,3 Zoll Monitor dargestellt, während die Passagiere im Fond mit einem 6,8 Zoll Touchscreen-Bildschirm ausgestattet sind.

Bis geplanten zum Start der Auslieferungen Ende 2020 will Rivian die beiden Fahrzeuge zum autonomen Fahren Level drei befähigen. Die Preise beginnen bei 61.500 US Dollar für den Rivian R1T und 65.000 US-Dollar für den R1S. Bei der Vorbestellung sind 1.000 US-Dollar zu zahlen, produziert werden die Fahrzeuge in einer neuen Fabrik in Normal im US-Bundesstaat Illinois. Zunächst sollen die Top-Versionen mit den stärksten Motoren, den größten Batterien und der umfangreichsten Ausstattung gebaut werden.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.