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Neuer Skoda Fabia: Besser und billiger als der Polo

Der neue Skoda Fabia ist da und auf einmal sieht der VW Polo ganz alt aus. Der günstige Konzernbruder ist einfach das bessere Auto.

Die dritte Generation des Skoda Fabia steht ab 15. November beim Händler. Qualität, Komfort und Sicherheit haben gegenüber dem Vorgänger deutlich zugelegt.

Die dritte Generation des Skoda Fabia steht ab 15. November beim Händler. Qualität, Komfort und Sicherheit haben gegenüber dem Vorgänger deutlich zugelegt.

Die Schonzeit im Volkswagenkonzern sind vorbei: Der Octavia macht Jagd auf Golf oder Jetta und dem Passat wackeln bereits die Knie, wenn er im kommenden Frühsommer an den nächsten Skoda Superb denkt. Aktuelles Opfer ist der VW Polo, denn der neue Fabia hat nicht nur optisch, sondern auch technisch deutlich gewonnen.

Besonders der Breitenzuwachs von fast zehn Zentimetern tut dem Fünftürer bei Fahrverhalten und Auftreten gut. Das Design: innen wie außen markiger und sehenswerter als bisher, ohne dabei auch nur einen Hauch Aufregung zu verbreiten. Das Platzangebot im Innenraum liegt nicht zuletzt dank des um fünf Zentimeter nach vorne gerückten Triebwerks auf oberem Klassenniveau; der 330 bis 1150 Liter große Laderaum sogar darüber. Wem das nicht reichen sollte: den Skoda Fabia gibt es bald auch wieder als Kombivariante.

Die Sitze sind besonders in der sportlichen Ausführung bequem und vier Personen haben im solide verarbeiteten Innenraum allemal Platz, wenngleich man keinen Gedanken daran verschwenden sollte, dass im Fond auf längeren Strecken größere Personen oder gar drei Insassen Platz nehmen könnten. Das Cockpit ist praktisch und übersichtlich, wenngleich der besondere Pfiff oder gar ein individueller Chic fehlen.

Skoda Fabia 1.2 TSI: Volksbegehren
Skoda Fabia 1.2 TSI - macht Jagd auf den VW Polo

Skoda Fabia 1.2 TSI - macht Jagd auf den VW Polo

Liebe Mühe mit der Vernetzung

Ohne Vernetzung muss es in der heutigen Zeit kein neues Modell mehr versuchen - gerade nicht in den Einsteigersegmenten. Optional gibt es für den Skoda Fabia ein Radio mit einem 6,5 Zoll großen Multifunktionsbildschirm, auf dem sich via MirrorLink das eigene Smartphone spiegeln lässt. Kostet in der mittleren Ausstattungsvariante 650 und beim Topmodell Style gerade einmal 220 Euro - hier sogar inkl. Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Multifunktionslenkrad. Bis ins nächste Jahr hinein bleiben iPhones bei der Fabia-Konnektivität jedoch außen vor und auch die Navigationssoftware eines angebundenen HTC-Smartphones schlägt sich in der Praxis alles andere als überzeugend. Kein frei verstellbarer Maßstab, mäßige Kartendarstellungen und verwirrende Ansagen. Hier muss schnell nachgebessert werden, da ein fest verbautes Navigationssystem nicht mehr verfügbar ist.

Dafür können Insassen über die so genannte SmartGate verschiedene Apps über das eigene Smartphone nutzen; mehr oder weniger sinnvoll, aber eben voll im Trend. Virtuell gibt es so Informationen über Verbrauch, Leistungsdaten, Fahrzeugdaten oder Motorsound - fast wie bei einem Sportwagen.

Fahrverhalten ohne Schwächen

Das Motorenspektrum des 3,99 Meter langen Skoda Fabia reicht vom 60 PS Benziner bis hin zum 110 PS starken Topmodell 1.2 TSI. Wer knausern will, kann sich auch für einen der beiden 1,4-Liter-Diesel entscheiden, die muntere 90 oder 105 PS leisten. Dabei sind die Benziner sparsam genug, auch wenn der Vierzylinder des Fabia 1.2 TSI in der Realität bei ersten Testfahrten deutlich über sechs Liter verbraucht, statt mit den versprochenen 4,8 Liter zu glänzen.

Der kleine Vierzylinder zieht dank der Aufladung flott durch, da ab 1.400 U/min ein maximales Drehmoment von 175 Nm zur Verfügung steht. 0 auf Tempo 100 schafft der Fronttriebler in 9,4 Sekunden und schafft eine geradezu sportliche Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h. Der mit 90 oder 110 PS verfügbare Turbo-Direkteinspritzer ist eine gute Wahl, wobei die schwächere Version allemal ausreicht. Exzellent spielt sich auf jedem Fahrbahnbelag das gut abgestimmte Fahrwerk in den Vordergrund, das in verschiedenen Tempi straff und komfortabel zugleich abfedert ohne den Fabia eine Spur schwammig erscheinen zu lassen. Zum guten Fahrgefühl trägt neben der etwas zu leichtgängigen Servolenkung auch das geringe Fahrzeuggewicht von kaum über 1,1 Tonnen bei.

- Im Kofferraum des Skoda Fabia können nun 330 Liter an Gepäck verstaut werden. Liegen die Rücksitzlehnen flach, steigt das Volumen auf bis zu 1150 Liter.

- Im Kofferraum des Skoda Fabia können nun 330 Liter an Gepäck verstaut werden. Liegen die Rücksitzlehnen flach, steigt das Volumen auf bis zu 1150 Liter.

Attraktive Preise

Bei den Sicherheitssystemen muss beim Fabia im Vergleich zur Konkurrenz ein Basispaket reichen. Der sinnvolle City-Stopp-Assistent ist ab der mittleren Ambition-Ausstattungsvariante serienmäßig. Schade, dass Müdigkeitswarner und Berganfahrhilfe 50 bzw. 70 Euro Aufpreis kosten. Xenon- oder gar LED-Scheinwerfer sind abgesehen vom Tagfahrlicht jedoch nicht verfügbar. Der Basispreis für den 60-PS-Einsteiger Skoda Fabia 1.0 MPI liegt ab dem 15. November bei 11.790 Euro. Dafür gibt es sonst gerade einmal den neuen Smart Forfour. Das sportlich motorisierte Topmodell Fabia 1.2 TSI kostet in der Ambition-Variante mindestens 16.770 Euro. Für ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe kommen nochmals 1400 Euro hinzu. Muss aber nicht sein, denn die leichtgängige Handschaltung überzeugt ebenso wie das Gesamtpaket.

Press-Inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.