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Neuer Skoda Fabia: Schön und nicht nur praktisch

Der neue Skoda Fabia hat das Design entdeckt: Statt der alten Biederkeit gibt es einen flotten Coupé-Look. Aber auch Innenraum und Verbrauch stimmen. Jetzt wird es eng für den Polo.

Der neue Fabia sieht deutlich dynamischer als der Vorgänger aus.

Der neue Fabia sieht deutlich dynamischer als der Vorgänger aus.

Der neue Skoda Fabia legt viel mehr Wert auf flottes Aussehen, als sein braver Vorgänger. Das sieht man an den schmalen, scharfen Scheinwerfern, dem breiteren Kühlergrill und vor allem an den Proportionen. Der neue Fabia ist acht Millimeter kürzer, neun Zentimeter breiter und 31 Millimeter flacher. Damit bricht er mit dem schmalen, stelzigen Aussehen des alten Modells. "Ohne Emotion geht es nicht", kommentiert Skoda-Chef Winfried Vahland die neue Philosophie der tschechischen VW-Tochter. Deswegen ist das Blechkleid des Tschechen-Polos deutlich markanter als bisher. Viele Kanten und scharfe Linien verleihen dem Fabia einen sportlicheren Auftritt.

Skoda Fabia 1.0 MPI: Jetzt mit Stufe
Das Heck ist markanter als zuvor

Das Heck ist markanter als zuvor

Platz wie früher im Golf

Im Innenraum wird die Verwandtschaft zu den VW-Modellen deutlich. Das Cockpit ist übersichtlich und die Verarbeitung Skoda-typisch solide, auch wenn Hartplastik regiert. Beim Platzangebot und der Technik profitiert der tschechische Kleinwagen vom Modularen Querbaukasten (MQB), auf dem auch der Golf 7 und der Audi A3 basieren. Der Motor ist um fünf Zentimeter nach vorne gerückt. Deswegen ist im Innenraum des Kleinwagens mehr Platz. Wählt man die Sportsitze, sitzt man vorne richtig bequem. Dank der schmalen A-Säulen, die eine Kante statt einer Rundung haben, genießt man auch eine sehr gute Rundumsicht. Diese Änderung hat VW-Chef-Martin Winterkorn persönlich durchgesetzt. Die Raum-Opulenz setzt sich im Fond fort. Selbst große Menschen logieren dort problemlos und durchaus bequem. Der Kofferraum fasst 330 Liter, legt man die Rückbanklehne um, werden 1150 Liter daraus - ein Spitzenwert im Kleinwagen-Segment. Trotz des flotten Aussehens geht Skoda beim Nutzwert keine Kompromisse ein.

Pfiffige Idee: An den Seitenwänden des Kofferraums können hohe Plastikwände befestigt werden, die verhindern, dass allerlei Krimskrams durch die Gegend fliegt. Die Ladekante ist knapp 66 Zentimeter hoch. Das ist in Ordnung. Allerdings muss das Gepäck über diese Barriere gewuchtet werden, da der Kofferraumboden etwas tiefer liegt.

Bring das Smartphone mit ins Auto

Die Technik des Infotainmentsystems stammt ebenfalls von VW. Wie beim aktuellen Polo setzen die Tschechen auf Mirror-Link und spiegeln so die Apps des Smartphones auf den 6,5-Zoll-Bildschirm. Momentan klappt das nur mit Android-Geräten, die Apple-Gemeinde bleibt außen vor. Allerdings tüfteln die Skoda-Techniker schon an Möglichkeiten, alle Betriebssysteme einzubinden. "Wir können den Krieg Apple gegen Google nicht gewinnen. Wir müssen dem Kunden das geeignete System zur Verfügung stellen, um sein Smartphone zu nutzen", erklärt Dr. Stefan Ortmann, Leiter der Elektronik-Entwicklung bei den Tschechen. Unter dem Titel "Smartgate" werden bald Apps zu haben sein, mit denen der Fahrzeugbesitzer allerlei Spielereien nutzen kann: Ein virtuelles Cockpit ist ebenso vertreten, wie ein Ball, der wie bei Porsche, die G-Kräfte misst, und über die Radiolautsprecher kann der Innenraum mit einem Wunsch-Motorensound beschallt werden. Wer will, kann seine Fahrtstrecke aufzeichnen oder sich zum Benzinsparer erziehen lassen.

Sparwerte beim neuen Diesel

Damit dieses Vorhaben auch gelingt, gibt es eine komplett neue Motorenpalette aus drei Diesel und vier Benzinern. Alle Selbstzünder sind Dreizylinderaggregate mit einem Motorblock aus Aluminium, statt wie bisher aus Grauguss. Vor allem der 1,4 TDI-Diesel mit 105 PS macht dank des maximalen Drehmoments von 250 Newtonmetern richtig Spaß und lässt sich schaltfaul fahren. In Kurven macht sich das geringere Gewicht des Motors positiv in einer geringeren Untersteuerneigung bemerkbar. Die elektromechanische Lenkung hält jetzt auch im Fabia Einzug und unterstützt die Kurvenfreude, auch wenn sie es etwas an Rückmeldung fehlen lässt. Das Fahrwerk überzeugt ebenfalls durch einen guten Kompromiss von Komfort und sportlicher Straffheit. Diese Abstimmung ist durch das Verwenden fester Stähle möglich. Der Durchschnittsverbrauch von 3,5 Litern Diesel auf 100 km garantiert, dass das Vergnügen auch ohne große Tank-Sühne bleibt.

Benziner hat Durst

Auch der neue 1,0-Liter-Liter-Benziner gefällt. In der Stadt und auf Landstraßen hält der Skoda mit einem maximalen Drehmoment von 95 Newtonmetern mit, auch wenn man hin und wieder zum Schaltknüppel greifen muss. In 14,7 Sekunden beschleunigt der Fabia von null auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 172 km/h. Allerdings wird es ab 140 km/h etwas zäh. Skoda gibt den Durchschnittsverbrauch mit 4,8 l/100 km/h an. Bei ersten Testfahrten zeigte die Benzinuhr 6,6 l/100 km an. Trotz der ambitionierten Fahrweise ist die Diskrepanz zu groß.

Bei den Preisen erwartet die Käufer keine böse Überraschung. Bei rund 11.700 Euro geht es los. Ab dem 15. November steht der Fabia beim Händler. Später kommt noch der in Deutschland beliebte Kombi. Der neue Fabia hat das Zeug zum Erfolgsmobil und dürfte in Deutschland auch dem Polo das Leben schwer machen.

Press-Inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.