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Smart electric drive: Zweiter Akt

Die kleine gelbe Pyramide mit dem Hochspannungslogo auf der geöffneten Heckklappe zeigt, dass es sich um keinen gewöhnlichen smart handelt. Die zweite Elektro-Generation des Fortwo ist nun da.

Smart goes Elektro, zweiter Akt. "Dieser Fortwo ist eines unserer ersten Modelle, die wir für die Abschlusstests aufgebaut haben", sagt Volker Störkmann, Projektleiter des Smart Fortwo electric drive. "Insgesamt gehen 16 dieser Fahrzeuge in den finalen Dauerlauf. Die Akkus von Tesla wurden in unserem Entwicklungszentrum eingebaut."

Störkmann ist zufrieden mit den vergangenen Wochen. Dass die erst vor wenigen Monaten öffentlich gemachte Kooperation zwischen der Daimler AG und Tesla derart schnell greifbare Ergebnisse bringen würde, hatten nur wenige erwartet. Der Daimler-Konzern ist mit zehn Prozent bei Tesla Motors beteiligt und sichert sich dadurch weit reichende Elektronikkompetenz. Das erste Fahrzeug, das davon profitiert, ist nun der neue Fortwo ed. Dessen zweite Generation wird nun erstmals mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet sein.

Bereits seit 2007 sind im Stadtverkehr von London 100 Elektro smart der ersten Generation unterwegs. Der nahezu lautlose Stadtfloh fuhr sich nach kurzer Zeit in die Herzen der britischen Testteilnehmer. Schließlich kommt man mit dem Kleinen nicht nur um die lästige Parkplatzsuche herum, sondern auch um die teure Citymaut.

Mussten sich die Elektrofans an der Themse dabei bisher mit der ersten Smart-Generation zufrieden geben, so ist der E-Antrieb bald auch im aktuellen Modell zu bekommen. Das präsentiert sich nicht nur optisch auf dem neuesten Stand - auch technisch hat sich einiges getan.

Kultcharakter

Die wichtigste Änderung ist die neue Speichertechnik. Das Lithium-Ionen-Akkupack mit 14 kWh ist platzsparend zwischen den beiden Achsen untergebracht. Produziert werden die Akkus bei Tesla in Kalifornien. Beim Gewicht hat sich kaum was getan: Mit 140 Kilogramm ist der Lithium-Ionen-Akku fast so schwer wie die Vorgängerbatterie.

Doch arbeitete die erste Akku-Generation noch in einem Hochtemperaturumfeld von 250 bis 300 Grad Celsius, so werkelt die neue bei Umgebungstemperatur. "Der Akku ist dort, wo sonst auch der Benzintank untergebracht ist", erläutert Störkmann die Technik des Prototypen. "Durch das Gewicht der Batterie hat der Smart sogar einen niedrigeren Schwerpunkt als der Verbrenner."

Im Vergleich zu den konventionellen smart Modellen wiegt der ed gerade mal 100 Kilogramm mehr. Im Heck des rund drei Meter langen Cityflitzers arbeitet gewöhnlich ein Benziner oder ein Dieseltriebwerk. Beim Fortwo ed sorgt ein 30 kW/45 PS starker Elektromotor für flotten Vortrieb. Von 0 auf 60 km/h schafft es der mobile Energieriegel Dank 120 Nm maximalem Drehmoment in 6,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 100 km/h begrenzt. Der Smart Fortwo ed fährt dabei mit einem einzigen Gang - in beide Richtungen: Geht es rückwärts, dreht der Elektromotor einfach in Gegenrichtung. Die Reichweite mit einem vollen Akku liegt bei 115 Kilometern - gerade 15 Kilometer mehr als bei den "alten" Londonversionen.

"Der Fortwo electric drive der zweiten Generation basiert auf einem erfolgreichen Fahrzeugkonzept mit Kultcharakter", sagt Marc Langenbrinck, bei smart verantwortlich für die Marke. "Sein elektrischer Antrieb macht ihn zu einem idealen Automobil für die Stadt: agil, sparsam und klimafreundlich."

Eine Füllung für zwei Euro

Um den leeren Akku aufzuladen, muss der smart für maximal acht Stunden an die Steckdose. Für einmal Tanken zu 20 bis 80 Prozent liegt die Ladezeit bei 3,5 Stunden. Eine Füllung kostet dabei gerade mal zwei Euro.

Von außen ist der Elektro-Smart dabei nicht von seinen benzin- und dieselbetriebenen Brüdern zu unterscheiden. Alles ist da, wo man es gewohnt ist. Einzig an Stelle der Tankuhr gibt es eine Ladestands-Anzeige der Batterie und einen Amperemeter, der über die Rekuperation (Energie-Rückgewinnung) informiert.

Die Technik gibt es nur unter der Klappe im Laderaum zu bestaunen. Die Klappe gibt den Blick frei auf den modifizierten Elektromotor mit seinen Nebenaggregaten. Der gesamte Antrieb im Heck bringt rund 100 Kilogramm auf die Waage.

Ab 2012 im smart Modellprogramm

Ab November laufen in Hambach die ersten Smart Fortwo ed vom Band. Die Ausstattung aller Fahrzeuge ist mit elektrischen Fensterhebern, Lederlenkrad, Alufelgen und Klimaautomatik identisch mit den normalen Passion-Modellen. Ab Ende des Jahres werden die ersten Modelle an ausgewählte Leasingkunden ausgeliefert. Die werden die Fahrzeuge vier Jahre und bis zu 60.000 Kilometer fahren.

Die ersten Elektro-Smarts gehen an das Berliner Projekt "e-mobility". Weitere Fahrzeuge werden in Metropolen wie Mailand, Hamburg, Paris, Rom und den USA eingesetzt. Ab 2012 soll das Elektromobil dann im normalen smart Modellprogramm für jedermann zu haben sein.

Stefan Grundhoff/PressInform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.