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Neuer Smart Fortwo und Forfour: Jetzt kommt der Smart der dritten Generation

Da steht der neue Smart - und zwar gleich im schmucken Doppelpack. Das smarte Daimler-Paket aus Fortwo und Forfour soll die Kleinwagenwelt auf den Kopf stellen. Kommt jetzt der Durchbruch?

Die dritte Smart-Generation soll es endlich richten. Nachdem die ersten beiden Modellfamilien statt des gewünschten Erfolgs die Daimler-Bilanzen mehr belasteten, denn glänzten, heißt es für die Schwaben diesmal: aller guten Dinge sind drei. Der neue Smart, überhaupt nur durch die Zusammenarbeit mit Renault möglich geworden, soll es richten. Die Kleinwagenwelt hat der Smart Fortwo bereits bei seiner Geburt Ende der 90er Jahre neu definiert. Jetzt soll er auch Geld verdienen und damit die Kleinwagenwunden von Daimler lindern.

Daher wird der Smart III kein Einzeltäter bleiben. Neben dem 2,69 Meter langen Zweisitzer Fortwo aus dem Stammwerk in Hambach kommt zeitgleich der Smart Forfour, der sich eine technische Plattform mit dem neuen Renault Twingo teilt und auch in dessen Werk in Novo Mesto vom Band läuft. Preislich wird es für den Fortwo bei knapp 11.000 Euro losgehen; der Forfour ist gerade einmal 600 Euro teurer. Beide feiern nach der Weltpremiere in Berlin und dem Messeauftritt in Paris ihre Markteinführungen im November.

Passion, Prime und Proxy

Lange suchte Daimler nach einem Kooperationspartner und wurde kurz vor Toreschluss bei Renault-Nissan fündig. Eine französische Pille, die vier Jahre so manches Mal Hals- und Bauchschmerzen bereitete. Das Design der neuen Smarts: deutlich erwachsener als bei den Vorgängern. Selbstbewusstes Gesicht, markante Seitenansicht und cooles Heck. Insbesondere der Breitenzuwachs um rund zehn Zentimeter macht sich gerade beim Fortwo angenehm bemerkbar. Die Spur wuchs um fast 20 Zentimeter. Im Innern geht es nach wie vor kunterbunt zur Sache; jedoch wertiger als bisher. Zudem lässt es sich deutlich bequemer als bisher sitzen. Neu sind die drei Ausstattungsvarianten Passion, Prime und Proxy.

"Mit einer Länge von knapp 3,50 Metern ist er kürzer als ein Fiat 500", sagt Smart-Chefin Dr. Annette Winkler. Das smarte Doppelpack wird von einem Dreizylinder im Heck mit knapp 900 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben. "Zunächst wird es zwei Leistungsstufen mit 52 kW/71 PS und 66 kW/90 PS geben", so Entwicklungsleiter Markus Riedel.

Die kleinere Variante soll dabei 4,2 Liter Super verbrauchen. Für ein Auto dieser Liga kaum ein grandioser Wert. Wegen der geringen Ertragschancen bleibt ein Dieselmotor diesmal außen vor. Zudem gibt es ein Einstiegsmodell mit dünnen 44 kW/60 PS und die später geplante Brabus-Version lässt den Dreizylinder mit über 110 PS schnattern.

Keine sieben Meter Wendekreis

Vorbei ist es mit den ruckelnden Schütteleien beim Schaltvorgang, die die Fahrer des ersten Smart bis zur Genickstarre nervten und auch bei Generation zwei für Ärgernisse sorgten. "Es wird den Smart mit einer Handschaltung und einem Doppelkupplungsgetriebe geben", erklärt Markus Riedel. Die sechsstufige Doppelkupplungsvariante trägt den Namen Twinamic. "Die neuen Smart Fortwo und Forfour übernehmen das bewährte Konzept, bieten aber von fast allem noch mehr - mehr Platz, mehr Farbe, mehr Ausstattung", so Dr. Annette Winkler, "und noch mehr Freude in der Stadt. Nur die Fahrzeuglänge bleibt mit 2,69 Metern so einmalig kurz wie bisher."

Die Triebwerke knattern im Heck und die Tridion-Sicherheitszelle blieb trotz der französisch-deutschen Kooperation ebenfalls erhalten. Spektakulär: die 6,95 Meter Wendekreis des Fortwo. Der Viertürer wendet mit 8,65 Meter ebenfalls fast auf der Stelle. Das Kofferraumvolumen liegt bei 260/350 (Fortwo) und 185/975 Litern (Forfour).

Als Sonderausstattung ist der Viertürer mit Wendekissen für die Rücksitze verfügbar. Mit einem Handgriff lassen sich die hinteren Sitze umdrehen und dabei absenken. So entsteht im Innenraum eine um zwölf Zentimeter größere Ladehöhe, die sich dank der im Winkel von fast 90 Grad öffnenden Fondtüren einfach nutzen lässt. Ebenfalls neu: die umfangreiche Sicherheitsausstattung mit Assistenten für Seitenwind, Spurhalten und Abstand sowie zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.

Stefan Grundhoff/press-inform / press-inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.