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Subaru WRX STI: Biest mit Bügelbrett

Die Zeichen stehen auf Angriff: Mit einer Lufthutze inmitten der Motorhaube verspricht der Subaru WRX STI ein leistungsstarkes Fahrvergnügen.

Nicht nur auf der Rennstrecke macht der 4,42 Meter lange Japaner eine gute Figur. Ein permanenter Allradantrieb bringt die Leistung auch abseits befestigter Straßen zur Geltung. Zündet der Turbo des Boxermotors, werden Fahrer und übrige Passagiere in die gut konturierten Sportsitze gepresst. Aus 2,5 Litern Hubraum schöpft der Vierzylinder seine Leistung, so dass das rund 1,5 Tonnen Fahrzeug rasant hervorschnellt. Binnen 5,2 Sekunden wird Tempo 100 erreicht, Schluss ist erst bei einer (elektronisch abgeriegelten) Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Aus den vier Auspuffendrohren dröhnt dabei der betörend-sonore Sound des Boxers, von dem es ruhig etwas mehr sein dürfte.

Die Kraftübertragung besorgt ein optimal abgestimmtes Sechsgang-Handgetriebe. Ohne Hakeln lassen sich blitzschnell die Gänge wechseln. Die Lenkung reagiert direkt und bei jeder Geschwindigkeit präzise auf die Befehle des Fahrers. Die Federung ist straff, was bei sportlich ambitionierten Piloten gern gesehen ist. So viel Sportlichkeit schlägt sich allerdings auch im Verbrauch nieder: Laut Hersteller durstet der Kompaktklässler nach 10,3 Litern Super auf 100 Kilometern. In der Praxis lässt sich dieser bereits ordentliche Wert allerdings nur schwer realisieren, unter 15 Litern geht bei sportlicher Fahrweise gar nichts. Doch wer sich für einen kompakten Rallyesportler für die Straße entscheidet, darf nichts anderes erwarten.

Überzeugender Innenraum

Neben Antriebskonzept und Fahrverhalten kann auch der Innenraum überzeugen. Von den tiefen Sportsitzen blickt der Fahrer zentral auf die wichtigsten Rundinstrumente mit Tacho und Drehzahlmesser. Durch die stark angewinkelte, große Windschutzscheibe hat er außerdem einen guten Überblick auf den vorausfahrenden Verkehr.

Für Komfort sorgt die serienmäßige Klimaanlage. Bis zu fünf Personen haben in der Rennmaschine Platz. Die zweigeteilte Rückbank reicht für zwei Erwachsene, zu dritt haben Kinder immerhin noch genügend Freiheiten. Der Kofferraum fasst geringe 301 Liter Volumen, bei umgeklappter Rückbank wird Sperrgut transportabel.

Der Subaru WRX STI ist ein Kämpfer. Bei normalen "Platzverhältnissen" und typisch kompakten Abmessungen kann er mit seiner Sportlichkeit punkten. Den Namenszusatz "Impreza", der alle Kompakten der Marke ziert, wurde mit der Stufenheckversion aufgegeben - ein Sportler soll schließlich auch namentlich handlich sein. Preislich müssen Käufer aber tief in die Tasche greifen: Mindestens 46.900 Euro werden fällig.

Benjamin Palm/mid / MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.