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Technik-Offensive bei Mercedes: Mercedes tüftelt am 26-Stunden-Tag

Die rauen Zeiten, zu denen die Mercedes-Zukunft alles andere als rosig aussah, sind vorbei. Nach der Modell- folgt nun eine Technik-Offensive.

Bei der Mercedes E-Klasse W 213 wird viel von den neuen Plänen umgesetzt

Bei der Mercedes E-Klasse W 213 wird viel von den neuen Plänen umgesetzt

An Selbstbewusstsein mangelt es den Mercedes-Vordenkern nicht. "Wir entwickeln Autos, um den Kunden das Gefühl zu geben, dass der Tag 26 Stunden hat", erklärt Sajjad Khan, Leiter des neuen Bereichs "Digital Vehicle & Mobility" bei Daimler. Wie bitte? Ein Tag der 26. Stunden hat? Das geht jetzt doch ein bisschen weit. Doch was der Techniker mit diesem vermeintlichen Paradoxon meint, ist, dass die Sternen-Marke beim Infotainment, der Bedienung und der Konnektivität neue Wege geht, um die Handhabung des Autos effizienter zu machen. Das ist auch nötig, weil das aktuelle Comand-System nicht die Intuitivität der Premium-Konkurrenz aus München oder Ingolstadt erreicht.

Mercedes tüftelt am 26-Stunden-Tag
Bei der Mercedes E-Klasse W 213 wird viel von den neuen Plänen umgesetzt

Bei der Mercedes E-Klasse W 213 wird viel von den neuen Plänen umgesetzt

Das wollen die Schwaben mit der neuen E-Klasse ändern. Die beiden sogenannten "Touch Controls", die sich in den Bedienfeldern der Lenkradspeichen befinden, reagieren wie der Bildschirm eines Smartphones auf Wischbewegungen und erleichtern so die Steuerung des Infotainments. "Hände am Lenkrad Augen auf der Straße", lautet das Mercedes-Motto, das in der E-Klasse zum ersten Mal umgesetzt wird. Der Innenraum der neuen Business-Limousine wird zwei Monitore haben. Der Fahrer bedient den rechten mit den rechten Elementen und den linken mit den korrespondierenden Knöpfen im Volant. Falls man auf den zentralen 12,3-Zoll-Monitor schauen muss, erleichtert eine Auflösung von 1.920 x 720 Pixel das Ablesen der Anzeigen, die auch kontextorientiert sein werden.

Geht der Sprit zur Neige, erscheinen nahe gelegene Tankstellen auf dem Display inklusive der Benzinpreise in Echtzeit. Allerdings nur die mit der Spritsorte, die das Auto benötigt. So muss der Fahrer keine Zeit mit der Suche verschwenden. Nähert man sich dem eingegebenen Navigationsziel, sind geeignete Parkmöglichkeiten auf dem Bildschirm zu sehen. Die zwei Stunden am Tag gewinnt der Fahrer durch die höhere Effizienz, die die Technik der neuen E-Klasse ermöglicht. Neben der intuitiveren Bedienung fährt die E-Klasse (W213) in einem bisher nicht da gewesenen Ausmaß autonom: bis 210 km/h folgt der Drive Pilot vorausfahrenden Fahrzeugen. Während das Auto das Kommando hat, kann sich der Fahrer anderen Aufgaben widmen, wie etwa dem Verfassen von Mails oder dem Organisieren von Terminen und gewinnt so Zeit. Auch den Spurwechsel hat die Mercedes-Business-Limousine im Griff und entlastet so den Fahrer noch mehr, bei seiner Arbeit.

Die Karten des Navigationssystems kommen in Zukunft von "Here". Daimler hat den Kartendienstleister zusammen mit Audi und BMW erworben. Dieses Material ist auch extrem wichtig beim autonomen Fahren, das bei der neuen E-Klasse, weiter vorangetrieben wird. Der nächste Schritt ist schon in Planung: Mercedes testet die nächsten Stufen des autonomen Fahrens in Nevada, wo die E-Klasse als erstes Serienauto die Test-Erlaubnis auf öffentlichen Straßen bekommen hat. Der Versuchsträger wird keine Extra-Sensoren an Bord haben, lediglich die Software wird angepasst. "Wir reizen die aktuell erhältlichen Sensoren bis an die Grenze des Machbaren aus", erklärt Dr. Michael Hafner, Leiter Fahrassistenzsysteme bei der Daimler AG.

"Unser Entwicklungsziel ist das autonome emissionsfreie Fahren inklusive Konnektivität", sagt Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Mercedes setzt in Zukunft verstärkt auf die Elektromobilität: Bis zum Ende des nächsten Jahres wird die Plug-in-Hybrid-Flotte des schwäbischen Autobauers sich mit fünf weiteren Modellen verdoppeln. Außerdem entwickelt Mercedes eine Plattform für rein elektrische Fahrzeuge, die eine Reichweite von rund 400 Kilometern haben werden. Wesentlich früher wird der Smart EV erhältlich sein, voraussichtlich Ende dieses Jahres. 2017 wird die Brennstoffzellen-Version des GLC auf der Straße rollen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.