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VW Budd-e auf der CES: VWs Hippie-Schaukel, die keiner kaufen kann

Nach dem Diesel-Skandal macht Volkswagen in den USA jetzt auf saubere Luft. Der neue Budd-e fährt natürlich elektrisch. Doch der Saubermann im Bulli-Look ist nur ein Imageträger, gebaut wird er vermutlich nicht.

Der Budd-e  interpretiert das alte Bulli-Thema in einem dynamischen One-Box-Design.

Der Budd-e  interpretiert das alte Bulli-Thema in einem dynamischen One-Box-Design.

Schon der Name orientiert sich am großen Vorbild: "Budd-e" klingt wie Buddy, also nett und freundlich und auch ein kleines bisschen niedlich. Genau wie einst der "Bulli", der eigentlich offiziell Transporter hieß. Als VW-Markenchef Herbert Diess am Dienstagabend den in Rekordzeit auf die Räder gestellten Konzeptbus auf die Bühne des Cosmopolitan-Kasinos in Las Vegas rollen ließ, war auch optisch eine Nähe zu erkennen: Kastige Form mit langem Radstand, Schiebetür an der Beifahrerseite, große Heckklappe. Ein Bulli eben. Bloß ein elektrischer. 

Ab in die Wüste
Studie des VW Budd-e auf der CES 2016 in Las Vegas

Studie des VW Budd-e auf der CES 2016 in Las Vegas


Ablenken von der Milliardenklage

Das war wichtig, denn beim ersten offiziellen Auftritt in den USA seit Bekanntwerden der Dieselaffäre, ging es auch um Ablenkung. Erst am Montag hatte die US-Regierung Volkswagen wegen der rund 500000 mit Betrugssoftware ausgestatteten Dieselfahrzeuge in den USA Klage eingereicht. Es geht dabei um Strafzahlungen von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Diess entschuldigte sich zu Anfang seiner Rede für den Betrug. Er habe sich nicht vorstellen können, dass so etwas bei Volkswagen möglich gewesen sei. Er versprach eine schonungslose Aufklärung des Falles und seiner Hintergründe. Dann kündigte er an, der Autokonzern werde grundlegend umgebaut. „New Volkswagen“ stehe für das Ziel emissionsfreier Autos, die keine Unfälle mehr bauen können und voll vernetzt sind.

Touchscreen statt Knöpfe

So wie der Budd-e. Ihn treiben zwei Elektromotoren an allen vier Rädern an. Systemleistung: 225 Kilowatt, fast 300 PS. Mit über 90 Kilowattstunden Batteriekapazität soll der Wagen rund 500 Kilometer weit fahren. In 30 Minuten können die Batterien danach zu 80 Prozent wieder aufgefüllt werden.

Bedient wird das Fahrzeug über riesige Touchscreens. Knöpfe sucht man im Armaturenbrett vergeblich. Außerdem verfügt er über Sprachsteuerung und Sensoren, die Gesten wahrnehmen, etwa zum  Öffnen der Türen. Ein winken mit der Hand genügt, schon gehen sie auf. Konsequenterweise wurde auf Türgriffe ganz verzichtet.

Noch ist unklar, ob er kommt

Ab 2019 könnte so ein Auto zu kaufen sein, Kundeninteresse vorausgesetzt. Der Budd-e bekam aber zumindest vom computeraffinen Fachpublikum viel Applaus. Vielleicht sogar genug, um den legendären Bulli wirklich einmal wieder aufleben zu lassen. Immerhin geistern ähnliche Studien seit vielen Jahren über die Zeichentische der Designer, schafften es aber bisher nie in die Produktion. Der Massengeschmack ist dann wohl doch ein anderer.

Für Herbert Diess jedenfalls passte der Budd-e an diesem Abend haargenau. Er konnte in Las Vegas endlich wieder über Autos reden, nicht über Diesel-Emissionen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.