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Lamborghini Murcielago LP 640: Heiße Ware

Lamborghini hat sich viel vorgenommen. Die Verkäufe laufen gut – das soll so bleiben. Nach dem giftigen Gallardo Spyder schicken die sportlichen Norditaliener zum Sommer den nächsten Stier ins Rennen: den neuen Murcielago LP 640.

Es ist nicht so, als dass der seit 2002 auf dem Markt befindliche Murcielago an Altersschwäche leiden würde. Im Gegenteil: doch die Entwicklergilde aus Sant’ Agata legt bei der neuesten Lambo-Version noch eine Schaufel nach. Der Zusatz „LP 640“ sagt Motorsportexperten, dass der neue Murcielago einen sanften Hauch mehr Lamborghini bietet. „LP“ bezieht sich auf die Motorposition hinter den Frontsitzen („longitudinale posteriore“). Bei der verheißungsvollen Zahl „640“ lässt sich schnell befürchten, dass es beim neuen mit den bisherigen 580 PS nicht mehr getan ist. So leistet der neue Supersportler 471 kW / 640 PS und 660 Nm bei 6.000 Touren.

Das satte Leistungsplus von 60 Pferdestärken bleibt für die Fahrleistungen nicht ohne Folgen: 0 auf 100 km/h schafft die allradgetriebene Flunder nun in 3,4 Sekunden (zuvor 3,8) und die Höchstgeschwindigkeit kletterte von 330 auf anbetungswürdige 340 km/h. Dafür, dass diese Potenz auch auf dem Asphalt ankommt, sorgen der intelligente Allradantrieb aus dem Hause Audi und Reifen im Format 245 / 35 ZR 18 vorn und 335 / 30 ZR 18 hinten. Im Normalfall werden 70 Prozent der Motorleistung an die Hinterachse übertragen. Bei Schlupf an einer der beiden Achsen kann die Kraft bis zu 100 Prozent nach vorn oder hinten transferiert werden.

Edelste Materialien werden verwendet

Das Design des Lamborghini Murcielago LP 640 wurde nur äußerst dezent überarbeitet. So gibt es neue Stoßgänger und Schürzen an Front und Heck. Besonders auf der Autobahn dürften die meisten das geheimnisvoll anmutende Kraftpaket nur von hinten bestaunen können. Auffällig der neue Heckdiffusor und die knallroten Rückleuchten, die beim Bremsvorgang asiatischen Wurfsternen zu gleichen scheinen. Wenn der hungrige Zwölfzylinder Respekt einflößend vorbeidonnert, geht es nicht ungefährlicher zu. Eine Designfeinheit zeigt sich bei der Seitenansicht. Während sich der rechte Seitenschweller nahezu geschlossen präsentiert, fällt an der gleichen Stelle links eine große Öffnung auf. Hierdurch wird der Ölkühler mit dringend benötigter Kaltluft versorgt. Bei dieser Leistung und den im Motorraum vorherrschenden Temperaturen ein durchaus sinnvolles Stilelement.

Wer seine käuflich erworbenen 640 PS gerne offen zur Schau stellen möchte, bestellt den Lamborghini Murcielago LP 640 mit einer transparenten Motorhaube aus Glas. Weitere Modifikationen gibt es im nach wie vor sehr knapp geschnittenen Innenraum. Edelste Materialien wie Leder und Carbon sind selbstverständlich. Auf Wunsch ist der Bolide auch mit Keramik-Bremsen zu bestellen. Die kosten ebenso extra wie das empfehlenswerte Navigationssystem. Schließlich ist man auch in einem Murcielago nicht nur auf dem Rundkurs unterwegs.

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