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Maserati Quattroporte: Familiärer Vollblutsportler

Maserati setzt auf einen flotten Viertürer. Sportlicher als in einem Quattroporte kann man in einer Luxuslimousine kaum unterwegs sein. Jetzt wird die Marke mit dem Dreizack noch bissiger, noch exklusiver.

4,2 Liter Hubraum, donnernden V8-Sound und 400 PS bot der Quattroporte bereits seit seiner Markteinführung vor zwei Jahren. Die neue Version "Sport GT" bietet für die Kurvenräuber und Vollgasfans noch das gewisse etwas mehr. Die optischen Modifikationen sind marginal. Dunkle Lüftungsgitter, lackierte Bremssättel, 20-Zoll-Räder im MC-12-Styling und der obligatorische Dreizack mit roter Umrandung - das war es auch schon. Sportwagenfans sollten sich jedoch über das überarbeitete Getriebe freuen. Rennsportgefühle kamen bei dem DuoSelect-Getriebe bereits seit Marktstart auf. Jetzt vollzieht das automatisierte Schaltgetriebe seine Gangwechsel kraftvolle 35 Prozent schneller. Geschaltet wird motorsporttypisch über Schaltpaddel am Steuer. Dazu passend hämmert einem ein geänderter Mittelschalldämpfer einen noch kraftvolleren Sound des Achtzylinder-Saugers ins Ohr.

Im Sportmodus zeigt sich das Skyhook-Fahrwerk beim "Sport GT" zudem straffer und kompromissloser als beim Standard-Quattroporte. Nicht ganz unwichtig für Rennstrecke und Alltagsgebrauch: die neue Reifendruckkontrolle und gelochte Bremsenscheiben. Auch im Innenraum möchte Maserati beim familiären Vollblutsportler Formel-Gefühle verbreiten. Im Gegensatz zum Quattroporte von der Stange sind sämtliche Applikationen aus Carbon gefertigt. Die Komponenten sind zudem mit Klarlack überzogen, wodurch die hohe Wertigkeit des Materials noch besser zur Geltung kommen soll. Weitere nette Details sind Alu-Pedalerie und ein spezielles Lederlenkrad mit Griffmulden.

Exklusive Executive-Serie

Welcher Maserati-Fan sich für die Sportversion des 5,05 Meter langen Quattroporte nicht so recht erwärmen kann, für den ist wohl die Executive-Serie das richtige Gefährt. Statt Carbon und Leder kann man beim "Executive GT" edle Hölzer und Alcantara auf sich wirken lassen. Das exklusive Gesamtbild wird durch polierte 19-Zöller, belüftete Komfortsitze, klappbare Tische hinten und eine separate Fondklimatisierung unterstrichen.

Kraftvolle Eckdaten

Zum echten Spritsparwunder wird es bei einem Maserati wohl nicht reichen. Trotzdem konnte der Durst aller Quattroporte-Versionen deutlich gesenkt werden. Möglich wurde dies insbesondere durch die umfangreichen Veränderungen an der Steuerung des DuoSelect-Getriebes. Im Automatikmodus versprechen die Italiener nunmehr 15,8 statt 18,9 Liter Super auf 100 Kilometer. Für die meisten Maserati-Fans wird die Ersparnis von untergeordneter Bedeutung sein, aber rund 15 Prozent weniger Kraftstoff können sich fraglos sehen lassen. Im Zuge der Modifikationen wurden die Aggregate auf die zeitgemäße Euro4-Abgasnorm umgestellt. Das Achtzylinder-Aggregat bleibt vom Grundkonzept unverändert. 294 kW / 400 PS und 451 Nm sind kraftvolle Eckdaten. Vom maximalen Drehmoment stehen 75 Prozent bei niedrigen 2.500 U/min zur Verfügung. Der 1,9 Tonnen schwere Maserati spurtet von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden und belohnt den Piloten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h.

Stefan Grundhoff/Press-Inform
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