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New York Autoshow 2007: Stars & Stripes in Big Apple

New York greift Los Angeles an und will hinter Detroit die wichtigste Automesse Nordamerikas werden. Vorbei sind die Zeiten des kleinen und feinen Salons. Toyota zeigt Hybrid-Antriebe, Mercedes zeigt die Mucki-Versionen von AMG.

Schon seit einigen Jahren kommen die wichtigsten Hersteller um die Messe in der 34. Straße nicht mehr herum. New York ist eine Autostadt. Das erkennt man nicht nur, wenn man vom Straßenrand aus einen Blick in die unüberschaubaren Häuserschluchten wirft im westlichen Distrikt wirft. Stunde für Stunde pressen sich Blechlawine von Nord nach Süd und West nach Ost. Viele New Yorker haben aufgrund der katastrophalen Parkplatzsituation kein Auto, setzen lieber auf die orangegelben Taxis, Limousinenservices oder die überfüllte Metro. Und doch werden die Autos in Big Apple geliebt. SUVs gehören zum Straßenbild und besonders Sportwagen ernten anerkennende Blicke. Das gilt auch für die New York Autoshow, die noch bis zum 15. April im Jacob Javits Convention Center nahe des Hudson stattfindet.

Hausgemachte Leckerbissen

Die Highlights der New York Autoshow kommen in erster Linie aus dem eigenen Land. Chevrolet zeigt mit seinem sehenswerten Triumvirat aus Beat, Groove und Trax, dass es die Amerikaner nicht nur größer, stärker und durstiger können. Trotzdem tut sich der US-Markt schwer, auf sparsame und effiziente Fahrzeuge umzuschwenken. Interessante Neuheiten wie der Jeep Cherokee, in den USA unter dem Namen Liberty auf dem Markt, bieten ein cooles Äußeres, machen jedoch einen Bogen um technische Innovationen. Der rund 210 PS starke Jeep Liberty verfügt als Ausstattungshighlight über ein Stoffdach, dass elektrisch geöffnet werden kann und die Sonne strahlen lässt. Wenig wirklich Neues bietet auch die Limousinenriege aus Chevrolet Malibu sowie den Zwillingsbrüdern Ford Taurus und Mercury Sable. Zu fairen Preisen gibt es für den geneigten Kunden Kraft, Platz und Allradantrieb, es gelingt aber kaum, das anspruchsvolle Gemüt zu befruchten.

Showtime für Infinity

Einen starken Auftritt auf der New York Autoshow hat der edle Nissan-Ableger Infiniti. Zum einen zeigen die amerikanischen Asiaten das lange erwartete Sportcoupe G 37, zum anderen den neuen EX. Der kleine SUV-Bruder des erfolgreichen Infiniti FX kommt ebenso wie das G 37 Coupe ab Herbst 2008 auch nach Europa und dürfte BMW X3 und Mercedes GLK Konkurrenz machen. Den unverändert boomenden SUV-Markt nimmt auch der neue Subaru B9 Tribeca ins Visier. In Europa ist der sportliche Crossover erst seit einem guten halben Jahr auf dem Markt; in den USA gibt es bereits ein optisches und technisches Facelift, das den Porsche-Cayenne-Charme verschwinden lässt und den 265 PS starken Japaner deutlich konkurrenzfähiger macht.

Testeron aus dem Schwabenländle

Toyota und Lexus setzen auch in New York unverändert auf Hybrid-Power. Große Chancen bei den Kunden landauf und landab werden insbesondere dem neuen Toyota Highlander Hybrid eingeräumt. Der Highlander ist seit Jahren einer der erfolgreichsten SUVs – der Nachfolger bietet Hybridpower der neuesten Generation. Im Gegensatz dazu setzen die in Nordamerika erfolgsverwöhnten Europäer auf Kraftausbrüche der besonderen Art. Mercedes-Benz zeigt auf der New York Autoshow das gemischte Bodybuildingdoppel aus CL 65 AMG und CLK 63 AMG Black Series. 612 bzw. 507 PS stark ist ihnen die Leichtversion des Lamborghini Gallardo Superleggera dicht auf den Fersen. Mit einem Einstiegspreis von 187.000 Euro liegt er exakt zwischen den Benz-Boliden, die 141.000 Euro (CLK 63 AMG) sowie 220.000 Euro (CL 65 AMG) kosten. Nichts Neues gibt es in New York von Audi, BMW, Porsche und Volkswagen, die nur mit bekannten Modellen Basispräsenz zeigen.

Zunehmend große Beachtung gibt es für die Modelle von Hyundai. Die US-Kundschaft nimmt mit einem überzeugenden Kopfnicken den neuen SUV Veracruz zur Kenntnis. Deutlich sehenswerter und nicht nur auf dem US-Markt ein ernsthafter Konkurrent wird jedoch die Luxuslimousine Genesis Concept, der gegen Premiummodelle wie 5er BMW, Mercedes E-Klasse und Audi A6 antreten soll.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.