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Auto China: Plug-In-Hybriden überall: Alle Macht dem Kabel

Kaum eine Messe der letzten Jahre brachte derart viele Plug-In-Hybriden hervor wie die Shanghai Autoshow 2015, die kommende Woche startet. In China lässt sich ohne Kabelladung mittelfristig kaum etwas mehr erreichen.

Die chinesischen Megastädte platzen aus allen Nähten, die Straßen mit ihren zahllosen Fahrspuren sind verstopfter denn je und der Smog ist allenthalben ein Dauerproblem. Auch wenn der Großteil der Schadstoffe in der chinesischen Luft von Kraftwerken und Hochöfen stammt, setzt die lokale Regierung mehr denn bei den internationalen Autoherstellern den Hebel an. Kein Wunder, dass gerade die deutschen Hersteller alle Hebel in Bewegung setzen, um neue Vorgaben zu erfüllen und konkurrenzfähig zu bleiben. Nirgends gibt es mehr Geld zu verdienen als in China. Da werden schmerzhafte Kröten tapfer geschluckt und emsig weiterentwickelt.

Auto China: Plug-In-Hybriden überall: Alle Macht dem Kabel
BMW X5 xdrive 40e

BMW X5 xdrive 40e

BMW zeigt in Shanghai seinen X5 xDrive 40e, Volvo erstmals den S60 L Twin Engine und Audi bringt mit dem Doppelpack aus A6 und Q7 gleich zwei neue Plug-In-Hybriden an den Messestart. Das beweist einmal mehr: Hybriden ohne Auflademöglichkeit an einer Steckdose haben längst ausgedient; mehr denn je in China. Die chinesische Regierung will nur solche Fahrzeuge steuerlich bevorzugen, die in den großen Zentren rein elektrisch fahren können. Waren viele Experten lange Zeit von einer Mindestreichweite von 30 Kilometern ausgegangen, so ist es mittlerweile die 50-Kilometer-Marke die geknackt werden muss, damit die Behörden ihr Placet geben. Das heißt aber auch, einige Hersteller schauen in die Röhre, denn beispielsweise die neuen Hybridversionen von BMW X5, Mercedes C- oder S-Klasse können mit voll aufgeladenen Akkupaketen aktuell nur rund 30 Kilometer zurücklegen.

Besser sieht es bei den Plug-In-Hybriden des Volkswagenkonzerns oder Volvo besser aus. 50 Kilometer elektrischer Reichweite bieten nicht nur VW Passat GTE und Golf GTE, sondern auch die Messepremieren des 245 PS starken Audi A6 L e-tron oder des Q7 e-tron, der Dank eines speziellen Energiemanagements sogar bis zu 53 Kilometer schaffen soll und mit seinen üppigen 367 PS nur 2,5 Liter verbrauchen soll. Beide Chinaversionen werden von einem aufgeladenen Zweiliter-Triebwerk angetrieben, dem mit zusätzlichen Elektromodulen Flügel und verbrennerfreie Reichweite verliehen werden.

Volvo verspricht sich von den Plug-In-Technologie das Fehlen von Sechs- und Achtzylindern zu übertünchen, denn die Schweden haben sich nicht zuletzt aufgrund fehlender Konzernalternativen im Hause Geely allein auf Vierzylinder zu konzentrieren. Neben dem 400 PS starken Topmodell Volvo XC90 T8 wird auf der Shanghai Autoshow die Langversion des S60 mit einem Plug-In-Modul vorgestellt. Der zwei Liter große Turbobenziner mit seinen 238 PS wird von einem 68 PS starken Elektromotor unterstützt. "Für einen Volvo Twin Engine sprechen viele Gründe. In Shanghai beispielsweise qualifizieren sich Kunden mit einem Volvo S60L Twin Engine für eine der streng limitierten Fahrerlaubnisse. Mit der Kombination aus Leistung und Effizienz ist er der perfekte Begleiter für Stadtbewohner, der im reinen Elektromodus sogar die Luft nicht belastet", so Volvos Marketing-Präsident Alain Visser.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.