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Model X überschlägt sich: Neuer Tesla-Crash - Wird der Autopilot zum Amokpiloten?

Neue Hiobsbotschaft für Tesla: Ein Model X überschlug sich auf dem Highway. Der Fahrer sagt, der Autopilot sei schuld. Entwickelt sich der hochgelobte Autopilot nun zu einem Amokpiloten?

Noch ist unklar, ob der Autopilot überhaupt eingeschaltet war.

Noch ist unklar, ob der Autopilot überhaupt eingeschaltet war.

Die US-Behörden untersuchen schon wieder einen Verkehrsunfall, in dem ein Wagen des Elektroautoherstellers Tesla verwickelt ist. Dieses Mal geht es um das Model-X. Vergangene Woche war erstmals ein tödlicher Unfall eines Tesla S mit eingeschalteter Autopilot-Funktion bekannt geworden. Der Unfall ereignete sich, als ein Lastzug im rechten Winkel vor dem selbstfahrenden Auto des Tesla-Modells S die Straße kreuzte. Vermutlich habe der Autopilot die weiß gestrichene Seite des Lkw nicht von dem taghellen Himmel dahinter unterscheiden können; die Bremsfunktion ist jedenfalls nicht ausgelöst worden.  Auch der neue Unfall soll bei eingeschalteten Autopiloten geschehen sein. Das hat jedenfalls der Fahrer des Fahrzeugs gegenüber dem Beamten ausgesagt, der den Unfall aufgenommen hat.

Autopilot aktiviert, so der Fahrer

Die "Detroit Free Press" berichtet, ein Galerist sei mit seinem  Model X unterwegs gewesen, als das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam und sich daraufhin überschlug. Das Blatt konnte den Fahrer zwar nicht erreichen, aber es sprach mit dem Beamten, der den Unfall aufgenommen hatte. Dale Vukovich von der Pennsylvania State Police bestätigte, dass der Fahrer ausgesagt habe, er habe die Autopilot-Funktion aktiviert. Der Galerist und sein Schwiegersohn überlebten den Unfall, der sich etwa 130 Kilometer östlich von Pittsburgh ereignet hatte.

Verlassen der Fahrbahn

In dem Report steht, dass das Auto auf dem Highway unterwegs war und plötzlich die rechte Leitplanke touchierte. Von ihr prallte der Tesla ab, kreuzte die Fahrbahnen, bis er auf den Betontrenner zur Gegenspur stieß. Dann landete der Wagen auf dem Dach. Auf der Gegenfahrbahn wird ein Infinity von Trümmern getroffen, aber keiner der Beteiligten wurde ernsthaft verletzt.

Der Beamte sagte weiter, der Teslafahrer müsse vermutlich eine Buße bezahlen. Die Stelle sei eng, da könne sich der Fahrer keine Fehler leisten. Vukovich  betonte auch, der Fahrer habe zwar ausgesagt , der Autopilot sei eingeschaltet gewesen, dass es dafür aber noch keinen Nachweis gebe. Auch eine Tesla-Sprecherin sagte, es sei unklar, ob der Autopilot eingeschaltet gewesen sei oder nicht. Das Unternehmen gibt an, man habe bislang vergeblich versucht, den Fahrer zu kontaktieren.

Tesla: Amokpilot oder Autopilot

Der Geländewagen Model X, ist erst seit kurzem im Handel. Das Autopilot-System hatte Tesla dagegen schon im vergangenen Jahr vorgestellt. Es lässt Autos automatisch die Spur wechseln, die Geschwindigkeit verändern und die Bremse auslösen. Doch müssen die Fahrer auch beim Autopilot-Fahrten jederzeit die Hände am Lenker halten und die Verantwortung für ihre Fahrten ausüben. Diese Funktionen bieten auch andere Autohersteller an, vermarkten sie jedoch sehr viel zurückhaltender als Tesla und vermeiden Formulierungen wie Autopilot, die suggerieren, das Fahrzeug komme auch ohne menschlichen Fahrer zurecht. Auch wenn die Fahrer allzu leichtsinnig auf den Autopiloten vertrauten und selbst nicht aufpassten, sind diese Unfälle ein PR-Gau für Tesla. Und sie ereignen sich zu einem Zeitpunkt, an dem Tesla sich von einem Hersteller von Liebhaberfahrzeugen zu einem Massenhersteller entwickeln will.


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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.