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BMW 440i xDrive Cabrio Das Comeback

BMW 440i Cabrio xDrive
BMW 440i Cabrio xDrive
© press-inform - das Pressebuero
Es wurde auch Zeit, dass BMW wieder zu alten Tugenden zurückfindet. Zwei Generationen waren die offenen Modelle der Dreier- / Vierer-Generation mit einem wenig filigranen Klappdach unterwegs. Beim neuen 4er Cabrio gibt es wieder eine Stoffmütze - endlich!

Wie möchte man ein Cabriolet genießen? Natürlich bei Sonnenschein und mit offenem Dach. Doch allzu häufig ist die mobile Sonnenterasse auch mit geschlossener Mütze unterwegs und da sind die Klappdachmodelle eben niemals so schick wie die echten Cabriolets mit Stoffmütze. Das bezieht sich mittlerweile zwar ohnehin meist nur auf den offensichtlichen Bezugsstoff, denn unter der vermeintlichen Stoffschicht sorgen zumeist Hightech-Materialien und Spriegel für Stabilität, Geräusch- und Wärmedämmung. Doch das Auto ist auch bei geschlossenem Dach klar als Cabriolet zu erkennen. Wer ein Coupé sehen will, soll sich eben auch eines kaufen.

Daher die gute und richtige Wahl, dass das neue 4er Coupé nunmehr wieder mit einer echten Mütze unterwegs ist, die sich endlich auch während der Fahrt in knapp 20 Sekunden öffnen und schließen lässt. Bisher war dies wegen des anderen Verdeckmechanismus‘ mit der sich nach hinten öffnenden Kofferraumklappe nicht möglich. Ab sofort also auf und zu während der Fahrt bis Tempo 50 - klasse, sinnvoll und dringend notwendig. Dabei geht es nicht nur um den Showeffekt auf den Flaniermeilen dieser Welt, sondern auch um Sicherheit und Komfort wegen des Öffnungs- oder Schließungsvorgangs. Das einzige, was dem neuen 4er Cabriolet anzulasten ist, bleibt das manuelle Windschott hinter den Vordersitzen. Das hält zwar selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h nervige Luftverwirbelungen auf den geöffneten Innenraum, ist jedoch nach wie vor nur mit der Hand nach oben zu klappen. In ein modernes Cabriolet des Jahres 2021 mag diese Handarbeit nicht mehr so recht passen. Besser: die Rückbank lässt sich umklappen und damit auch lange Gegenstände aus dem 385 Liter großen Kofferraum nach vorne durchladen. So wird der offene Vierer zu einem echten Ganzjahresauto.

Das gilt auch deswegen, weil das aktuelle Topmodell des 4,77 Meter langen BMW 440i Cabrio obligatorisch mit einem Allradantrieb ausgestattet ist. Dabei ist das Paket aus Motor, Getriebe, Fahrwerk, Lenkung und Alltagsnutzen derart exzellent, wie dies bereits beim geschlossenen Bruder des 440i xDrive Coupé war. Drei Liter Hubraum, doppelte Turboaufladung, Achtstufenautomatik und Allradantrieb - da soll keiner mit einem hoch aufgeladenen Vierzylinder oder gar einem Elektroantrieb kommen, denn hier spürt man Fahrgenuss pur. Das Paket ist mehr als beeindruckend und wären da nicht Nichtigkeiten wie das Windschott, die etwas unübersichtlichen Instrumente oder das stattliche Gewicht - besser könnte ein offener Viersitzer in der Mitteklasse nicht sein.

Aus dem Stand beschleunigt der über 1,9 Tonnen schwere Allradler Dank seiner 275 kW / 374 PS und 500 Nm maximalem Drehmoment in knapp unter fünf Sekunden auf Tempo 100 - abgeriegelt wird bei 250 km/h. Die Rückmeldung der präzisen Lenkung, die kraftvollen Bremsen und das direkte Gefühl zur Fahrbahn macht in dieser Klasse aktuell keiner besser als BMW. Dass man mit einem überlangen Zug am linken Schaltpaddel eine kurzeitige Nachschärfung des ohnehin hungrigen Sportmodus initiiert, ist nicht mehr als eine entbehrliche Spielerei, die man zumindest hätte artgerecht in Szene setzen sollen. Der offene Vierer schiebt mit seinem drei Liter großen Reihensechszylinder an wie ein Wilder. Der Fahrspaß ist beeindruckend - der Vortrieb nicht nur im souveränen Grenzbereich beängstigend. Bis vor kurzem war man derart heiß allen mit einem BMW M3 / M4 unterwegs und der war dann noch nicht einmal die Cabrioversion. Dabei ist der geringe Normverbrauch mit den in Aussicht gestellten 7,8 Litern nicht nur durch das 48-Volt-Bordnetz eine echte Schau.

Natürlich kann der mindestens 75.800 Euro teure Bayer - offen wie geschlossen - auch langsamer, lässiger und dabei mit der kommoden Gesamtabstimmung sogar noch den Cruiser mimen. Doch richtig Laune macht er dann, wenn er je nach Fahrprogramm rangenommen wird und sich so mehr denn je von den zahmeren Diesel- und Benzinerversionen abhebt. Keine Neuigkeiten gibt es im Innern. Genügend Platz für zwei, notfalls zwei Sitzgelegenheiten im Fond für ungeliebte Passagiere und eben jede Menge Möglichkeiten, das Gepäck unterzubringen. Die Sitze sind klasse, die Verarbeitung auch und die Komfort- sowie Sicherheitsausstattung ist auf der Höhe der gesamten Baureihe und damit auf hohem Klassenstandard. Mehr braucht aktuell wohl keiner und zumindest beim Cabriolet kann sich bei diesem Auftritt sogar das dann 510 PS starke BMW M4 Cabriolet - erstmals dann auch mit Allradantrieb - sparen. Das Poweraggregat ist im Coupé oder dem viertürigen M3 besser aufgehoben.

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