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BMW i: Die mobile Revolution beginnt

BMW hat seine kommenden Kohlefaser-Elektroautos i3 und i8 in einem pompösen Rahmen präsentiert. Die Modelle markieren den Beginn von grundlegenden Änderungen im Fahrzeugbau.

Von Harald Kaiser

i3 und i8 enthüllt: So sieht BMW die Elektrozukunft

Eine ganze Messehalle musste es sein. Dazu eine Ballett-Truppe, die mit einer geschickten Lichtanimation Elektrizität darstellte. Und eine Art Riesen-Carrerabahn, ein Oval von geschätzten 300 oder 400 Meter Länge, auf der die eigentlichen Hauptdarsteller fuhren. Das war der Präsentationsrahmen in dem BMW vergangenen Freitag in Frankfurt zwei Concept-Autos vorstellte, den i3 und den i8. Beide Wagen sind so etwas wie der Beginn einer Revolution im Autobau. Man könnte auch sagen, dass damit die Branche das Automobil neu erfindet.

Und zwar auf drei Ebenen: beim Antrieb, der Karosserie und bei der Herstellung. Der Antrieb ist elektrisch, die Karosserie besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, und der Serienbau solcher Automobile wird sich wegen der fortan zu backenden Karosserieteile stark verändern. Nicht nur bei BMW, sondern auch bei Mercedes und Volkswagen, die spätestens zur IAA Mitte September ähnliche Auto-Studien zeigen werden.

Neuer Antrieb fodert innovative Materialien

Der Ansatz ist radikal und der Erkenntnis geschuldet, dass sich herkömmliche Autos nicht wirklich für Elektromotor und Batterien eignen - die je nach Ausführung bis zu 300 Kilogramm wiegen. Also muss die Gesamtkonstruktion abspecken. Das geht am besten mit einer Mischung aus Kohlefaser und Kunststoff, wie man sie bereits aus der Formel 1 kennt. Sie ist nicht nur chrashfest und verwindungssteif, sie ist vor allem auch deutlich leichter. Nach BMW-Angaben werden mit dieser Bauweise gegenüber der konventionellen Stahlkonstruktion rund 250 Kilo gespart. Auf diese Weise wird das Mehrgewicht der Batterien kompensiert.

Der kleine, 3,85 Meter lange BMW i3 ist ein reines Elektrofahrzeug, mit vier Sitzen und einem 200-Liter-Kofferraum. Sein 170 PS starker Elektromotor soll den Wagen in neun Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, eine Spitze von 145 km/h ermöglichen und Strom für eine Reichweite von 160 Kilometern besitzen. Außerdem wird es einen BMW i3 REx mit Range Extender geben, der eine größere Reichweite garantiert.

Anders der flache Hybrid-Sportwagen i8 mit zwei normalen Vorder- und zwei hinteren Notsitzen. Er besitzt zwei Elektromotoren und einen Dreizylinder-Benziner. Die Systemleistung insgesamt beträgt 328 PS. Nach BMW-Angaben kann man etwa 50 Kilometer elektrisch fahren kann. Die Spitze liegt bei 250 km/h, der Verbrauch der Studie aber nur auf Kleinwagenniveau: 3,7 Liter auf 100 Kilometer.

Das zweigeteilte Auto

Beide Autos sind vom Konzept her in eine Drive- und eine Life-Zone aufgeteilt. Drive ist der Aluminium-Fahrschemel mit Batterie, Achsen, Elektronik und Motor. Auf den Aluprofilen wird die Life-Zone verankert, das Passagierabteil aus hochbelastbarem Karbonfaser-Kunststoff.

BMW-Chef Norbert Reithofer betonte bei der Präsentation auf der Frankfurter Messe, dass es dem Autobauer ernst sei mit den beiden Autos. Sie sollen keine Studien bleiben, sondern 2013 im Werk Leipzig in Serie gehen. Man kann also sagen, dass die Experten für die Zukunft des Automobils schwarzsehen – karbonschwarz.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.