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BMW i3 Concept Coupé: Leicht gemacht

Der BMW i3 noch nicht einmal auf dem Markt, da bekommt er bereits einen kleinen Bruder. Publikumswirksam zeigen die Münchner im Rahmen der Los Angeles Auto Show das i3 Concept Coupé.

Der Druck auf BMW in Sachen Projekt i wird zunehmend größer. Die Elektrowelle ist weltweit nicht nur erlahmt; sie ist nach den Misserfolgen von Chevrolet Volt, Nissan Leaf und Opel Ampera kurz davor, vollends zum Erliegen zu kommen. Audi stieg kurz vor dem Marktstart jüngst aus dem R8 E-Tron-Projekt aus und auch der Audi A2 dümpelt auf dem elektrischen Abstellgleis. Kaum ein Hersteller hat sich derart weit aus dem Fenster gelegt, wie BMW, die sich zumindest partiell vom fahrdynamischen Reihensechszylinder-Saulus zum Saubermann-Paulus der Autobranche machen wollen.

Früh wurde die i-Idee lautstark proklamiert und nun schwimmen den ersten Wettbewerbern nicht nur durch eine Automobil- und Wirtschaftsrezession am Firmament die Elektrofelle weg. Auch wenn BMW gerade nicht allein in Deutschland auf der Überholspur düst und die Hauptwettbewerber bei den Kernmodellen 3er, 5er und 7er alt aussehen lässt, darf das i-Projekt kein Rohrkrepierer werden. Die Firmensymbiose mit dem Tochterunternehmen SGL Carbon und dem immer wichtiger werdenden Thema Leichtbau hat man mehr als nötig mit dem wenig populären Elektroantrieb verwoben. Im Herbst nächsten Jahres feiert der BMW i3 seine Marktpremiere; mit Elektroantrieb und Range Extender. Im Frühjahr folgt der Sportwagen i8 als leistungsstarker Plug-In-Hybrid. Um zu unterstreichen, wie wichtig den Bayern das Projekt-i ist, wird in Kalifornien nachgelegt. Noch vor dem Serienstart der Submarke BMW i mit dem dynamischen Elektro-Duo i3 und i8 zeigt BMW am Vorabend das i3 Concept Coupé. "Das Coupé ist für uns eine einmalige Gelegenheit, Premium und Nachhaltigkeit zu kombinieren", so BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk, "ohne Nachhaltigkeit ist Premium künftig nach machbar.".

Enger denn je dem fünftürigen i3 verwandt soll das Coupé - einer Hauch sportlicher positioniert - die Elektroidee auf breitere Füße stellen. Welcher Platz wäre da besser geeignet als Los Angeles? In den sagenumwobenen Hollywood Hills, wo Luxuskarossen ein Alltagsgut sind wie Taschentücher, Burger und Kaugummis, feierte das BMW i3 Concept Coupé daher seine sehenswerte Premiere. Zweieinhalb Flugstunden weiter Richtung Nordosten entstehen im gottverlassenen Moses Lake zeitgleich die schwarzen Fäden, die für BMW nicht nur bei dem Projekt i die Zukunft bedeuten. Aus der aufwendigen Karbonfaser werden über die Stationen Wackersdorf, Landshut und Leipzig ab Ende 2013 die futuristischen Traummobile Realität, die leise surrend in den nächsten Jahren die Innenstädte bevölkern sollen.

Keine Überraschung, dass das Elektro-Kernmodell BMW i3 kein Einzeltäter bleiben sollte. Ein Van und ein kleiner Cityflitzer sind im Gespräch. Dazu eben das Coupé, das an sich mehr ein schlichter Dreitürer ist. Etwas flacher und daher weniger hochbeinig auf den dünnen Pneus balancierend präsentiert sich der 3,96 Meter lange Bayer allemal visionär. Markant sind nicht nur Front und Heckansicht des sogenannten Life-Moduls aus karbonfaserverstärktem Kunststoff, sondern besonders die schmal zulaufende Fensterlinie und die großen, aber spindeldünnen Räder. Benoit Jacob, bei BMW verantwortlich für das Design der i-Familie: "Das i3 Concept Coupé bietet uns die Möglichkeit, Emotionen zu zeigen. Wir zelebrieren mit ihm die Idee von Karbon."

Im aus Aluminium bestehenden Drive-Modul sind beim BMW i3 Concept Coupé Antrieb, Fahrwerk, Energiespeicher, Struktur- und Crashfunktionen integriert. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit 125 kW / 170 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Nm. Drei Fahrmodi beeinflussen Fahrspaß und die bis zu 160 Kilometer Reichweite. Im puristischen Innenraum gibt es Platz für vier Personen, zwei große TFT-Displays für die Darstellung aller wichtigen Informationen und das iDrive-Bediensystem der nächsten Generation.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.