HOME

Niedrig-Preise an der Tankstelle: Der Diesel fällt unter die Ein-Euro-Marke - und das ist gut so

Der Diesel-Preis fällt unter die magische Grenze von einem Euro und sofort setzt der Reflex ein: Eine Steuererhöhung muss her? Wieso eigentlich?

Auf breiter Front hat der Preis für Diesel die Ein-Euro-Marke durchschlagen.

Auf breiter Front hat der Preis für Diesel die Ein-Euro-Marke durchschlagen.

Im letzten Jahr ist etwas geschehen, was eigentlich nie passieren dürfte: Der Benzin oder Dieselpreis ist massiv gefallen. Und das, obwohl Rohstoff-Apokalyptiker seit Jahrzehnten das Ende des Zeitalter fossiler Brennstoffe herbeibeten und fest behaupteten, dass durch die Verknappung der Rohstoffe die Preise zuerst ins Unendliche steigen, bevor Mad-Max-ähnliche Zustände eintreten.

Anders als vorhergesagt

Statt trockener Zapfsäulen wurden aber immer größere Vorkommen entdeckt. Und wie durch ein Wunder fiel dann auch noch der Ölpreis. Und weil in Deutschland nicht sein kann, was nicht darf, muss nun der Staat einspringen: Wenn er nicht von allein teurer wird, soll der Diesel eben künstlich verteuert werden, durch eine kräftige Steuererhöhung, fordern die Medien, allen voran Die Zeit.  Nur so könne die Welt - mal wieder - gerettet werden, nur mit teurem Sprit werde dem Deutschen die Lust am SUV und Autofahren ausgetrieben.

Zeitlich begrenztes Phänomen

Die Propheten des Weltuntergangs sollten die Schnappatmung einstellen. Die gute Nachricht lautet nämlich: Auf Dauer bleibt Rohöl nicht billig. Der derzeitige Preisverfall entsteht eben nicht durch eine natürliche Schwemme. Er hat etwas damit zu tun, dass sinkende Preise Putins Russland empfindlich treffen sollen, zumindest trocknen sie die Kriegskasse des Kreml-Herren aus.

Der zweite Grund ist, dass Saudi Arabien mit einer ungebremsten Fördermenge alle Konkurrenten vom Markt fegen will, die den Saudis Marktanteile klauen, aber das Öl zu ungleich höheren Kosten fördern müssen. Denen steht das Wasser bis zum Hals, wenn sie nicht schon untergegangen sind. Sobald die Scheichs ihre Ziele erreicht haben, wird der Preis wieder steigen und zwar kräftig, denn die Idee aus Riad ist es nicht, auf Dauer das schwarze Gold an deutsche Autofahrer zu verschenken. Der Ein-Euro-Diesel ist nur eine Episode vor dem nächsten Preisschock. 


Steuern bleiben ewig

Bei einer Steuererhöhung gilt der alte Witz mit der Champagnersteuer zum Ausbau der kaiserlichen Hochseeflotte - auch wenn Flotte und Kaiser vor 100 Jahren untergegangen sind, dürfen wir die Steuer immer noch bezahlen. Eine höhere Steuer wird den Verbraucher auch dann noch belasten, wenn der Diesel 1,60 Euro kostet. 

Und natürlich hat allein der Autofahrer Schuld an allem Übel auf der Klima-Welt. Wie der Diesel, fallen auch die Benzinpreise, die Heizölpreise, die Gaspreise und die Preise für Flugbenzin (das übrigens gänzlich steuerfrei ist) - konsequenterweise müsste man überall an der Steuerschraube drehen. Chinas nachlassendes Wachstum führt übrigens auch zu einem Preisverfall bei fast allen Rohstoffen, warum sollte man nicht eine Stahlsteuer einführen, um den Verbrauch zu dämpfen? Populärer ist es natürlich, auf das Hassobjekt SUV einzuprügeln. Darunter stellt sich das Publikum immer noch ein Riesenschiff wie den Audi Q7 vor, in Wirklichkeit entsteht der Siegeszug der SUV in der Zulassungsstatistik dadurch, dass bei Kleinwagen wie dem Opel Mokka pralle Kurven ins Blech gelegt werden. Ein Kleinwagen bleibt der Mokka aber auch mit aufgeblähten Kotflügeln.

Langfristige Strategie

Steuerpolitik muss kühl geplant werden. Dann können Steuererhöhungen auch ihren Platz haben, aber auf die nervösen Zuckungen des Marktes kann der Staat nicht zeitgleich reagieren. Dann was würde passieren, wenn das Pulverfass Syrien den Anrainerstaaten, die dort kräftig zündeln, um die Ohren fliegt? Oder was, wenn der bislang recht glücklose Feldzug Saudi Arabiens gegen jemenitische Rebellen sich zu einem Desaster entwickelt? In wenigen Wochen würden wir neue Preisrekorde beim Rohöl erleben. Und würden dann die Steuern gestrichen werden - sicher nicht.

Die Regierung tut gut daran, dass Steuererhöhungen nur sehr vorsichtig anzufassen. Der Bürger darf nicht den Eindruck bekommen, dass Preise für ihn nur eine Richtung kennen: nämlich nach oben. Entweder weil die Marktpreise steigen oder weil es Strafsteuern setzt.

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(