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E-Mobilität: Staubsauger-Milliardär Dyson will Elektroauto mit Wunder-Akku bauen

James Dyson will nach dem Erfolg seiner Staubsauger nun den Automarkt umkrempeln. Schon 2020 will er ein "radikal anderes" E-Auto anbieten. Offenbar gelang den Dyson-Technikern ein Durchbruch in der Batterie-Technik.

James Dyson ist von seinem Projekt überzeugt.

James Dyson ist von seinem Projekt überzeugt.

James Dyson wurde mit seinen beutellosen Staubsaugern reich und berühmt. Schon seit einiger Zeit verbreitert Dyson die Produktpalette und bietet erfolgreich auch Produkte wie einen sündhaft teuren Föhn an. Die jüngste Ankündigung hat aber eine ganz andere Dimension. Dyson will Elektroautos verkaufen und tritt damit in Konkurrenz zu den großen Autoherstellern und Tesla. Und: Das Dyson-Mobil soll bereits 2020 auf dem Markt kommen, da bleiben weniger als drei Jahre Zeit.

Doch James Dyson klopft nicht nur Sprüche, in das Projekt eines "radikal anderen" Elektroautos will er 2,3 Milliarden Euro investieren. Seit Jahren soll ein Team von 400 Leuten an dem Projekt arbeiten. Tatsächlich wechselte in den letzten Jahren eine Reihe von Top-Managern von der Automobilindustrie zu Dyson. 

Straffer Zeitplan

Fragt sich, wie das möglich sein soll. Denn bisher existiert nicht einmal ein Prototyp des Dyson-Mobils. Normalerweise ist es nicht möglich, ein ganz normales Auto in weniger als drei Jahren zu entwickeln und in der Zeit die notwendigen Zulassungsprozeduren hinter sich zu bringen. Ganz zu schweigen von einem revolutionär anderen Fahrzeug.

Was für ein Auto es eigentlich sein soll, ist bisher unklar. Dyson sagte lediglich, es werde kein Sportwagen werden und auch kein Billig-Auto. Angesichts des Investments wird es sich auch nicht um ein Nischenfahrzeug wie den Elektro-Lieferwagen von DHL handeln. Für den Bau schloss Dyson die Kooperation mit einem großen Autohersteller aus. Dennoch muss er einen Wagen nicht komplett neu entwickeln. Er könnte auf die großen Zulieferer der bekannten Automarken zurückgreifen oder sein Auto von einem chinesischen Werk herstellen lassen. Selbst die komplette Antriebstechnik für ein Elektroauto könnte Dyson zukaufen.

Auf solchen Wegen wäre es vorstellbar, den sportlichen Zeitrahmen bis 2020 einhalten zu können.

Schlüssel könnte die Batterie sein

Dyson scheint ein echtes Ass im Ärmel zu haben. Bislang sind die Batterien der kritische Punkt bei der Entwicklung des E-Autos. Die herkömmlichen Lithium-Akkus werden zwar kontinuierlich billiger und auch leistungsstärker, aber die ganz große Batterie-Revolution blieb bislang aus.

"Während die meisten Unternehmen in ihren aktuellen Modellen Lithium-Ionen-Batterien verwenden, werden in unserem Auto Festkörperbatterien verbaut, die kleiner, effizienter und einfacher zu laden sind – vielleicht auch leichter zu recyceln", sagte Dyson. 2015 übernahm Dyson das Start-up Sakti3, das an einer Batterie arbeitet, die dreimal leistungsfähiger und trotzdem deutlich sicherer ist als herkömmliche Batterien. Sollte Dyson beim Thema Festkörperbatterien nun einen Durchbruch erzielt haben, muss man seine Ankündigung ernst nehmen.

Dieser Batterietyp könnte sehr viel mehr Energie bei gleichem Gewicht speichern. Er bedürfte keiner Kühlung wie die Lithium-Ionen-Batterien und ist auch im Betrieb pflegeleichter. Festkörperbatterien halten länger und können anders als Lithium-Ionen-Batterien nicht in Brand geraten. Bisher gelten diese Vorzüge allerdings nur "im Prinzip". Sollte Dyson diese theoretischen Vorteile auch in einer bezahlbaren Serienfertigung realisieren, könnte die Dyson-Technik allen anderen überlegen sein. Die Ankündigung von Dyson, die Technik nicht an andere weiter geben zu wollen, deutet darauf hin, dass zumindest James Dyson überzeugt ist, die Hürde zur nächsten Speichergeneration genommen zu haben. 

Life Hacks: So beseitigen Sie kleinste Scherben vom Boden - ohne Staubsauger

Eine Investition von 2,3 Milliarden zeigt, dass es sich um ein ernsthaftes Projekt handelt. Ab dem Jahr 2020 haben zahlreiche Autohersteller leistungsstarke Elektroautos angekündigt. Da Firmen wie Bosch einen kompletten Elektroantrieb inklusive Achse als Zuliefer-Teil anbieten, werden sicher noch mehr Anbieter dazu kommen. Als ein Anbieter von vielen wäre es für den Staubsaugerfabrikanten Dyson schwer im Markt Fuß zu fassen. Tesla gelang dieses Kunststück, weil die etablierte Konkurrenz dem Model S beim Marktstart 2012 nichts entgegenzusetzen hatte.

Wunder-Batterie könnte den Markt umkrempeln

Mit einer revolutionär neuen Batterietechnik könnte Dyson das Tesla-Manöver wiederholen. Wenn James Dysons Andeutungen der Wahrheit entsprechen, müssten sich alle anderen – inklusive Tesla – vor dem Außenseiter fürchten. Denn ein Wagen mit einer signifikant besseren Akku-Lösung würde alle Konkurrenten, die auf Lithium-Ionen-Batterien setzen, mit einem Schlag deklassieren. Was heute noch als Auto von morgen erscheint, wäre quasi über Nacht ein Modell von gestern.


Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.