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Ford Vignale: Pausenbrot

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man fast lachen. Ford zeigt auf der IAA mit der Konzeptstudie des Vignale eine besonders edle Version des Mondeo. Doch der ist in Europa nach wie vor nicht zu bekommen.

Seit rund einem Jahr ist der neue Ford Mondeo in Märkten wie der USA unter dem dortigen Namen Fusion bereits auf dem Markt. Sogar eine Hybridversion ist längst erfolgreich im Markt etabliert und tritt gegen die internationale Volumenkonkurrenz von VW Passat, Chevrolet Malibu oder Toyota Camry an. Die europäischen Kunden schauen nach wie vor in die Röhre und müssen sich mit dem alten Ford Mondeo helfen, der sich einer mehr als mäßigen Nachfrage erfreut. Weil die Produktionskapazitäten in Europa umgestellt werden, kommt der neue Mondeo erst im Herbst kommenden Jahres zu uns. Dann ist er in anderen Ländern bereits zwei Jahre auf dem Markt und wartet 2015 auf seine Modellpflege. Kein Wunder, dass der alte Mondeo hierzulande keine Chance gegen die Konkurrenz hat. Nächstes Jahr folgen der neue VW Passat und eine Neuauflage von Audi A4 und Mercedes C-Klasse. Da hätte den Kölner ein bis zwei Jahre Verkaufsvorsprung nicht nur im Flottengeschäft allemal gut getan.

Auf der IAA gibt es ein weiteres Mal den neuen und eben längst bekannten Ford Mondeo zu sehen, der lokal nicht verfügbar ist. Weil ein luxuriöses Ford-Modell oberhalb des Mondeo sowieso im Portfolio fehlt, soll der Mondeo ab 2015 mit der neuen Ausstattungsvariante Vignale nach oben wachsen und das Image nach oben ziehen. Ob dafür eine paar strahlende 20-Zoll-Felgen, Chrom-Applikationen, Steppnähte und ein eigener Hol-Bring-Service reichen werden, darf bezweifelt werden. Auch Hightech-Optionen wie LED-Scheinwerfer, Einparkassistent, WLan-Anschluss und ein acht Zoll großer Monitor ist im Wettbewerbsumfeld nicht wirklich neu, sondern eben nur für Ford eine neue Errungenschaft. Darüber täuschen auch edle Einstiegsleisten, schick gearbeitete Vignale-Signets und belederte Türtafeln nicht hinweg. "Auf der Produktseite und auch als Kundenerlebnis wird ,Vignale‘ die höchste Qualitätsstufe der Marke Ford in Europa bieten", erläutert Stephen Odell, Präsident von Ford Europa, "mit dem Mondeo Vignale Concept stellen wir jetzt jene Premiumvariante vor, nach der unsere Kunden in puncto Design und Qualität, moderne Funktionen und Exklusivität gefragt haben".

Viel wichtiger dürfte sein, dass der neue Mondeo endlich auf die europäischen Märkte kommt. Er bringt nicht nur ein neues Design sowie moderne Drei- und Vierzylinder, sondern auch Allrad- und Hybridantrieb. Die Spirtsparmeister freuen sich übe den bekannten Eco-Boost-Dreizylinder-Motor mit einem Liter Hubraum und 125 PS und einem Drehmoment von 180 Newtonmeter (Overboost: 200 Nm), der in der Mittelklasse-Limousine debütiert. Wem das nicht genug ist, bekommt eine Hybrid-Variante mit einem 2.0-Liter-Benziner und einem 35 kW (48 PS) starken Elektromotor. Nimmt man das amerikanische Schwestermodell Fusion als Maßstab, soll der Hybrid 5,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und rein elektrisch bis 100 Stundenkilometer schnell sein. Gespeist wird der Stromer von einer Lithium-Ionen-Batterie.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.