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Kratz-Attacke auf Aston Martin: Hier wird ein Luxuswagen vor laufender Kamera zerkratzt

Ob er Spaß hatte, als er das Auto zu zerkratzte? Richtig glücklich wirkt ein Schlüssel-Kratzer aus London bei seiner Tat. Blöd nur, dass er die Dashcam im Auto übersah.

Hier rüstet sich der Kratzer für seine Tat.

Hier rüstet sich der Kratzer für seine Tat.

10.000 Euro Schaden mit einem kleinen Kratzer. Ein missgünstiger Fussgänger hat in London einen Luxuswagen von Aston Martin zerkratzt. Dummerweise lief die Dashcam des Autos, der Täter wurde in HD gebannt. Und so sieht er also aus, der Vandale von heute: Anstelle eines betrunkenen Punks sieht man einen gut gekleideten, sportlichen Herren mittleren Alters. Kleidung und Kinderwagen deuten an, dass er nicht gerade zu den Verlierern der Gesellschaft gehört. Dennoch muss ihn der teure Aston Martin so geärgert haben, dass er seinen Kinderwagen auf dem freien Gehweg stoppte und einen Schlüsselband herauskramte. Dann nahm er absichtlich den Weg zwischen zwei parkenden Autos und kratzte dabei am Luxusmobil entlang. Offenbar fühlte er sich unbeobachtet.

 

 Pech für ihn war, dass der Wagen mit einer Dashcam ausgerüstet war. Der Besitzer des Fahrzeugs war gerade einkaufen. Moderne Autokameras reagieren auf Annäherung und schalten sich in so einem Fall automatisch ein. Dadurch werden meist Parkrempler aufgezeichnet. Hier muss der Autokratzer die Kamera übersehen haben, in aller Deutlichkeit ist sein angespanntes dabei aber auch glückliches Gesicht zu sehen, als er den Wagen zerkratzte. Anders als in Deutschland behindern in Groß Britannien keine Datenschutzgesetze den Betrieb von Dashcams. Im Gegenteil: Die Polizei in London fahndet nun mit dem Videoschnipsel nach dem Auto-Kratzer. Für den gepflegten Daddy dürfte es ein teurer Spaziergang werden: Neben den Reparaturkosten kommt noch eine Strafe wegen Sachbeschädigung auf den frischgebackenen Papa zu.

 

In Deutschland ist der Einsatz von Dashcams umstritten. Grund ist der Datenschutz. Die Kameras nehmen auch Bilder von Unbeteiligten auf. Auch wenn diese Bilder automatisch wieder gelöscht werden, wird so in das Recht auf informelle Selbstbestimmung von Passanten eingegriffen. Tatsächlich profitieren wohl nur Unfallverursacher vom deutschen Datensachutz.

Kra

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.