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Inserat bei Ebay-Tochter: Darum verkauft ein Mann 19 baugleiche Porsche zum "Schnäppchenpreis"

Auf einem Online-Marktplatz wird derzeit eine ganze Halle voller identischer und fabrikneuer Porsche-Rennwagen angeboten. Und das deutlich unter dem Herstellerpreis. Hinter dem ungewöhnlichen Angebot steht ein geplatzter Traum.

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Die angebotenen Porsche 911 GT3 auf der Plattform "Marktplaats".

Der Autohändler Piet Oldenhof im niederländischen Enschede ist auf die Vermittlung außergewöhnlicher und rarer Fahrzeuge spezialisiert. Was er nun im Angebot hat, dürfte aber auch für ihn außergewöhnlich sein. Auf der niederländischen Verkaufsplattform "Marktplaats", einer Ebay-Tochter, bietet er  "mehr als 18" exakt baugleiche Porsche 911 GT3, Baujahr 2015, an. Die Fotos über dem Angebot zeigen eine volle Halle mit den weiß lackierten Rennern. Nicht nur Porsche-Fans dürften bei dem Anblick der Coupés mit der Zunge schnalzen. Jeder der Sportwagen hat 476 PS und 3800 Kubikzentimeter Hubraum. Zur weiteren Ausstattung gehören Rennsitze und ein externer Benzintank.

Laut Inserat ist keiner von den Wagen je auch nur einen Kilometer gefahren, der Kilometerstand zeigt demnach exakt "Null" an. Für betuchte Autoliebhaber ist das Angebot zudem ein Schnäppchen: Der Preis beträgt "nur" 134.500 Euro pro Wagen. Das ist happig, liegt aber immer noch weit unter dem Porsche-Listenpreis. Beim Hersteller startet der 911 GT3 bei rund 150.000 Euro. 

Pläne für ein Rennteam pulverisierten sich

Wie die Zeitung "De Telegraaf" berichtet, verkauft der Händler die Autos im Auftrag eines reichen Kunden. Dessen Identität hält Oldenhof streng geheim, gibt gegenüber der Zeitung aber an, dass die Autos nicht in den Niederlanden seien. "Wenn sie jemand will, am liebsten alle gleichzeitig, dann fliegen wir hin und schauen sie uns an", zitiert das Blatt ihn. Der Standort eigne sich, um etwas länger dort zu bleiben und die Fahrzeuge ausgiebig zu testen. Sie stehen demnach in einer Halle neben einer Rennstrecke.

Und da liegt auch der Grund für den Verkauf: Dem "Algemeen Dagblad" zu folge, wollte der jetzige Besitzer ein Rennteam aufbauen, bestellte dafür 22 der GT3. Dieser platzte den Berichten nach jedoch, weil der vermögende Autofan offenbar den personellen Aufwand seines Vorhabens unterschätzte. "Er hat drei Porsches behalten, der Rest steht zum Verkauf" zitiert die Zeitung Oldenhof. Dem Händler nach stehen 19 Fahrzeuge zur Verfügung. Wer das ganze Paket auf einmal nimmt, kann bestimmt noch einen Rabatt rausschlagen. 

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rös

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.