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Mille Miglia 2014: Oldtimer rasen durch Italien

Mille Miglia - der spektakulärste Oldtimer-Event der Welt startet. Mehr als 450 historische Rennwagen bahnen sich ihren Weg von Brescia nach Rom und zurück.

Mercedes auf der Mille Miglia 2014

Mercedes auf der Mille Miglia 2014

Kinder haben schulfrei, Geschäfte bleiben geschlossen und hunderttausende von Autobegeisterten zieht es an die historische Route, die jedes Frühjahr quer durch Italien führt. Ein Oldtimerrennen wie die Mille Miglia kann es nur in Italien geben. 1708 Kilometer geht quer durch das Land von Pasta, Pizza und Berlusconi.

Auch wenn es bei der Neuauflage der Mille längst nicht mehr um Geschwindigkeiten und Rekorde geht, donnern Mercedes Flügeltürer, BMW 328, Porsche 356 oder Bugatti 35A mit waghalsigen Piloten und erfahrenen Beifahrern durch sattgrüne Landschaften und enge Ortsdurchfahrten. Dort, wo Motorradpolizisten fröhlich winkend im Gegenverkehr den Weg frei machen für historische Boliden, ist Autofahren noch das, was früher einmal war: ein Abenteuer.

Mille Miglia 2014: Bella Italia
Bentley auf der Mille Miglia 2014

Bentley auf der Mille Miglia 2014

Seit 1977 wird die Mille Miglia als Hommage an das ehemals härteste Autorennen als Neuauflage ausgetragen. Mittlerweile geht es auf der Route Brescia - Rom und wieder zurück nicht mehr um Spitzengeschwindigkeiten und Bestzeiten. Teilnehmen dürfen ausschließlich Fahrzeuge, die bereits bei den historischen Rennen zwischen 1927 und 1957 am Start waren und sich im Originalzustand befinden. Stirling Moss, Huschke von Hanstein oder Tazio Nuvolari wurden durch die Mille Miglia zur Legende.

Höhepunkte im Teilnehmerfeld kommen von den Traditionsfirmen. Da sind aus der Vorkriegszeit Modelle wie der 1930er 4 ½ Liter Blower Bentley mit seinem Kompressor aufgeladenen Sechszylinder, der als Le-Mans-Team-Car dem berühmtesten aller "Bentley-Boys" Sir Henry Birkin gehörte. Kaum weniger spektakulär der frühere Bentley Sports Four Seater mit offenem Vanden-Plas-Aufbau. Ebenfalls absolute Raritäten sind Fahrzeuge wie das Bugatti-Doppel aus T 35 und T 51, die die über 1700 Kilometer lange Strecke zu einer echten Herausforderung werden lassen.

Am Donnerstagabend starten die Teilnehmer ab 18 Uhr in Brescia zur 228 Kilometer langen ersten Nachtetappe, die über Padua nach Thermae Abano Montegrotto führt. Am Freitag geht es ab morgens ins 710 Kilometer entfernte Rom. In der Hauptstadt startet das Feld der historischen Wettbewerbsrenner am Samstag wieder Richtung Norden zur 552 Kilometer langen dritten Etappe nach Bologna. Erstmals wird die Mille Miglia in diesem Jahr an vier Tagen ausgetragen. Das letzte Teilstück führt am Sonntag schließlich ins 218 Kilometer entfernte Brescia.

Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.