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Neue Elektroautos auf der IAA: Letzte Ausfahrt Elektromobilität

Elektroautos sind bisher schwer verkäuflich. BMW und VW wollen das ändern. Eine Firma riskiert alles, die andere geht auf Nummer sicher. Opel will beiden einen Strich durch die Rechnung machen.

Von Gernot Kramper

Elektroauto? Alternative Antriebe? Schon wieder, man kann es kaum noch hören. Irgendwie ist das Thema Elektromobilität durch. Freude und Euphorie sind verflogen, noch bevor die Batterieautos wirklich auf die Straße gekommen sind. Der Marktanteil der E-Autos beträgt in Deutschland im Moment 0,165 Prozent der Neuzulassungen. Nun wollen BMW und Volkswagen mit neuen Modellen die Begeisterung neu entfachen. Volkswagen bringt zwei Großserienfahrzeuge mit Elektroantrieb heraus, BMW will mit einem komplett neuen Fahrzeug überzeugen.

BMW macht Öko cool

BMW ist der mutigere Hersteller. Der i3 wurde ausschließlich für den Elektrobetrieb entwickelt. Aussehen und Technik sind innovativ. Wer mit einem Stromer cool sein will, kommt um den i3 nicht herum. Es ist ein Wagen für den Hipster. Viele ältere Strommodelle wirken neben ihm entweder konventionell oder einfach nur mickrig.

Selbst der Preis passt: 35.000 Euro verlangt BMW für die gebündelten Innovationen. Billig ist das nicht, aber der i3 ist auch ein BMW und kein Fiat. Vorteil hier: BMW hat den Autoalltag nicht vergessen. Auf Wunsch gibt es den i3 mit einem Benzinmotor als Rangeextender, dann stimmt auch die Reichweite. Für den privaten Käufer, der keinen Zweitwagen sucht, ist das ein entscheidendes Argument. Zwar belegen Studien, dass 80 Prozent alle Autos nicht mehr als 50 Kilometer am Tag zurücklegen. Man kann aus den Studien aber herauslesen, dass an drei Tagen in jeweils zwei Wochen deutlich mehr gefahren wird. Und wer möchte schon einen Wagen, der so häufig passen muss?

Volkswagen setzt auf Stromer pur - eine Reichweitenverlängerung ist nicht vorgesehen. Auf der Inetrantionalen Automobil Ausstellung in Frankfurt werden Up und Golf mit Elektroantrieb vorgestellt. Die Leistungsdaten sind ordentlich. Der Up schafft 160 Kilometer weit; der Golf sogar 190 Kilometer. Die Preise sind allerdings auch stolz. 35.000 Euro kostet der Elektro-Golf, 27.000 Euro der Up.

Keine Insellösungen bei VW

Anders als bei BMW unterscheiden sich die Elektroversionen kaum von den Versionen mit konventionellen Antrieben. Für ein sichtbares Ökostatement eignen sie sich daher nicht. Volkswagen ging schon bei der Konzeption auf Nummer sicher. Alle neuen Modelle, die auf dem sogenannten Modularen Querbaukasten von VW basieren, können mit Elektroantrieb oder mit konventionellem Antrieb gebaut werden. Laufen die Stromer gut, werden mehr Elektrovarianten hergestellt, sonst eben mehr Benziner. Aufsehenerregende Insellösungen wird es von VW nicht geben, dafür kann aber die gesamte Modellpalette elektrifiziert werden.

Beide Strategien haben ihren Reiz. BMW hofft weltweit mit dem i3 zu "der" angesagten Elektromarke zu werden. Volkswagen geht dieses Wagnis nicht ein. Angesichts der konservativeren Kundschaft ist das eine nachvollziehbare Entscheidung, die zur Strategie von VW passt. Der Weg zur Elektromobilität sei kein Sprint sondern ein Marathon, lautet das Credo der Wolfsburger. Das soll heißen: Der Start ist unwichtig, entscheidend ist, wer am Ende noch Energie übrig hat.

Die vernünftige Alternative heißt Erdgas

Alle Augen auf der Messe werden sich zunächst auf die neuen Stromer richten. Für den normalen Kunden, der nicht mindestens 12.000 Euro Aufpreis für den Elektroantrieb zahlen kann, sind die Autos interessanter, die im Rahmen des Messeschwerpunkts für Erdgasantriebe vorgestellt werden. Erdgas hat eine hervorragende Umweltbilanz, die CO2-Werte stimmen und der Schadstoffausstoß ist gering. Die Mehrkosten betragen etwa 2000 Euro. Eine Summe, die der Käufer durch die weitgehende Steuerbefreiung des Kraftstoffes schnell wiederherein holen kann.

Eine Tag bevor BMW und Volkswagen ihre Modelle in Frankfurt ins Spiel bringen, reagiert Opel mit einer radikalen Preissenkung für den Ampera auf die neue Konkurrenz. Ihn gibt es nun offiziell 7500 Euro billiger. 38.000 Euro soll der Mittelklasse Stromer ab sofort kosten. Angesichts der üppigen Ausstattung erreicht der Opel das Preisniveau von E-Golf und BMW i3 - nur ist bei ihm der Zusatzmotor, der Rangeextender, schon inklusive. Man muss daher keine Angst haben, im Opel liegen zu bleiben.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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