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Neuvorstellung: Seat Arona: Gut vernetzt

Mit dem kompakten SUV Arona will Seat vor allem eine junge Kundschaft erreichen. Individualisierbarkeit und viel Elektronik sollen da ebenso helfen, wie höher Alltagsnutzen.

Im Seat Arona steckt viel Seat Ibiza

Im Seat Arona steckt viel Seat Ibiza

Das echte SUV-Gefühl mag sich nicht so richtig einstellen, nimmt man auf dem Fahrersitz des neuen Seat Arona Platz. Man steigt nicht hoch und genießt die Übersicht über das Verkehrsgeschehen ringsum, sondern läßt sich nieder in einen Kleinwagen. Es läßt sich nicht wirklich verleugnen, dass in dem Crossover eigentlich als Basis der frisch aufgelegte Seat Ibiza steckt. Da hilft auch nur bedingt, dass der Fahrersitz gegenüber dem Ibiza um 52 mm und die Bodenfreiheit um 15 mm erhöht wurden.

Gut vernetzt
Im Seat Arona steckt viel Seat Ibiza

Im Seat Arona steckt viel Seat Ibiza

Dabei macht der Arona schon auf den ersten Blick durchaus was her, wenn man ihn sich zum Beispiel von der Seite ansieht: Mit 4.138 mm ist er fast acht Zentimeter länger als der Ibiza und in der Höhe überragt der SUV den Stadtflitzer glatt um fast zehn Zentimeter. Quadratisch, zackig - das Design zeigt wie bei Seat üblich eine scharf geschnittene Linienführung. Vorne dominieren LED-Scheinwerfer und das Tagfahrlicht in der Dreiecks-Optik, das auch als Blinker dient, hinten LED-Rückleuchten. Die Offroad-Optik allerdings täuscht: In der Regel läuft der Arona ganz unspektakulär mit Frontantrieb. Allenfalls die Topmodelle werden künftig vielleicht auch mit Allradantrieb angeboten werden - aber das ist eher Spekulation.

Innen bietet der Arona ordentlich viel Platz - nicht nur in der ersten Reihe. Selbst, wenn die Vordersitze ganz nach hinten verschoben sind, hat man auch als Erwachsener auf der Rückbank noch mehr Kniefreiheit, als in so mancher Mittelklasselimousine. Dank der hohen Karosserieform macht auch die Kopffreiheit keine Probleme. Und der Laderaum gehört mit 400 Litern zu den größten in der Fahrzeugklasse. Nur die Sitzauflage vorne, so der erste Eindruck, dürfte etwas breiter sein.

Die Zahl der Anzeigeinstrumente, Knöpfe und Schalter - eher übersichtlich. Das meiste wird über die große Touchscreen in der Mitte des Cockpits eingestellt. Vor dem Fahrer: Tacho und Drehzahlmesser in herkömmlichem Analog-Design. Die Mittelkonsole ist etwas erhöht, damit der Gangwahlhebel gut in Griffweite liegt. Zumindest bei den Präsentationsmodellen machen Qualität und verbaute Materialien einen guten ersten Eindruck.

Seat will vor allem mit Individualisierbarkeit und einem in dieser Fahrzeugklasse ungewöhnlich umfangreichen Bündel an Assistenzsystemen punkten. Zweifarbigkeit gehört dazu (mit 68 möglichen Farbkombinationen), flockige Ausstattungspakete und dynamische Anbauteile. Unter den Assistenten besonders erwähnenswert: das Parkmanagement. Der Seat findet nicht nur selbstständig eine Lücke und parkt automatisch ein, sondern warnt auch noch per App vor einem Überschreiten der Parkzeit.

Seat zielt auch mit dem Arona auf ein vor allem junges Publikum. Entsprechend hochgerüstet sind Infotainmentsystem und Vernetzung. Apple CarPlay, AndroidAuto und MirrorLink gehören zum Angebot ebenso wie ein Soundsystem von BeatsAudio, das über acht Kanäle, sechs Lautsprecher und einen Subwoofer im Kofferraum 300 Watt in die Gehörgänge der Insassen knallt.

Wer etwas über die Motoren wissen will, dem genügt ein Blick hinüber zum Ibiza und ins VW-Konzernregal. Dominieren werden demnach vor allem die kleinen Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und Leistungen von 95 und 115 PS sowie der 1,4-Liter-Diesel mit 95 und 115 PS. Darüber stehen ein Vierzylinder-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum, der auf 150 PS kommt. Alle Motoren werden per Turbolader aufgepeppt, Start-Stopp-System ist serienmäßig. Fehlt irgend wann schließlich noch der Arona Cupra, der als sportlichste Version rund 200 PS leisten könnte. Ab Mitte 2018 wird auch ein Erdgas-Modell mit 90 PS im Angebot sein. Eine Hybrid- und eine Elektroversion steht erst in rund drei Jahren auf der Agenda.

Der kleine Arona soll nicht nur dem Renault Capture, dem Peugeot 2008, dem Opel Mokka oder dem Nissan Juke Kunden abgraben. Er positioniert sich innerhalb des VW-Konzerns auch gegen den künftigen Polo-SUV T-Cross, der zusammen mit dem Arona im spanischen Martorell vom Band laufen wird. Basis ist hier wie da der Modulare Quer Baukasten (MQB - A0) - die Allzweckwaffe der Wolfsburger Markenpalette. Zu welchem Preis der Arona ab Herbst 2017 bei den Händlern stehen wird, ist noch nicht offiziell - inoffiziell ist von 16.000 Euro plus die Rede.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.