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OX-Lkw von Formel-1-Designer: Wie von Ikea – dieser Truck zum Selbermachen wird im Karton geliefert

Der OX ist ein robuster Offroader und gleichzeitig ein Lkw für Bastler: Dieser Truck soll sich so leicht montieren lassen wie ein Schrank von Ikea. Geliefert wird er im Karton. Zwölf Stunden Selbst-Montage - und los geht es.  

Der Fahrzeugboden ist vor Beschädigungen geschützt. Bodenfreiheit und Böschungswinkel sind hoch, das Fahrzeuggewicht klein. 

Der Fahrzeugboden ist vor Beschädigungen geschützt. Bodenfreiheit und Böschungswinkel sind hoch, das Fahrzeuggewicht klein. 

Der OX-Lkw, der in einem Pappkarton geliefert wird, soll den Transport in Afrika revolutionieren. Der leichte Lkw kommt als Bausatz und wird vom Kunden zusammengesetzt. Das Ganze soll nicht viel schwieriger sein, als die Montage einer Schrankwand von Ikea.

Der berühmte Designer von Formel-1-Boliden Gordon Murray hat das Gefährt im Auftrag von Torquil Norman und dessen Global Vehicle Trust entwickelt. Der Prototyp wurde 2013 vorgestellt. Drei Jahre und zwei Prototypen weiter, gibt es nun ein nahezu produktionsreifes Modell. Die Entwicklungskosten sind absurd niedrig; Vier Millionen Pfund wurden bisher investiert.

Für Design wurde jedenfalls nichts ausgegeben. Der OX besteht aus graden Flächen, entweder bestehen sie aus Stahl oder aus verschraubten Plywood-Platten. Einfach zu montieren, einfach zu reparieren. Der OX hat auch ein Vorbild: den Africar aus den 80er Jahren, aber das Design eines Selbstmontage-Fahrzeugs ist komplett neu.

"Niemand hat einen Karton-Lkw jemals entwickelt. Die Probleme, die wir lösen mussten, sind ganz andere als bei Bausätzen für Möbel oder Fertighäuser. Da haben wir bei Null angefangen," sagte Murray zu Wired.

Der X-Bausatz umfasst jetzt etwa 60 Teile. Die Vorteile des Bausatzes sind einfach erklärt. Die Frachtkosten sinken erheblich. Sechs Stück passen in einen der üblichen 11-Meter-Container. In der Box geschützt, können sie in jeden Ort auf der ganzen Welt verschickt werden. Die Vor-Ort-Montage des OX kommt den dortigen Betrieben zugute. Drei Mann soll etwa 12 Stunden für ein Modell benötigen. Der modulare Aufbau macht es einfach, Schäden zu reparieren. Auch andere Aufbauten lassen sich leicht vor Ort auf der Plattform realisieren. Die Technik wie Motor und Getriebe ist bei der Lieferung bereits im Fahrgestell integriert. Konkurrenten für den OX dürften gebrauchte Pick-ups in Heavy-Duty-Ausführung sein. Besserer Unfallschutz und vor allem modernere Triebwerke machen diese Wagen aus den USA aber zunehmend uninteressanter für den Einsatz in Afrika, dem Zielmarkt des Offroad-Lkw.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.