VG-Wort Pixel

Teurer Parkplatz 26-Jährige soll 25.000 Euro fürs Falschparken bezahlen


Eine junge Frau glaubte ein Recht auf "ihren" Parkplatz zu haben. Die Knöllchen warf sie einfach weg. Ein Jahr lang. Das war ein teurer Irrtum, wie sich nun herausstellte.

Fast jeden Tag fand Carly Mackie ein Knöllchen an ihrem Mini vor - wegen Falsch-Parken. Kein Wunder, denn sie stand exakt vor der Einfahrt einer Garage. Aber weil es ihre eigene Garage war, dachte sie sich nichts dabei und warf die Tickets weg.

Ein böser Fehler: Dieses Spiel dauerte über ein Jahr. Dann bekam Mackie Post. Die 26-Jährige möge die aufgelaufenen Bußen von fast 25.000 Euro (18.500 Pfund) umgehend bezahlen, stand darin. Ihr Einspruch hatte keinen Erfolg. Es sei richtig, dass ihr eine Garage gehöre, dennoch sei das Parken auf der Straße vor der Garage verboten. Es ständen dort auch Parkverbotsschilder. Irgendwelche Sonderrechte als Garagenbesitzer standen Carly Mackie nicht zu. Die Knöllchen seien zu Recht erlassen worden.

Fahrerin bleibt stur

Nebenbei wurde darauf hingewiesen, dass sie gegen jedes Knöllchen hätte Einspruch erheben können, die Fristen aber allesamt versäumt habe. Carly Mackie, sagte der Daily Mail: "Ich habe nur vor meiner eigenen Garage geparkt. Ich habe niemanden behindert. Dort parkt sonst niemand."

Die Gesellschaft, die die Bußen verteilt, beeindruckt der Einwand nicht. Das Parken in den Wegen zu den Parkplätzen sei eben verboten, sagte ein Sprecher. Die Bußen also rechtens. Die Summe sei auch nur darum so hoch, weil Mackie sich nicht gemeldet habe und sie den Halter des Fahrzeugs erst haben ermitteln müssen. Auch nur an einen Teilerlass der Summe denkt die Firma offenbar nicht. Sollte nicht bezahlt werden, würde ein gerichtliches Verfahren angestrengt, so der Sprecher. Mit weiteren Kosten ist dann zu rechnen.

In Groß Britannien ist die Überwachung des ruhenden Verkehrs meist privatisiert. Mit einem Entgegenkommen ist unter diesen Bedingungen kaum zu rechnen. Für die Firma geht es immerhin um Einnahmen in Höhe von 25.000 Euro.

Carly Mackie seht keine Schuld bei sich. Sie fühlt sich unschuldig verfolgt und erwägt umzuziehen, hin zu einem freundlicheren Parkplatz.

Gernot Kramper

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker