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China-Plagiat Suzhou Eagle Carrie: Vorn Ferrari, hinten Porsche

Der Suzhou Eagle Carrie sorgte auf der Autoshow in Shanghai für ungläubige Blicke. Von vorn Ferrari, von hinten Porsche - was ist er denn nun?

Suzhou Eagle Carrie: Bitte lächeln
Von hinten schaut er aus wie ein Porsche Cayman.

Von hinten schaut er aus wie ein Porsche Cayman.

Seit wenigen Tagen kursieren Fotos eines ganz bestimmten, kleinen, grünen Autos in den Medien. Der Carrie aus dem Hause Suzhou Eagle wirkt auf der Shanghai Autoshow wie ein Kamera-Magnet. Und das nicht etwa, weil er so neu, elektrisch oder gar zukunftsweisend ist. Nein, ganz im Gegenteil. Er ist bekannt. Zumindest kommt er einem bekannt vor. Solange der Blick nur auf das Heck, oder nur auf die Front gerichtet wird, wirkt er, wie ein alter Bekannter. Ok, die Front passt nicht so recht zum irgendwie dann auch wieder bekannten Logo. Aber als Gesamtkunstwerk betrachtet, könnte der Eagle Carrie genau das darstellen, von dem Sportwagenfreunde immer schon geträumt haben. Und das wäre: ein gelungener Mix aus Porsche und Ferrari.

"Dann können wir uns ja das Facelift für den Cayman sparen"

Genauer gesagt, fällt beim Blick auf seinen Hintern die unverkennbare Ähnlichkeit zum aktuellen Porsche Cayman auf. Dieser Eindruck wird durch die nahezu gleiche Schriftart des Namenszuges Eagle Carrie erhärtet. Und auch die Seitenansicht, die vom großen Lufteinlass vor dem Hinterrad und den Logos auf den Radnaben geprägt wird, lässt bis zur A-Säule wenig Raum für Spekulationen. Das muss ein Porsche Cayman sein. Michael Mauer, seines Zeichens Porsche-Chefdesigner, meint nur süffisant: "Dann können wir uns ja das Facelift für den Cayman sparen."

Doch was zwischen den Seitenspiegeln und der Nase zu sehen ist, dessen Design-Ursprung liegt nicht mehr in Zuffenhausen, sondern im italienischen Maranello. Allerdings hat sich hier der Designer offensichtlich nicht auf ein einziges Ferrari-Modell beschränken wollen. Mit den Frontscheinwerfern eines California T und der diabolisch grinsenden Front eines FF, der lediglich die Hochkant-Chromspangen und die beiden Zusatzlufteinlässe fehlen, ist Suzhou Eagle ein echter Hingucker gelungen. Bei der genauen Betrachtung des Logos würde ein echter Schwabe sehr wahrscheinlich von einem "Geschmäckle" reden. Denn an dieser Stelle darf so langsam aber sicher der Begriff des Plagiatverdachts fallen.

Rein elektrischer Sportwagen

Der 4,30 Meter lange, 1,80 Meter breite und 1,30 Meter hohe grüne Wagen ist seinen beiden Hersteller-Vorbildern jedoch in einem weit voraus: er ist rein elektrisch. Na gut, mit seinen beiden je 25 Kilowatt starken Radnabenmotoren schafft er gerade einmal 120 Sachen. Aber in puncto Drehmoment und Beschleunigung ist der ohne Batterien 800 Kilogramm schwere Chinese nicht ganz so leicht abzuhängen. Bereits nach 4,8 Sekunden flitzt der Zweisitzer mit Tempo 100 über die Straße. Der 600 Newtonmeter starke Antrieb verbraucht dabei neun Kilowattstunden auf 100 Kilometern. Die Reichweite beläuft sich auf über 260 Kilometer. Insgesamt dürfen 260 Kilogramm hinzugeladen werden. Wie schwer die Batterien sind, will niemand der rund 400 Mitarbeiter des chinesischen Unternehmens verraten.

Dabei ist der Carrie nicht das erste Fahrzeug aus den Fertigungshallen der Marke Suzhou Eagle. Sie zählt zu den führenden Herstellern und kurioserweise auch Designern im Bereich der allradangetriebenen Elektrofahrzeuge - in China wohlgemerkt. Seit 1999, und somit viel später als Porsche - was einen eventuellen Streit ums Logo sehr schnell beenden dürfte - fertigen sie vor allem kleine Elektroautos und elektrische Sonderfahrzeuge, wie Golfkarts, Müllwagen, Feuerwehrfahrzeuge oder auch viersitzige Kleinstwagen. Ob der kleine, zweisitzige Porrari oder Ferrorsche jemals in die Serienproduktion geht, steht noch in den Sternen. Bis es soweit ist, können sich die Designer ja vielleicht zumindest auf ein eigenes Logo einigen.

Press-Inform

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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