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Elektrisches Krabbeltier auf Rädern: Das Swincar ist halb Spinne und halb Auto

Wer sich mit einem Spaßmobil im Gelände bewegen möchte, setzt auf Allradantrieb. Ein geringes Fahrzeuggewicht erhöht den Spaßfaktor ebenfalls. Wer sich darüber hinaus elektrisch fortbewegt, beruhigt auch noch sein grünes Gewissen. In Frankreich haben Ingenieure ein Gefährt gebaut, das diese Kriterien alle erfüllt. 

Halb Spinne, halb Auto

Halb Spinne, halb Auto

"Was ist das?" fragt man sich beim Anblick des Swincar. Es fährt auf vier Rädern, jedes davon mit einem eigenen 1,5 Kilowatt Radnabenmotor. Die Räder sehen aus, wie von einer Enduro abgeschraubt und die Fahrerkabine scheint von einer Seifenkiste entliehen zu sein. Wirkt alles ein bisschen zusammengebastelt. Wer das kleine Gefährt in Aktion sieht, kommt wegen der enormen Geländegängigkeit trotzdem ins Staunen.

Das Swincar legt sich in die Kurve

Das Swincar legt sich in die Kurve


Hauptgründe für die Krabbelfähigkeit der kleinen Elektro-Spinne sind die große Bodenfreiheit und die extreme Verschränkung der Achsen. Diese Konstruktion ermöglicht einen nahezu ständigen Kontakt aller vier Räder mit dem Boden. Der Fahrer sitzt in einer kleinen Gondel, die über dem Boden schwebt, die Achsen sind oberhalb des Schwerpunkts aufgehängt. Dass die Gondel bei der Vorstellung auf dem "Salon de l’Innovation" in Genf noch zusammengebastelt und nach Seifenkiste aussah, spricht dafür, dass der Fokus eher auf der Technik lag als auf dem Design. Der Kontrast zum Rest des Fahrzeugs ist zumindest auffällig.

Bleibt ständig auf dem Boden

Bleibt ständig auf dem Boden


Die Besonderheit der Achsen liegt darin, dass sie sich relativ frei bewegen können – die Kabine ist nicht starr mit dem Fahrwerk verbunden. Auf der Straße neigt sich die Fahrerkabine bei Kurvenfahrt, im Gelände verschieben sich die Achsen bei Unebenheiten im Boden oder am Hang. Ergebnis: das Swincar scheint bei Bedarf tatsächlich ein Bein anzuheben und passt sich auch extrem schrägen Hängen oder großen Steinen an.

Am Hang verschränken sich die Achsen

Am Hang verschränken sich die Achsen


Die Akkulaufzeit des Prototypen geben die Franzosen je nach Fahrweise mit circa vier Stunden an. Sollte es tatsächlich zu einer Serienfertigung kommen, wird es aller Voraussicht nach verschieden starke Batterien mit unterschiedlichen Laufzeiten geben. Ebenfalls in Planung ist eine Version für Menschen mit Handicap und eine Version mit zwei Sitzen. Über Preise geben die Entwickler noch keine Auskunft.



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