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"Model 3" im Zeitplan: E-Auto für 35.000 Dollar: Teslas riskanter Angriff auf den Massenmarkt

Große Versprechen trotz roter Zahlen: Tesla-Chef Elon Musk hat sich einen ambitionierten Zeitplan für den ersten Mittelklasse-Stromer "Model 3" gesetzt. Der birgt einige Risiken.

Tesla Model 3

Mit dem Model 3 will Tesla den Mittelklasse-Markt für Eleketroautos erobern

Der Elektroautobauer Tesla hält am ehrgeizigen Zeitplan für seinen Angriff auf den Massenmarkt fest. Man sei auf Kurs, die Produktion des ersten Mittelklasse-Stromers im Juli anlaufen zu lassen, teilte das Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Im September solle das "Model 3" dann in die Serienfertigung gehen.

Tesla produziert derzeit zwei Fahrzeuge - die Limousine Model S und den Siebensitzer Model X. In diesem Jahr soll nun das Model 3 folgen, das mit einem Startpreis von 35.000 Dollar (33.200 Euro) erschwinglicher sein soll als die bisherigen Modelle.

Musk geht mit dem ersten Elektroauto von Tesla, das sich an die breite Masse wendet, ein hohes Risiko ein. Mithilfe des "Model 3" soll die Jahresproduktion bis 2018 auf 500.000 und bis 2020 auf eine Million Wagen steigen. Im vergangenen Jahr fertigte das Unternehmen knapp 84.000 Fahrzeuge.

Tesla rutscht wieder in die roten Zahlen

Um seine ambitionierten Ziele zu erreichen, nimmt Musk mit Tesla viel Geld in die Hand und rote Zahlen in Kauf. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Verlust im vierten Quartal aber immerhin von 320,4 auf 121,3 Millionen Dollar (114,7 Mio Euro). Die Umsätze wuchsen überraschend stark um 88 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.

Am Markt kamen die Quartalszahlen gut an und auch die Bestätigung der "Model 3"-Pläne dürfte Anlegern gefallen haben - nicht immer konnte Tesla die strengen zeitlichen Vorgaben seines Chefs in der Vergangenheit einhalten. Die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um rund drei Prozent. Wie groß die Hoffnungen der Investoren sind, zeigt sich auch daran, dass der Kurs seit Jahresbeginn schon um fast 30 Prozent zugelegt hat.

In den Quartalszahlen waren erstmals auch Erlöse des im November geschluckten Ökostrom-Firma SolarCity enthalten. Durch die Übernahme können die Solaranlagen in Teslas Energiesparte eingegliedert werden. Das Unternehmen bietet seit vergangenem Jahr Stromspeicher für Haushalte und Unternehmen an und will nach der Autoindustrie den Energiemarkt aufmischen.

Musk verspricht Anlegern den ersten vollintegrierten und nachhaltigen Energiekonzern der Welt. Ein wichtiger Teil der langfristigen Strategie ist auch die riesige Batteriefabrik "Gigafactory" in Nevada, die Tesla im vergangenen Sommer eröffnete. Im Januar begann dort die Zellfertigung, das Projekt ist der Schlüssel, um einmal in großem Stil Elektroautos für den Massenmarkt zu fertigen zu können.

Zuletzt war das Unternehmen nach mehreren Unfällen in Zusammenhang mit seiner Autopilot-Technologie in die Kritik geraten. Zusätzlichen Druck auf Tesla will das Unternehmen Faraday Future mit einem Serienfahrzeug aufbauen.

Tesla S im Test: Der große Stille


DPA/AFP
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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