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Off-Roader: Mit Sprühschlamm gegen lästige Kritiker

Nicht umsonst muss mancher Besitzer eines Off-Roaders Gespött über sich ergehen lassen: Geländewagen in der Stadt wirken so fehl am Platz wie der Porsche auf der Kuhwiese. Doch jetzt gibt es einen Ausweg für Autobesitzer mit Erklärungsnot.

Fahrer von Geländewagen werden immer öfter zum Gespött von Freunden und Skeptikern, denn Off-Roader sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Statt auf schlammigen Pisten zwischen Wald und Wiesen findet man sie heutzutage zumeist hochpoliert und prestigeträchtig in den besten Einkaufsgegenden. Da kommen die stolzen Besitzer schon mal in Erklärungsnot, werden sie auf den Nutzen eines solchen Vehikels angesprochen werden. Doch eine britische Firma hat jetzt das Rezept gegen lästige Kritik: Schlamm aus der Sprühdose heißt der Ausweg aus der Not und hat sich in britischen Großstädten unlängst als Verkaufshit erwiesen.

Dreck mit einer Botschaft

Der flüssige Dreck lässt sich beim City-Verkehr mühelos auf den sonst sauberen Lack spritzen und nimmt damit allen Kritikern der bulligen, Treibstoff verschlingenden Vier-Rad-Antriebler den Wind aus den Segeln, wie die BBC berichtete. "Komme gerade vom Land", soll die Botschaft lauten und damit eine Art Rechtfertigung für die Nutzung des Wagens auf städtischen Straßen vortäuschen, berichtete der Rundfunksender am Montag.

Allerdings müssten die Fahrer höllisch aufpassen, dass sie beim Schlammspritzen die Autokennzeichen nicht unleserlich machten, warnte die BBC. Doch was als Warnung gemeint ist, wird mittlerweile als guter Tipp gern missverstanden. Gewiefte Autofahrer setzen die Sprühflasche mit dem Angeber-Schlamm absichtlich Richtung Nummernschild an, um sich der Verkehrskontrolle durch Kameras zu entziehen. Normalerweise steht das Übersprühen von Kennzeichen auch in Großbritannien unter Strafe. Offenbar hoffen die Geländewagenliebhaber mit dem erschummelten Dreck aber eine bessere Ausrede zu haben als andere - schließlich kann man ja nicht jeder Schlammpfütze ausweichen. Doch egal ob Lackfarbe oder Sprühdreck, die Fahrer machen sich in jedem Fall strafbar.

DPA / DPA
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