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Restart des Kultautos? Ladekabel statt Fuchsschwanz: So sieht der E-Manta von Opel aus

Ein gelb-schwarzer Opel Manta
Über die Manta-Front zieht sich ein breiter Bildschirm, der statt des Opel-Logos auch zum Beispiel Textzeilen anzeigen kann
© Opel
Der Opel Manta ist wohl das emotional am meisten aufgeladene Auto der Deutschen. Mittlerweile fast komplett aus dem Straßenbild verschwunden, könnte er nun Comeback erleben. Als E-Auto.

Fuchsschwanz an der Antenne, breite "Schluffen", Ellbogen aus dem Fahrerfenster. Wohl kaum ein Auto war in Deutschland so mit Klischees überladen, wie der Opel Manta und seine Fahrer. Der Wagen sollte ab 1970 eine europäische Antwort des damaligen Opel-Eigners General Motors auf den Capri von Konkurrent Ford sein. Den großen Bruder Mustang konterte GM in den USA mit dem Chevrolet Camaro. Die großen Motoren der US-Vorbilder bekamen Capri und Manta nicht - sie sollten vor allem mit ihrer sportlichen Form punkten. 

Opel zeigt seinen E-Manta - erst mal nur ein Einzelstück

Und eines muss man dem Manta lassen: Er wurde zum Kult, er emotionalisierte und sein Mythos hielt sich bis lange nach dem Produktionsende im Jahr 1988. Heute ist der Manta im Straßenbild eher zur Rarität geworden.

Das könnte sich jedoch möglicherweise wieder ändern: Mit dem Einzelstück Opel Manta GSe ElektroMOD zeigen die Rüsselsheimer, wie ein E-Manta aussehen könnte. Optisch ist der knallgelbe Wagen klar an den Car-Design-Stil der 1970er Jahre angelehnt. Drinnen steckt allerdings moderne Technik: Ein 147-PS-Elektromotor, der auf Wunsch manuell geschaltet werden kann und per Lithium-Ionen-Akku mit 31 Kilowattstunden eine mittlere Reichweite von 200 Kilometern erreichen soll. Die komplette Front wird von einem LED-Screen eingenommen. Der Innenraum wird statt der klassischen Manta-Rundelemente von großen Displays dominiert. Das Drei-Speichen-Lenkrad vermittelt allerdings noch immer echtes Siebziger-Gefühl. 

Ob der E-Manta auch in Serie geht, ist offen. Der Manta GSe ist erst einmal ein Einzelstück. "Deutschland scheint auf den Manta zu warten", sagte Opel-Chef Michael Lohscheller vor kurzem im Interview mit "Business Insider". Nach positiven Reaktionen auf erste Studien wolle man nun die "Marktforschung durchspielen". Ob auch ein möglicher E-Manta wieder als Fahnenmast für Fuchsschwänze dienen wird, ist aus zwei Gründen fraglich: Erstens ist am Mata GSe keine Antenne zu sehen. Zweitens gilt Echtpelz längst nicht mehr als zeitgemäß.

Quellen: Opel, "Business Insider"

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