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Renault Scénic II: Frischzellen-Kur für den Kompaktvan-Veteranen

Sieben Jahre hat er auf dem Buckel, jetzt haben ihm seine Väter eine Rundum-Erneuerung spendiert. Der Renault Scénic übergibt das Szepter als Marktführer im Segment der Kompaktvans an den Scénic II.

Sieben Jahre hat er auf dem Buckel, jetzt haben ihm seine Väter eine Rundum-Erneuerung spendiert. Der Renault Scénic, der 1996 als erster europäischer Kompaktvan eine neue Fahrzeugklasse begründete, übergibt das Szepter als Marktführer (bis Ende 2002 liefen zwei Millionen Exemplare vom Band) in diesem Segment an seinen Nachfolger: den Scénic II.

Nach Faceliftings nun Firschzellen-Kur

Einige kleinere Faceliftings hatte der Scénic in den vergangenen Jahren bereits erhalten, was Renault jetzt auf dem Genfer Autosalon vorgestellt hat, ist ein völlig neues Auto. Was nicht weiter verwundert, denn die Basis des Scénic II ist wie immer das Fahrgestell des Mégane. Und der ist schließlich ebenfalls überarbeitet worden. Außerdem musste der Mini-Van auf die neueste Designlinie der Franzosen gebracht werden. Das bedeutet: Auch das Raumwunder von Renault hat nun das berühmt-berüchtigte neue Heck mit der eigentümlichen Rückscheibe. Vorne lächelt der neue Scénic dem Betrachter mit lustig schräg gestellten Scheinwerfern entgegen, über die man irgendwie gerne Augenbrauen malen möchte.

Es bleibt alles anders

Auch innen hat sich vieles verändert, und doch ist alles gleich geblieben: Die Van-typische Flexibilität im Umbau der Sitze (zunächst fünf, später wird es eine siebensitzige Version geben) wurde selbstverständlich beibehalten und im Detail verbessert. Werden zum Beispiel die Rücksitze zusammengeklappt und senkrecht gestellt, müssen sie nicht mehr mit einem Spannriemen fixiert werden. Außerdem gibt es jede Menge neue Ablagefächer, ein gekühltes Handschuhfach sowie eine abschließbare Staubox (15 Liter Volumen) zwischen den Vordersitzen, die sich vom Armaturenbrett bis zur hinteren Sitzbank verschieben lässt. Das geht nur, weil Renault die klassische Handbremse abgeschafft und den frei gewordenen Raum gleich genutzt hat. Das Vehikel wird von einer automatischen Parkbremse am Abstellort gehalten. Ebenfalls neu – und laut Renault im Kompaktvan-Segment einzigartig: das 1,61 Quadratmeter große Panoramadach.

Endlich Ruhe im Karton?

Eine der Schwächen der ersten Scénic-Generation will Renault übrigens behoben haben: Die Franzosen versprechen einen „ausgezeichneten Geräuschkomfort“ mit geringen Windgeräuschen und einem ausreichend schallisolierten Motor.

Um das Lenkrad herumdrapiert findet der Fahrer einen an einen Joystick erinnernden Schalthebel sowie eine versenkte Armaturentafel, neben der auch Display eines Navigationssystems Platz findet.

Sicher ist sicher

Was die Sicherheit ihrer Fahrzeuge angeht, festigt Renault weiter seinen guten Ruf. Die zweite Generation des Scénic wartet mit einer aktuellen Version des Stabilisierungssystem ESP auf, verfügt über ABS und Bremsassistent sowie eine automatische Reifendruckkontrolle und Reifen mit Notlaufeigenschaften. Die Dreipunkt-Sicherheitsgurte an allen Sitzen sind mit dem programmierten Rückhaltesystem ausgestattet (PSR III), sechs Airbags schützen sie Insassen beim Aufprall.

Für das Vorwärtskommen sorgen je drei Bezinmotoren (1.4, 16 V, 70 KW; 1.6, 16 V, 85 KW; 2.0, 16 V, 103 KW) sowie drei Dieseltriebwerke (1.5 dCi, 60 KW; 1.5 dCi, 74 KW; 1.9 dCi, 88 KW).

Ralf Sander

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.