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"Stars & Cars": Außer Atem im rosa Cadillac - die größten Stars und ihre Autos

Autos und Stars gehören in die Welt der Träume. Der Bildband "Stars & Cars" zeigt berühmte Autos und berühmte Besitzer von den Dreißigern bis in die Siebziger Jahre.

Samy Davis springt fröhlich zu seinem Rolls Royce, als er 1963 im Rahmen einer einwöchigen Tour durch England einen Auftritt im Liverpooler Empire Theater hat

Samy Davis springt fröhlich zu seinem Rolls Royce, als er 1963 im Rahmen einer einwöchigen Tour durch England einen Auftritt im Liverpooler Empire Theater hat

Boxlegende Sugar Ray Robinson parkt seinen 51er Cadillac Cabriolet in einem dreckigen Hinterhof vor dem Box-Gym und hat seine gesamte Entourage in dem offenen Wagen sitzen. Eine Momentaufnahme aus dem Leben des Mannes mit den singenden Fäusten. Ein Leben mit seinem Auto. In dem Buch "Stars &Cars", Prominente und ihre Autos, herausgegeben von Tony Nourmand, präsentieren sich die Legenden der Leinwand vor ihren Legenden der Landstraße.


Stars und ihre Autos, eine werbewirksame Allianz. Beide verkörpern ein Leben jenseits der Mittelmäßigkeit. Eine Vorstellung davon, etwas Besonderes zu sein. Wie es ist, ein Hollywoodstar zu sein, kann nur ein Hollywoodstar selbst erleben, hat aber der Normalsterbliche die Gelegenheit, in einer wirklich heißen Kiste an einer Gruppe von staunenden Männern vorbei zu cruisen, so spürt er den Atem des Kultes im Nacken. Coole Autos machen den Fahrer zu etwas Besonderem. Sieht man die Filmhelden und ihre verschärften Kisten gemeinsam auf einem Foto, werden die Leinwandgötter allerdings wieder menschlich. Zeigen die Fotos, dass auch sie wie kleine Jungs nur Träume haben und sich die Traumwelt mit Spielzeug füllen müssen.

Posing für das Image

Viele der Fotos entsprechen der damaligen Werbeästhetik. Die geschminkten und gestylten Autobesitzer präsentieren ihre Kisten dynamisch schräg und fomatfüllend. Sie selbst stehen am- oder sitzen im Auto und spielen die Rolle des retuschierten Lifestyles. Schöne Menschen und ihre schönen Autos im Überfluss. Diese aufgesetzten und gestelzten Posen entzaubern die Stars mehr, als sie es wahrscheinlich ahnen. Die stärksten Momente zeigt das Buch, wenn die oft schwarz-weißen Fotos die menschliche Seite der Protagonisten offenbaren. Wenn die Leidenschaft für das Gefährt stärker ist, als das Image für die Medien. So zum Beispiel "Spock" Nimoy während einer Drehpause auf dem Parkplatz der Paramountstudios im Enterprisekostüm und Steve McQueen beim Porschewaschen in Brentwood, Kalifornien. Chronologisch zeichnen die Aufnahmen die Filmgeschichte Hollywoods nach. "Fatty" Arbuckle, Charlie Chaplin und Buster Keaton, Stars der Stummfilmära, mit ihren heute futuristisch anmutenden Cabrios vor Palmen. Dass Buster Keaton eine Art Bernhardiner mit heraushängender Zunge als Beifahrer neben sich sitzen hat, spricht für seinen Humor. Im Zeitalter der Hollywood Diven waren auch die fahrenden Untersätze divenhaft. La Dietrich, Jean Harlow, Clark Gable und Carole Lombard in riesigen Kisten mit Luftschlitzen wie ein Haifisch. Der Düsenberg von Gary Cooper hatte den Charme eines selbstgebauten Drittweltkinderspielzeuges, vor allem in der umgebauten Rennversion ohne Trittbretter und Kotflügel.

Das Ende einer Ära

Die Fünfziger Jahre bringen erstmals europäische Stars hervor und als gute Europäer fahren sie natürlich auch einheimische Autos. Die Bardot auf nagellackrotem Simca unter französischer Sonne. Sean Connery, immer schon ein Mann mit Geschmack, im Porsche 356, von seinem ersten Dr. No Gehalt erstanden. Roger Moore, ganz unbritisch, im Volvo P 1800 Coupe´. Die Briten hatten schon immer Humor. Die "Mein Haus, mein Boot, mein Auto" Variante von Tom Jones sieht lustiger aus, als bei den Hollywoodstars. Er posiert mit dicker Hose, Zigarre, Pelzmantel und Rolls Royce in der walisischen Kohleintopf - Siedlung, in der er als Bergarbeitersohn aufgewachsen ist. Im Hintergrund guckt Mama mit Kittelschürze verkniffen aus der verdreckten Haustür. Die Hippies der Sechziger und Siebziger beschließen den Bildband. John Lennon vor seinem "psychedelic Royce", damals eine Provokation für das Establishment, gehört zu den Schlussleuchten. Bleibt die Frage, ob die Autos der heutigen Zeit zu langweilig geworden sind für einen zeitgemäßen Bildband. Bei den zweistelligen Millionen Gagen hat die Anschaffung eines Autos für die Hollywoodstars keine Bedeutung mehr. Man muss sich schon einen Flugplatz ums Haus bauen, um in Hollywood aufzufallen. Und wen interessiert schon ein gesichtsloser Fuhrpark? Das wären dann ein ganz anderes Kapitel und ein wahrscheinlich langweiligeres Buch.


 Tony Nourmand

Preis: 29,90 Euro

200 Seiten

ISBN-10: 3896028081

www.schwarzkopf-schwarzkopf.de  

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.