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Auto-Rabatte: "Feier-Tage" und "Glücklich Paket"

Beim Autokauf sind Preislisten seit Jahren Makulatur. Sie dienen dem Käufer gerade mal als Orientierung beim Feilschen um einen möglichst hohen Rabatt. Im Durchschnitt gibt es bereits 18 Prozent Nachlass. Die Datenbank von stern.de kennt die besten Schnäppchen.

Preisnachlässe und Angebote haben derzeit einen Höhepunkt erreicht. Denn in vielen Autohäusern blieben die Schauräume seit Jahresbeginn gähnend leer. Die Anhebung der Mehrwertsteuer hat die Preise in die Höhe getrieben. Viele Privatleute haben sich im alten Jahr noch ein Fahrzeug zum ermäßigten Steuersatz gesichert und im Schnitt 700 Euro gespart. Der Absatz knickte im Januar und Februar um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und die hohen Listenpreise machen die Händler jetzt im Frühling rabattfreudig.

"Nach dem Einbruch des Autoabsatzes sind die Händler unter Druck geraten, die Bestände zu verkaufen", sagt der Autoexperte der Deutschen Bank, Eric Heymann. Auch im traditionell guten Automonat März habe die Mehrwertsteuerdelle noch zu einem Absatzminus geführt, die genauen Zahlen gibt der Verband der Automobilindustrie an diesem Dienstag bekannt. Viele Autokäufer seien zudem nicht bereit, die hohen Listenpreise zu zahlen, die wegen neuer Technik-Extras und Sicherheitsfeatures ständig stiegen.

Privatkunden brechen weg

Den Herstellern laufen die Privatkunden weg: Im Januar sank der Anteil der privaten Käufer auf ein neues Tief von 46 Prozent aller Neukäufe. Im Schnitt hat ein Wagen auf Deutschlands Straßen inzwischen ein Alter von acht Jahren erreicht. Manch ein Händler sattelt da noch einen Zusatzrabatt auf laufende Aktionen und bietet gratis ein Navigationssystem oder einen Tag Urlaub mit einem Reiseanbieter.

Im Schnitt gibt es nach einer Studie des Center Automotive Research (CAR) in Gelsenkirchen derzeit 18 Prozent Rabatt auf den Listenpreis - ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Andere Experten sprechen von mindestens mehr als 12 Prozent Nachlass. Die Spanne reicht von null Rabatt für einen gefragten Porsche 911 bis hin zu satten 29 Prozent für die Großraumlimousine Citroen Xsara Picasso, die in die Jahre gekommen ist. "Ein Rabatt ist stark vom Modell abhängig. Wenn ein Fahrzeug neu auf den Markt kommt, ist nicht viel drin", sagt Branchenexperte Heymann.

Gewöhnung an Rabatte

Die Autobauer setzen auf die Geiz-ist-Geil-Mentalität der Kunden - allerdings zu Lasten ihrer Margen. "Die Rabattitis ist ein schleichendes Gift", klagt der Sprecher des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), Helmut Blümer. "Die Käufer sind verwöhnt worden - und der Autoverkauf ohne Rabatt ist heute eine Illusion." Deshalb setzen immer mehr Autohändler auf Pakete inklusive Versicherung, günstiger Finanzierung und verlängerter Garantie. Solche Angebote gibt es zum Beispiel bei den Volumenherstellern VW ("Jubiläumspaket" mit vier Jahren Wartung) und Opel ("Starthilfe"). Aber auch der französische Kleinwagenhersteller Peugeot ("Rundum glücklich Paket") und Fiat ("Fiat 4 You") locken damit Kunden.

Auf diese Weise kommen die Händler über die Runden. "Pakete sind für alle Beteiligten ein gutes Geschäft", sagt Blümer, dessen Verband die meisten Autohändler und -werkstätten vertritt. Ein Händler mache etwa die Hälfte seines Geschäfts beim Verkauf, die andere Hälfte aber mit den Folgegeschäften. Dazu zählen Ersatzteile, der Service und die Finanzierung. "Davon leben die Händler gut. Ein Paket ist eine gute Investition in die Kundenbindung."

Auch die Wiederverkaufspreise geben nach

Aber nicht jeder Rabatt ist ein Vorteil für den Kunden. Problematisch wird es dann, wenn später die Erlöse für den gebrauchten Wagen niedriger ausfallen. Restwerte in Leasingverträgen stimmen unter Umständen nicht mehr. "Der Wiederverkaufswert sinkt - da sind viele Verbraucher gekniffen, wenn sie nicht vorher den maximalen Rabatt rausgeholt haben", kritisiert Holger Krawinkel von der Verbraucherzentrale Bundesverband. Zudem seien Pakete für Käufer unübersichtlich und absolut nicht mehr durchschaubar.

Marion Trimborn/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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