Erfolgreiches Modellprojekt Kabinett billigt Führerschein mit 17


Was bislang als Modellversuch lief, soll künftig Gesetz werden: Ab kommenden Jahr können Jugendliche bereits mit 17 Jahren den Führerschein machen - ans Steuer dürfen sie aber nur in Begleitung eines Erwachsenen.

Jugendliche sollen vom nächsten Jahr an generell schon mit 17 Jahren den Autoführerschein erhalten können. Einen entsprechenden Gesetzentwurf von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin verabschiedet. Die Regelung soll die bisher befristeten Modellprojekte der Bundesländer zum 1. Januar auf Dauer ablösen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

Beim "begleiteten Fahren" kann ein Jugendlicher bereits mit 16,5 Jahren mit dem Fahrunterricht beginnen und mit 17 den Führerschein machen. Er darf bis zur Volljährigkeit aber nur ans Steuer, wenn eine registrierte Begleitperson daneben sitzt. Diese Begleitperson muss mindestens 30 Jahre alt und mindestens fünf Jahre im Besitz eines Pkw-Führerscheins sein. Auch darf sie nicht mehr als drei Punkte im Flensburger Zentralregister haben.

Das "begleitete Fahren mit 17" war 2004 zunächst als Modellversuch in Niedersachsen eingeführt worden. Andere Bundesländer hatten nachgezogen. Mittlerweile dürfen Jugendliche überall in Deutschland schon mit 17 die Fahrerlaubnis erwerben. Die Modellphase läuft aber Ende dieses Jahres aus.

Untersuchungen des Bundesamtes für Straßensicherheit haben nach Ramsauers Angaben gezeigt, dass durch das "begleitete Fahren ab 17" die Zahl der Unfälle deutlich ab- und die Verkehrssicherheit zunehmen.

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joe/DPA/APN DPA

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