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GTÜ Gebrauchtwagentest: Die besten Gebrauchten

Der aktuelle GTÜ-Gebrauchtwagenreport zeigt, dass sich Autofahrer auf deutsche Fahrzeuge am längsten verlassen können.

Kleinwagen Platz 1: Audi A1

Kleinwagen Platz 1: Audi A1

Autos aus Deutschland sind nicht erst seit wenigen Jahren über die Grenzen hinaus für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Schon seit jeher heißt es weltweit in puncto Automobilindustrie: "Die Deutschen bauen die besten Autos der Welt." Der aktuelle GTÜ-Gebrauchtwagenreport, der auf den Ergebnissen aus über fünf Millionen Hauptuntersuchungen der GTÜ basiert, unterstreicht diese These auf eine noch nie zuvor dagewesene Deutlichkeit. Die Kategorien Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse, Oberklasse, Luxusklasse, Sportwagen, Van und SUV haben je ein deutsches Fabrikat an ihren Spitzen. Vor allem Fahrzeuge des VW-Konzerns gehen aus dem Test, der 240 Modelle unter die Lupe genommen hat, als Sieger hervor. Ob nun der VW Golf VII, der Porsche 911 oder die Marke Audi mit ihren Modellen A1, A6 und A8, sie alle haben eines gemein: Sie stehen in diesem Jahr ganz oben auf dem Treppchen. Angesichts sehr beachtlicher Neuwagenpreise, bietet der GTÜ-Gebrauchtwagenreport somit einen ersten Fingerzeig auf günstigere, aber nicht schlechtere, gebrauchte Alternativen.

Die besten Gebrauchten
Kleinwagen Platz 1: Audi A1

Kleinwagen Platz 1: Audi A1

In der Kategorie "ein bis drei Jahre alte Pkw" sind die Tester zu folgenden Ergebnissen gekommen: Das Premiummodell unter den Kleinwagen, der Audi A1, heimst sich den ersten Platz ein. Mazda 2 und Toyota Yaris folgen auf den Plätzen zwei und drei. Das Schlusslicht stellt Fiat mit dem Punto. Bei den Kompakten steht der deutlich in puncto Qualität verbesserte VW Golf VII an der Spitze. Platz zwei erfährt sich der Audi A3. Die Mercedes A-Klasse muss sich mit dem dritten Rang zufrieden geben. Das Modell Giulietta aus dem Hause Alfa Romeo ist der schlechteste Teilnehmer im Kompaktwagenfeld.

Komfortabel fährt die Mercedes C-Klasse im Mittelklasse-Segment ganz oben aufs Treppchen. Dahinter teilen sich der Audi A4 und der BMW 3er die Platzierungen. Schlechtester Mittelklassewagen ist der Citroen C5. Wieder einmal stehen ein Audi und ein Mercedes in der Top-Zwei der Oberklasse. Dieses Mal gewinnt der Audi A6 knapp vor der E-Klasse von Mercedes. Den dritten Platz erhält der Jaguar XF. Ganz hinten ist der 5er von BMW zu finden.

Die Creme de la Creme der Luxuswagen wird von dem Audi A8 angeführt. Dicht im Windschatten folgen die Mercedes S-Klasse und der 7er-BMW. Einen großartigen Sieg fährt der Porsche 911 Carrera im Segment der Sportwagen und Cabrios nach Hause. Er schafft es sogar in allen Altersklassen ganz oben zu stehen. Ihm folgen der Mercedes SLK und der Audi TT. Dem GTÜ-Gebrauchtwagenreport 2016 zufolge sollten Autosuchende vom Peugeot 207 CC hingen die Finger lassen.

Keine große Überraschung zeigt sich bei den Vans und Minivans. Wieder einmal thront ein Stern über allen anderen. Die Mercedes-B-Klasse verweist die Modelle Mazda 5 und Opel Meriva auf die Plätze zwei und drei. Nach einer kurzen Verschnaufpause hat es der Mercedes GLK mal wieder auf den ersten Platz bei den SUV und Geländewagen geschafft. Auf dem zweiten Platz folgt der Audi Q3. Dritter wurde der Mazda CX-5.

Dass solch eine Liste nicht zwangsläufig zu dem einen guten oder schlechten Gebrauchtwagen führt, muss klar sein. Denn die Pflege, Wartung und Inspektion der verschiedenen Fahrzeuge spielen selbstverständlich auch eine große Rolle. Wer sein bei solch einem Ranking auf den hinteren Plätzen gelandetes Auto pflegt und regelmäßigen Inspektionen unterzieht, wird im Einzelfall einen besseren Mängelreport als ein schlecht oder überhaupt nicht gepflegter Gewinner erzielen. Zudem darf die jeweilige Kilometerleistung nicht vergessen werden. Fahrzeugbesitzer der erstplatzierten Modelle können sich nun natürlich freuen. Gebrauchtwagenkunden sollten einen solchen Report allerdings nur als grobe Richtlinie beziehungsweise Basis ihrer Suche nutzen und nicht als unumstößlichen Tatsachenbericht für das von ihnen gefundene Exemplar. Die Gebrauchtwagensuche bleibt auch mit GTÜ-Gebrauchtwagen-Report in einem gewissen Rahmen Glückssache.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.