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Kraftfahrt-Bundesamt: Flensburg-Punkte sind für'n A....

Die Akten deutscher Verkehrssünder enden meist als Klopapier auf dänischen Toiletten.

Die Akten deutscher Verkehrssünder enden meist als Klopapier auf dänischen Toiletten. Der Spezialreißwolf im Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg zerschreddert jährlich rund 150 Tonnen nicht mehr benötigter Unterlagen bis zur Unkenntlichkeit, teilte KBA-Sprecherin Angela Bartholmae mit. "Der größte Teil davon kommt aus der Verkehrssünderkartei." Der aus dem anfallenden Papier gewonnene Rohstoff werde im KBA abgeholt und in Dänemark vorwiegend zu Hygienepapier verarbeitet.

Zu kleinen Schnipseln zerschnitten

"Wir vernichten garantiert alle auf Personen bezogene Daten so, dass sie nicht mehr nachvollziehbar sind", sagte Bartholmae. Der Papierreißwolf zerschneide die Akten über Kreuz in klitzekleine Schnipsel. Diese werden anschließend zu großen Ballen zusammengepresst.

Mit dem Ausbau der Computersysteme nimmt der Papierberg im KBA jedoch langsam ab, hieß es. "Wir sind auch im Verkehrszentralregister auf dem besten Weg der Automatisierung", sagte die Sprecherin. Rund 50 Prozent der zurzeit 7,1 Millionen Verkehrssünder werden bereits über Computer "verarbeitet". Im vergangenen Jahr wurden gut 2,4 Millionen Sünderkonten gelöscht. Andererseits waren fast 2,8 Millionen Namen hinzu gekommen.

DPA / DPA
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