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Mythos Autobahn: Begrenzte Freiheit ohne Tempolimit

12.000 Kilometer Vollgas: Das Wort "Autobahn" steht weltweit für gelebte Hemmungslosigkeit im Gasfuß. Oder auch nicht: Stau, Maut und bröckelnde Fahrstreifen nagen an der Legende der Freiheit.

Von Christoph M. Schwarzer

Runter auf den Boden - mit dem Gaspedal! In der Fahrschule lernt jeder, woher der Beschleunigungsstreifen seinen Namen hat. Schnell auf Geschwindigkeit kommen, einfädeln und bitte den fließenden Verkehr nicht behindern. Die Show kann beginnen. Vierter Gang, fünfter Gang und gerne auch der sechste; mal sehen, was die Kiste her gibt. Die mutige Studentin, die mit Tacho 180 den Twingo quält, der Dienstwagenfahrer im Renndiesel, der Pensionär mit Tempomat und automatischer Abstandsregelung im edlen Mercedes: Die Droge Geschwindigkeit berauscht sie alle und eint das Vaterland. Und weil sich das rumgesprochen hat, kommen die Menschen von weit her, um "flat out" zu fahren. Das ist das englische Wort für Bleifuß, und immer wieder sieht man einen Unerfahrenen, der mit seinem rechtsgelenkten Porsche oder TVR nach Deutschland rollt, um mal richtig die Kuh fliegen zu lassen. Dann krampfen sich die Hände ins Volant, und der Blick in den Rückspiegel bestätigt den Autobahn-Rookies: There is always a bigger fish - es gibt immer einen, der schneller ist als Du.

Unseren skandinavischen Freunden und holländischen Nachbarn muss die Autobahn reichlich suspekt sein. Sie scheinen die Grundregeln nicht verstanden zu haben. Rechts fahren! Zügig überholen! Platz machen! Die stoische Ruhe, mit der ein Niederländer seinen Wohnwagen (ja, es gibt sie wirklich) mit 80 vor den drängelnden Lkw herzieht, scheint einem kulturellen Missverständnis zu entspringen. Auf der Autobahn geht es voran, und zwar mit Macht. Auch der Däne, der wie alle Skandinavier neuerdings einen Mini-Bildschirm in jeder vorderen Kopfstütze eingebaut hat, wirkt eher verwirrt von den häufigen Geschwindigkeitswechseln. Das kostet doch nur Sprit, mag er denken. Ja, klar, aber er beraubt sich des schönen Gefühls, die Lücke zum Vordermann mit einem Druck aufs Pedal elegant geschlossen zu haben.

Selbst lenken, nicht einschlafen. Aufmerksam sein, in die Spiegel gucken, links rüber, rechts rüber. Gas geben und aufschließen. Auch mal richtig auf die Bremse steigen, wenn wieder einer ausschert. Den deutschen Autofahrergruß zeigen: Früher Zeige-, jetzt Mittelfinger. Und spät abends, wenn die Bahn frei ist, durch die ganze Republik blasen. Es ist die Selbstverantwortung, das eigene Handeln, dass das Gefühl der Freiheit produziert. Hier fährt man nicht auf Schienen, sondern auf Asphalt. Am Steuerknüppel sitzt kein Pilot in Uniform. Kontrolle und Selbstbestimmung: Selber schalten ist angesagt. In Zeiten, in denen man sich nicht mal mehr in einer Kneipe zu Tode rauchen darf und der Staat immer mehr Regeln erlässt, wird das Auto und die dafür gebaute Schnellstrecke zum letzten Refugium.

Russische Mechaniker haben einen Bentley-Panzer aus Luxuswagen und Kettenfahrzeug gebaut.

Die Wirklichkeit ausblenden

Im eigenen Wohnzimmer bei selbstgewählter Musik nach Berlin heizen, ach, wie schön! Die Realität tritt in den Hintergrund. Denn die ist hart, und sie nagt am Mythos der Autobahn. 12.174 Kilometer Autobahn meldet die Bundesanstalt für Straßenwesen. Das hört sich viel an, relativiert sich aber bei einem Gesamtstraßennetz mit 231.467 Kilometern zu mageren fünf Prozent. Von diesen paar Prozenten gehen dann alle Strecken mit Tempolimit und Baustellen ab. Wie wenig übrig bleibt, zeigt eine alte Öko-Forderung: Wenn wir plötzlich alle nur noch 120 fahren dürften, würden wir maximal 0,3 Prozent der deutschen Kohlendioxid-Emissionen einsparen. Im Umkehrschluss wird klar, das es die freie Fahrt für freie Bürger in der Realität selten gibt.

Überhaupt, die freie Fahrt. Sie findet ihre Grenzen nicht nur im Tempolimit, sondern auch im Stau. Wie groß der aktuelle Verkehrsinfarkt gerade ist, meldet der Deutschlandfunk. Werden alle Staus gemeldet, ist nichts los. Werden Staus ab drei Kilometern gemeldet, kann man schon mal den Sitz Richtung Liegeposition verstellen. Und wenn erst Staus ab zehn Kilometern Länge durchgesagt werden, ist es der Freitag nach dem Ferienbeginn. Die vermeintliche Freiheit wird zum Mythos, und auf der Standspur sammeln sich die, deren Kühler das nicht mehr mitgemacht hat. Übrigens: Wie viele Ehen auf der Autobahn zerbrochen sind, taucht in keiner Statistik auf.

Rollendes Lager

Langsam steigt im Durchschnittsfahrer die Angst auf. Stau und Spritpreise beschneiden reale und gefühlte Freiheit. Und dann sind da noch die Feinde auf der rechten Spur: Die Lastkraftwagen. Spätestens seit dem Fall der Mauer gibt es kein Halten mehr. Wie ein riesiger Wurm zieht sich der Tross der Brummis bis zum Horizont. Die Achslasten steigen seit Jahrzehnten. Das macht sie kaputt, unsere geliebte Autobahn. Die rechte Spur ist einfach fertig. Spurrillen zeugen von der Last, die sie tragen muss. Die Betriebe haben ihr Lager auf die Straße verlegt. Just in time. Ruhe hat man nur am Wochenende und nachts, obwohl auch da die Gesetze durch Sondergenehmigungen immer mehr ausgehebelt werden.

Immerhin müssen die schweren Schlepper jetzt Maut bezahlen. Endlich, seufzt die Volksseele, die Ausländer, die quer durch Deutschland kreuzen, leisten auch einen Beitrag zu Erhalt und Sanierung. Für die Zukunft droht Ungemach: Mindestens zweimal im Jahr wird das Schwein namens Pkw-Maut durchs Dorf getrieben. Und wenn das noch nicht reicht, kommt sicher ein Minister vom Schlag eines Schäuble, der auf den Mautbrücken Überwachsungskameras aufbauen will. Damit auch klar ist, wo sie sind, die vielen kleinen, verbrecherischen Bürger, die auf der Autobahn nur Böses im Sinn haben.

Foto-Finish und "Bitte folgen"

Mit der Überwachung ist das ohnehin so eine Sache. Am Beginn einer Baustelle ist man vorbereitet. Wer hier in eine Radarfalle fährt, sich das Foto nach Hause schicken lässt und dann einen Monat zu Fuß geht, ist selbst Schuld. Das Gleiche gilt für Tempolimits, die aus unerfindlichen Gründen irgendwo für zwei kurze Kilometer aufgestellt sind. Weiß man doch, dass sie da stehen. Schwieriger wird es beim getarnten Wagen der Autobahn-Polizei. Natürlich klingeln alle Alarmglocken, wenn im Rückspiegel eine Mittelklasse-Limousine vom Schlag eines Opel Vectra oder einer Mercedes E-Klasse auftaucht. Sitzen dann auch noch zwei gestresste Herren im mittleren Alter drin - Obacht! Drängeln bitte einstellen, Abstand halten und runter mit dem Tempo! Wer’s nicht merkt, kriegt die Kelle und den Schriftzug im Heckfenster "Polizei - bitte folgen" zu sehen. Kleiner Tipp: Nie sagen, dass man mit Absicht zu schnell gefahren wäre oder keinen Abstand gehalten hätte. Das wäre Vorsatz. Und bitte Einsicht zeigen, das stimmt die Staatsmacht milder. Gezahlt werden muss allerdings trotzdem immer.

Ist sie dahin, die Freiheit auf den deutschen Autobahnen? Ist sie nur noch ein Mythos, ein Schatten ihrer selbst? Nein, nur manchmal. Aber manchmal eben auch nicht. Da lebt sie in alter Pracht. Wer wochentags - richtig gelesen - nach der Rush Hour losschnürt, kann auch heute noch erleben, wie schnell man durchs Land fahren kann. Entspannt mit 160 oder auch mal schneller, ist der Verkehr oft geringer als gedacht. Und für die ganz Harten gibt es immer noch den sommerlichen Sonntagmorgen. Wer gegen vier Uhr einsteigt bekommt die Morgendämmerung und sauerstoffreiche Luft, die gerade leistungsstarken Motoren noch ein paar zusätzliche PS bringt. Dann ist sie wieder da, die ganze Freiheit, die Kontrolle über Auto und Leben. Siiiiiiiaum!

Wissenscommunity

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?