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Reifenwechsel: Höchste Zeit für den Reifenwechsel

Wenn die Temperaturen steigen, müssen die Winter- gegen die Sommerreifen getauscht werden. Wer Geld sparen möchte, kann den Wechsel selbst machen. dabei muss er aber einiges beachten.

Mit dem Frühlingsbeginn müssen sich Autofahrer auch wieder über das Umrüsten auf Sommerreifen Gedanken machen. Solange allerdings noch Frost droht, sollte man mit der Montage von Sommerreifen warten. Generell sollten Sommerreifen erst aufgezogen werden, sobald die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad liegen.

Zunächst stellt sich die Frage: Halten die alten Winterreifen noch eine Saison oder müssen neue her? Werden die alten Pneus nochmal montiert, sollten sie auf sichtbare Schäden wie Risse, Beulen oder andere Schadstellen überprüft werden. Das Profil sollte laut Gesetzgeber mindestens 1,6 Millimeter aufweisen - für sichere Fahrt reicht diese Grenze jedoch nicht aus. Daher muss das Profil deutlich über der Mindesttiefe liegen. Experten empfehlen mindestens drei Millimeter. Aber auch wenn die alten Reifen ausrangiert werden, sollten sie nicht entsorgt werden. Beim nächsten Kauf von Winterreifen können die Felgen weiterverwendet werden.

Ersparnis

Meistens sind Winter- und Sommerreifen auf eigenen Felgen aufgezogen. Teilen sie sich aber einen Felgensatz, muss eine Fachwerkstatt die Montage vornehmen. Sind die Sommerreifen auf separate Felgen aufgezogen, können sie selbst gewechselt werden. Die Werkstatt berechnet für den Reifenwechsel ohne Auswuchten zwischen 30 und 40 Euro. Das Einlagern der Reifen für eine Saison kostet etwa 40 bis 50 Euro. Bei mehreren Fahrzeugen im Haushalt können Selbermacher eine Menge sparen.

Vorbereitung

Viele Wagen werden heutzutage mit einem Pannenkit anstatt eines Reserverades ausgeliefert. Es ist daher möglich, dass beim serienmäßigen Bordwerkzeug kein Wagenheber dabei ist. Wer regelmäßig selbst Hand beim Reifenwechsel anlegen will, sollte in einen hydraulischen Wagenheber und einen speziellen Schraubenschlüssel investieren. Zum Reifenwechsel sollte man Arbeitskleidung anziehen und Handschuhe benutzen - Reifenschmutz ist hartnäckig.

Bevor die Reifen per Wagenheber in die Luft gehen, muss der Wagen auf einer ebenen und befestigten Fläche stehen. Eine Garageneinfahrt mit Schotter oder Rasensteinen ist nicht geeignet. Besser ist ein leerstehender Parkplatz. Dann muss der erste Gang eingelegt und die Handbremse angezogen werden. Bei einem Automatikgetriebe ist der Wahlhebel auf "P" zu stellen. Anschließend müssen eventuell vorhandene Radkappen entfernt und die Radmuttern oder -schrauben gelöst werden. Da hierfür teilweise viel Kraft benötigt wird, sollte man dies unbedingt tun, solange noch alle vier Räder den Boden berühren - so kann das Auto nicht abrutschen.

Die Montage

Dann werden die Räder einzeln gelöst: Der Wagenheber wird an der dafür vorgesehenen Stelle angebracht - wer die Stelle nicht kennt, kann in der Betriebsanleitung nachsehen - und im Anschluss wird das Auto so weit nach oben gekurbelt, dass das zu wechselnde Rad in der Luft schwebt. Platzieren sie den Wagenheber auf keinen Fall in der Mitte des Fahrzeugs, damit zwei Reifen gleichzeitig abheben. Generell ist das Arbeiten mit dem Wagenheber immer ein Risiko. Man sollte nie unter dem Auto arbeiten, falls das Auto vom Wagenheber herunterfällt.

Sobald die Schrauben gelöst sind, werden die Winterreifen heruntergenommen und gegen die Sommerreifen getauscht. Auf den demontierten Winterreifen werden mit Kreide die bisherige Position am Fahrzeug vermerkt, also zum Beispiel "HL" für "hinten links". Im nächsten Jahr können die ehemaligen Hinterreifen dann vorn montiert werden und umgekehrt. So wird eine gleichmäßige Abnutzung garantiert. Bei unterschiedlich abgefahrenen Reifen ist ein Fachmann hinzuzuziehen, der die Fahrwerkseinstellung überprüft.

Beim Montieren von Reifen mit asymmetrischem oder laufrichtungsgebundenem Profil ist auf die Zeichen "Outside" bzw. auf den Pfeil für die Laufrichtung zu achten. Generell gehören die Reifen mit dem besseren Profil auf die Hinterachse, unabhängig von der Antriebsart, da die Reifen auf der Hinterachse für eine stabile Kurvenlage verantwortlich sind. Zunächst werden die Radmuttern oder -schrauben handfest angezogen. Dann wird der Wagenheber abgelassen. Anschließend werden die Muttern oder Schrauben überkreuz festgezogen.

Reifendruck kontrollieren

Die erste Fahrt führt zur Tankstelle, um den Reifendruck zu überprüfen. Hierbei sind die Herstellerangaben zu beachten, die sich in der Betriebsanleitung, auf einem Schild an der Innenseite der Fahrertür oder im Tankdeckel finden. Vibriert während der Fahrt das Lenkrad, sind die Reifen nicht mehr richtig ausgewuchtet, und ein Besuch in der Fachwerkstatt wird nötig.

Im Anschluss muss ein geeigneter Lagerplatz für die Winterreifen gesucht werden. Dieser sollte möglichst dunkel, trocken und kühl sein. Auf Felgen montierte Reifen können an die Wand gehängt oder gestapelt werden. Unmontierte Pneus gehören aufrecht an die Wand gestellt und müssen regelmäßig gedreht werden.

Kra mit Agenturen

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.