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ADAC Sommerreifentest 2014: Vier Reifen rutschen im Regen weg

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest hat der ADAC Sommerreifen getestet. Die Bilanz ist positiv. Aber es gibt auch böse Enttäuschungen - alle Sieger und Verlierer.

Von Gernot Kramper

Eines vorweg: Dieser Test ist sauber. Die Reifentests des ADAC waren in die Kritik geraten. Es wurde gemutmaßt, einzelne Hersteller würden dem Club Spezialreifen unterjubeln. Dieses Jahr hat die Stiftung Warentest weitere Stichproben eingekauft und nachgeprüft, um sicherzustellen, dass die Testreifen nicht frisiert wurden. Die Stiftung gibt Entwarnung: Die Ergebnisse des Sommerreifentests wurden auch im Nachtest bestätigt.

Kein Reifen erreicht "sehr gut"

In diesem Jahr wurden im gemeinsamen Sommerreifentest von ADAC und Stiftung Warentest insgesamt 33 Reifenmodelle getestet. Beide Größen im Test wurden aus den zwei meistgekauften Dimensionen ausgewählt. Getestet wurde Reifen in der Dimension 195/65 R15 für die untere Mittelklasse wie Audi A3, BMW 3er, VW Golf V und in der Größe 175/65 R14T für Kleinwagen wie Fiat 500, Toyota Yaris und Ford Fiesta.

Bei Kleinwagenreifen konnten die Pneus von Continental, Hankook, Pirelli, Bridgestone, Falken und Nokian überzeugen und bekommen alle das Prädikat "gut". Die Reifen von Firestone, Michelin, Barum, Goodyear, Semperit und Vredestein zeigen leichte Schwächen und mussten sich mit einem "Befriedigend" begnügen. Wegen Problemen auf trockener Fahrbahn und auf nassem Untergrund wurde der Avon ZT5 nur mit "ausreichend" bewertet. Die Reifen von Debica, Kormoran und Kleber versagten auf nasser Fahrbahn. Es reicht nur für "mangelhaft".

Verschleißprobleme in der Mittelklasse

Bei den 195ern bekamen die Reifen von Goodyear, Dunlop, Hankook, Fulda, Nokian, Pirelli und Vredestein gute Noten. Die Pneus von Semperit, Kumho und Michelin schneiden wegen leichter Probleme auf nasser Fahrbahn nur mit "befriedigend" ab. Die Reifen von Yokohama, Bridgestone und Continental verschleißen zu sehr. Sie erreichen nur das Urteil "befriedigend".

Dumm gelaufen ist es für den ContiPremium-Contact 5. Er schnitt beim Nassbremsen und Nasshandling zwar "sehr gut" ab, versagte aber beim Verschleiß. So auch der von Bridgestone. Auch er fuhr beim Verschleiß Minuspunkte ein. Verschleiß und damit hohe Kosten machen der Dimension 195/65 R15 V zu schaffen. Von den fünf besten Modellen im Regen wurden drei wegen hohem Verschleiß abgewertet. Auffällig ist laut Stiftung Warentest, dass einige Reifen gegenüber früheren Tests zwar bessere Ergebnisse beim Handling und beim Bremsen auf nasser Fahrbahn erzielen. Dafür hätten sie aber beim Verschleiß teilweise nachgelassen. Dies weise laut den Testern auf einen Zielkonflikt hin: "Um bei Nässe gut zu haften, braucht man eher weiches Gummi", das reibe sich aber meist schneller ab. Der Apollo Alnac 4G erreichte nur ein "ausreichend", der Federal Formoza nur ein "mangelhaft".

Preiswerte Siegerreifen

Testsieger in der kleineren Dimension wurde der Continental ContiEcoContact5. Bei den größeren Reifen erreichte der Goodyear EfficientGrip Performance den ersten Platz. Gute Qualität muss nicht teuer sein: Den Goodyear EfficientGrip Performance kann man ab 50 Euro pro Reifen bekommen, für den ContiEcoContact5 muss man mindestens 40 Euro ausgeben.

Die Ergebnisse im Detail mit ausführlicher Kaufempfhelung finden Sie beim ADAC.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.