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Road-Trip 2.0: Twitternd durch Europa

Ein Mann, ein Auto, ein Computer. Diese aus den 80er Jahren bekannte Phrase aus der TV-Kultserie "Knight Rider" gewinnt in diesen Tagen wieder an Aktualität. Denn der Social Media Experte und Autonarr Alex Kahl aus Bielefeld macht sich heute mit einem besonders außergewöhnlichen Hybridfahrzeug auf eine abenteuerliche Reise: in 50 Tagen 10.000 Kilometer entlang der europäischen Küstenlinie.

Von Daniel Hopkins

Eigentlich müsste es ja heißen: Ein Mann, eine Frau, ein Auto und mehrere Computer" scherzt der 35-jährige Bielefelder. Denn schließlich begleite ihn seine Freundin Angie Isaak. Und neben dem Auto, das eher einem fahrenden Computer gleicht, haben die beiden Globetrotter weitere Laptops und digitale Kameras im Gepäck. "Der absolute Clou ist aber die Technik, die im Auto installiert wurde", sagt Kahl mit strahlenden Augen. So verfasst das Fahrzeug eigenständig Beiträge für die Kommunikationsplattform "Twitter".

Das können weltweit nur zwei Autos. Alle fünf Kilometer informiert der Hybrid-Flitzer die interessierten Internetnutzer über Position des Gefährts, Kilometerleistung, Durchschnittsgeschwindigkeit, aktuelles Tempo sowie den Fahrmodus, in dem sich das Auto befindet. "Wir sind mit einem Honda CR-Z unterwegs, der über drei Modi verfügt: den Econ-Modus, den Normal-Modus sowie die Sport-Einstellung", erklärt Kahl.

Täglich Artikel, Fotos und Kurzfilme

Das Fahrzeug stellt der Automobilhersteller Honda für das Projekt zur Verfügung. "Wir waren sofort von dem Konzept überzeugt", sagt David Plättner, PR-Referent bei Honda. "Denn die Verknüpfung der Themenbereiche Umwelt, Reisen und Sportlichkeit mit den modernen Kommunikationskanälen passt perfekt zu unserem neuen Hybrid-Sportcoupé CR-Z." Und das in nahezu perfekter Weise: So berichten Alex und seine 29-jährige Freundin Angie täglich mit Artikeln, Fotos und Kurzfilmen auf ihrer Nachrichtenzentrale, dem eigenen Blog, über den Fortschritt ihrer 50-tägigen Reise. Der Blog ist mit Twitter, Facebook, Youtube und Flickr verknüpft, so dass die Einträge automatisch im Internet verbreitet werden.

Der "Road-Trip" führt die beiden Ostwestfalen vom Start- und Zielpunkt in Hamburg über 10.000 Kilometer entlang an der europäischen Küstenlinie. Übernachten möchten Alex und Angie bei interessierten Blogverfolgern oder Freunden und Bekannten, die ihnen einen Schlafplatz für eine Nacht anbieten. Zusätzlich suchen sie aber auch über die Internetplattform couchsurfing.org nach geeigneten Gastgebern. Dort bieten Menschen aus aller Welt Fremden einen Schlafplatz für einen oder mehrere Tage an. "Finden wir mal keinen Gastgeber, logieren wir halt im Hotel. Haben wir alles mit eingeplant", so Alex Kahl.

"Die perfekte Reise"

Ohnehin wirkt das Projekt auf den ersten Blick wie generalstabsmäßig geplant. Die PR-Maschinerie ist im vollen Gange. Der Kalender der beiden Abenteurer ist bereits mit zahlreichen Terminen mit Medienvertretern gespickt. Die Route festgelegt. Die Sponsoren gefunden. Und doch kommt Kahl kurz ins Grübeln. "Was ist, wenn etwas Unvorhersehbares geschieht? Wir unsere Reiseroute nicht einhalten können und dadurch in Verzug geraten", fragt er sich. Lange hält er sich mit dem Gedanken nicht auf. "Ach, das ist ja das Spannende an der Reise. Jeden Tag etwas Neues erleben, andere Menschen kennenlernen und Herausforderungen annehmen“, sagt er. Und Jeder dürfe virtuell an diesen Erlebnissen via Internet teilhaben. "Die perfekte Reise", meint Alex Kahl.

Schade ist nur, dass das Auto nicht sprechen kann, sagt er. "So wie K.I.T.T in Knight Rider. Das wäre die Krönung des Projektes."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.