HOME

Weitere Beispiele für Falschfahrer: Geisterfahrer wendet Auto auf der Autobahn

Nur Stunden nach dem Horrorcrash bei Offenburg kollidiert auf der A1 ein Pkw mit einem Opel, in dem Kinder mit ihren Großeltern unterwegs waren. Der Geisterfahrer wollte sich wohl das Leben nehmen.

Die Pressemitteilung der Dortmunder Polizei liest sich wie eine Meldung nach einem alltäglichen Unfall: "Ein 24-Jähriger aus Meinerzhagen befuhr heute Mittag mit seinem PKW, Seat, die BAB 1 in FR (Fahrtrichtung - die Red.) Bremen. In Höhe der AS Schwerte stieß der Alleinfahrer mit seinen PKW gegen einen Opel." Was aus der Erklärung nicht hervorgeht, meldet das Internetportal "Der Westen": Der Unfallverursacher wendete offenbar auf der Autobahn, weshalb die Polizei es für möglich hält, dass der Mann in Suizidabsicht vorsätzlich einen Crash herbeiführte.

Der mutmaßliche Selbstmörder und die anderen vier Unfallbeteiligten kamen mit leichteren Verletzungen davon. In dem Opel saßen zwei Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren sowie deren Großeltern. Die Oma musste zur Behandlung ins Krankenhaus.

Falschfahrer auf A46 findet selbst Ausweg

Der Frontalzusammenstoß in Nordrhein-Westfalen zeigt, wie häufig Geisterfahrer auf deutschen Autobahnen unterwegs sind - exakte Zahlen gibt es bisher nicht. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag nur wenige Stunden nach dem Horror-Crash auf der A5, bei dem ein Geisterfahrer womöglich unter Drogen- oder Alkoholeinfluss einen Unfall verursachte, bei dem er selbst und fünf weitere Menschen ums Leben kamen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte er sich nicht das Leben nehmen, ein Abschiedsbrief wurde bisher nicht entdeckt.

Auch auf der A46 bei Meschede war am Wochenende ein Geisterfahrer unterwegs. Laut "Der Westen" fuhr ein älteres Paar auf einer Abfahrt auf die Autobahn. Die alarmierte Polizei sei mit mehreren Fahrzeugen ausgerückt, habe die betroffenen Auffahrten in dem Abschnitt abgesperrt und die Strecke kontrolliert. "Bei unserem Eintreffen konnten wir allerdings keinen Geisterfahrer mehr feststellen", erklärte ein Polizeisprecher. Denkbar sei, dass der Geisterfahrer die A46 rechtzeitig wieder verlassen habe.

tso

Wissenscommunity