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Elon Musk erklärt sich: Warum baut Tesla eine Überwachungskamera ins Cockpit des Model 3?

Eine kleine Kamera im Cockpit des neuen Tesla Model 3 sorgt derzeit für Verwirrung. Ein Fahrer wunderte sich auf Twitter über den Nutzen und fürchtete eine Überwachung. Das lies CEO Elon Musk nicht unkommentiert.


Der Innenraum des Tesla Model 3

Oberhalb des Rückspiegels sitzt die kleine Kamera im Cockpit des Model 3. Sie ist Teil eines geplanten Sharing-Services, der Tesla-Besitzern viel Geld einbringen soll.

DPA

Für den unaufmerksamen Fahrer und Mitfahrenden, ist das kleine Kameraauge oberhalb des Rückspiegels im neuen Tesla Model 3 kaum zu sehen. Wenn man es dann doch entdeckt, mag man sich leicht etwas beobachtet fühlen. So ging es auch einem Model-3-Fahrer, der kürzlich mit einem Video auf Twitter für Aufsehen sorgte. "Bis Tesla und Elon Musk mir sagen, wozu diese Kamera gedacht ist, schalte ich sie aus", steht über dem Video, das den Fahrer beim Verdecken des Kameraauges zeigt. 

Elon Musk lässt mit einer Antwort nicht lange auf sich warten. Unter dem Video erklärt er, dass die Kamera tatsächlich zur Überwachung dienen soll - allerdings im Sinne des Fahrers. Tesla plant in Zukunft mit Uber und anderen Fahrtenvermittlern zu konkurrieren. Fahrern der neuen E-Autos soll so die Möglichkeit gegeben werden, ihre Autos als selbstfahrende Taxen zu vermieten und die Anschaffungskosten zumindest zum Teil zurückzuholen.

Wenn Dritte das Fahrzeug beschädigen oder verschmutzen, kann der Verantwortliche mithilfe des Videos gefunden werden. Auch als Abschreckungswerkzeug dürfte die Kamera ihre Wirkung zeigen. Im sogenannten "Sentry Mode" könnten auch Haustiere und Kinder überwacht werden, die sich alleine im Auto aufhalten. 

Ein Tesla Model 3 für Jedermann?

Wie das amerikanische Tech-Magazin "The Verge" berichtet, sprach Musk schon im Jahr 2016 von den Plänen zur Uber-Konkurrenz. Die Hardware für das Tesla-Taxi ist im Model 3 bereits verbaut, an der Software wird derzeit noch gewerkelt. Auch die notwendigen Genehmigungen sind noch nicht unterschrieben. Im vergangenen Jahr plante Tesla die Vorstellung des neuen Services für Ende des aktuellen Jahres. Die "realen" Kosten für ein Model 3 sollen damit drastisch verringert werden, wie Musk bei der Vorstellung des "Master Plan, Part Deux" erzählte. Bis hin zu dem Punkt "an dem jeder sich einen Tesla leisten kann". 

Quelle: "The Verge"

sve

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