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Cebit-Trends 2010 Schneller, sparsamer und schöner


Ob Brillen, Bildschirme oder ganze Kinosäle - die Cebit steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der 3D-Technik. Selbst das Internet soll künftig einen dreidimensionalen Look bekommen. Außerdem: Verkaufsschlager Netbook und Green IT bleiben im Trend.

Im Sport lautet das Motto: Schneller, höher, weiter. Bei den Techniktrends, die auf der in der kommenden Woche in Hannover beginnenden Computermesse Cebit gezeigt werden, heißt es wohl eher: Schneller, sparsamer, schöner. So bieten die neuen Computer und Smartphones durchgängig mehr Leistung bei geringerem Energieverbrauch, und viele Hersteller feilen auch am Design, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Schöner und vor allem dreidimensional soll die Zukunft nicht nur im Kino, sondern auch auf dem heimischen Fernseher und PC sein. Durch die Erfolge von Filmen wie "Ice Age 3" oder "Avatar" ist 3D in aller Munde. Die dreidimensionale Darstellung ist einer der Trends nicht nur dieser Cebit, sondern wohl auch der nächsten Jahre. Bis die 3D-Technik wirklich den Massenmarkt erreicht, dürfte noch einige Zeit vergehen. Die Cebit zeigt in ihrem Schwerpunkt "Next level 3D" und im "future parc", was es derzeit schon an Hard- und Software für Kino, Home und Office gibt. In "Next level 3D" gibt es auch ein 3D-Kino mit 40 bis 50 Plätzen.

Was technisch beim 3D-Fernsehen schon möglich ist, zeigt beispielsweise die Fraunhofer-Gesellschaft, die ein Fernsehstudio für 3-D-Live-Produktionen präsentiert. 3D-Brillen für Fernsehen oder Computerspiele präsentieren unter anderem der Grafikspezialist Nvidia mit seiner 3D Vision-Shutterbrille und Carl Zeiss mit seiner Cinemizer Plus. Am Stand von Carl Zeiss kann man auch gleich die 3D-Spielwelt von "Avatar" selbst an der PlayStation 3 erleben. Der Computerhersteller Acer zeigt auch einen Projektor, der Filme und Spiele in dreidimensionalen HD-Bildern auf die Wohnzimmerwand projiziert.

Auch das Internet wird dreidimensional

Wie auch ohne Brille 3D-Bilder auf dem Bildschirm entstehen können, zeigt die Hamburger Firma SeeFront. Sie stellt eine Technologie vor, die normale Displays in autostereoskopische 3D-Bildschirme verwandelt. Möglich wird dies durch einen speziellen Monitoraufsatz. In dieser Form aufgerüstete Displays gibt es bereits von Eizo. Im Internet ist von der schönen neuen 3D-Welt noch nicht so viel zu sehen. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Intel Visual Computing Institute der Saarland Universität zeigen auf der Cebit aber erstmals mit XML3D eine Technologie, die das Internet-Format HTML um 3D-Fähigkeiten erweitert. Es werden auch Möglichkeiten vorgestellt, schon jetzt interaktive 3-D-Szenen direkt in beliebige Webseiten einzubauen.

Laptop-Winzlinge weiter gefragt

Vom Trend zu 3D wollen auch die Computerhersteller profitieren. So zeit Acer auf der Cebit sein neues 3D-Notebook Aspire 5740D. Für die, die vor allem mobil sein wollen, gibt es das Zehn-Zoll-Netbook Aspire One D250 mit Android-Betriebssystem. Eine anhaltend starke Nachfrage nach den kleinen Netbooks und sparsameren Notebooks erwartet auch MSI, das sein Netbook Wind U160 präsentiert. Was inzwischen Smartphones technisch leisten, zeigt der taiwanische Hersteller HTC mit seinem HTC Desire. Das Android-Smartphone verfügt über einen mit 1 GHz getakteten Snapdragon-Prozessor undein AMOLED-Display mit 3,7 Zoll.

Green IT bleibt im Trend

Vor zwei Jahren hatte sich die Cebit erstmals des Themas Green IT angenommen, fortgesetzt wird es auch in diesem Jahr mit einem 2.000 Quadratmeter großen Schwerpunkt "CeBIT green IT". Die Veranstaltung ist damit den Angaben zufolge sechsmal so groß wie bei ihrer Premiere. Gezeigt werden soll hier, wie Ökonomie und Ökologie gewinnbringend in Einklang gebracht werden können.

Spielvergnügen

Ein Anlaufpunkt für alle Computerspieler und daran Interessierte ist in diesem Jahr die Intel Gaming Hall. Höhepunkte sind die Finals der Intel Extreme Masters und der Start der ESL Pro Series mit dem Intel Friday Night Game. Auf 10.000 Quadratmetern stehen in Halle 23 mehr als hundert High-End-PCs. Hier kämpfen also nicht nur Gamer um Preisgelder, sondern auch Freizeitspieler dürfen sich austoben. Darüber hinaus ist auch für die World Cyber Games (WCG) Saisonauftakt auf der Cebit. Insgesamt vier Qualifikationsturniere finden in Halle 22 statt.

Klaus Gürtler/DAPD dapd

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