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"Act of War: High Treason": Hochverrat von höchster Stelle

"Act of War" legte im vergangenen Jahr die Messlatte für PC-Strategiespiele ein gutes Stück höher. Grund genug für Hersteller Atari eine Erweiterung nachzulegen. Nicht nur gestandene Hobby-Generäle werden sich über den Nachschub freuen.

Wie die Story der "Act of War"-Erweiterung beginnt, erinnert an Hollywood-Actionfilme: Der US-Präsident wird durch eine Bombenexplosion umgebracht. Verantwortlich dafür soll angeblich der Chef der Sondereinheit Taskforce Talon sein, die schon im Hauptprogramm die Heldenrolle innehatte. Der Spieler hat nun die Aufgabe, die wahren Schuldigen dingfest zu machen.

Die Macher illustrieren diesen Auftrag anhand von 34 Missionen, an denen der fortgeschrittene Spieler gut zehn Stunden Vergnügen findet. Als Neuerungen finden sich in "High Treason" neben unterschiedlichen Helikoptern, Kampf-Flugzeugen und Panzern nun auch Schiffe (Luftkissenboote, U-Boote, Raketenkreuzer) und Söldner in den eigenen Kampfverbänden. Letztere unterstützen auf neun verschiedene Arten, darunter ein Sanitäter-Trupp und die Atombomben-legende Einheit "Feuerwerk". Die Schlachten zu Wasser sind zweifelsohne imposant, sowohl für den Multiplayer- als auch für den Einzelspielermodus. Leider sind sie aber nur von geringer Bedeutung.

Act of War: High Treason

Hersteller/Vertrieb

Eugen Systems/Atari

Genre

Strategie

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Neuer Multiplayer-Spaß

Auch für Online-Strategen legte Atari nach: Nebst 14 taufrischen Mehrspielerkarten, gibt es neue Modi, in denen zum Beispiel zwei Teams darum konkurrieren, den Präsidenten sicher zu einem Evakuierungspunkt zu bringen. Außerdem bietet das "Act of War"-Add-On die Möglichkeit, die Missionen der Solokampagne kooperativ, also Seite an Seite, zu lösen.

Schade, dass auf die außerordentlich beeindruckenden Filmsequenzen des Originals in der Erweiterung gänzlich verzichtet wurde. Die Handlung wird nun durch vorgerenderte Videos und Szenen in Spielgrafik vorangetrieben. Ein wenig lieblos erscheint, dass die dabei gesprochenen Texte nicht synchronisiert wurden.

Fazit

Letztlich erfüllt "High Treason" aber seinen Zweck als tolles Zusatzpaket vollends. Besitzer des Hauptprogramms sollten zuschlagen. Wer das gelungene Original nicht kennt, sollte spätestens jetzt einen Blick darauf riskieren.

Gregor Jossé/Teleschau / TELESCHAU